Anatomie eines Mordes (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Anatomie eines Mordes
Originaltitel Anatomy of a Murder
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1959
Länge 160 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Otto Preminger
Drehbuch Wendell Mayes
Produktion Otto Preminger
Musik Duke Ellington
Kamera Sam Leavitt
Schnitt Louis R. Loeffler
Besetzung
Das Gericht von Marquette County wurde für die Gerichtszenen verwendet

Anatomie eines Mordes (Originaltitel: Anatomy of a Murder) ist die Verfilmung des gleichnamigen Kriminalromanes von Robert Traver. Der Film aus dem Jahr 1959 entstand unter der Regie von Otto Preminger.

Handlung[Bearbeiten]

Rechtsanwalt Paul Biegler hat seinen vorigen Posten als Bezirksstaatsanwalt einer kleinen Gemeinde in Michigan an seinen Konkurrenten Mitch Lodwick verloren. Seitdem widmet er sich hauptsächlich seinen Leidenschaften Fischen und Jazzmusik. In seiner kleinen Kanzlei nimmt er nur unbedeutende Fälle an um sich über Wasser zu halten und philosophiert mit seinem Freund Parnell Emmett McCarthy, ebenfalls ein versierter Jurist, der aber dem Alkohol verfallen ist, über theoretische Rechtsfragen.

Da fällt ihm plötzlich ein interessanter Fall zu. Frederick Manion, Leutnant in der örtlichen Garnison hat den Barbesitzer Barney Quill erschossen, weil der seine Frau Laura in einem abgelegenen Waldstück vergewaltigt haben soll. Bieglers Gegner in dem Verfahren, Bezirksstaatsanwalt Mitch Lodwick holt sich den erfahrenen Ankläger Claude Dancer aus der Hauptstadt Lansing zur Hilfe.

An der Täterschaft von Lt. Manion bestehen zwar keine Zweifel, aber Anwalt Biegler will mit Hilfe seines Freundes nachweisen, dass er aufgrund der Vergewaltigung seiner Frau in einem emotionalen Ausnahmezustand war, der die Tat entschuldbar macht. Die Ankläger ziehen jedoch in Zweifel, ob Lt. Manions Ehefrau tatsächlich vergewaltigt wurde. Nachdem es ihnen nicht gelingt, diesen Sachverhalt aus der Verhandlung herauszuhalten, wollen sie im Laufe der Verhandlung bei den Geschworenen den Eindruck zu erwecken, dass die Frau dem Barbesitzer im Vorfeld der Tat Avancen gemacht, oder gar eine Affäre mit ihm hatte und Lt. Manion ihn deshalb erschoss.

Als jedoch die Tochter des Barbesitzers in dem Verfahren gegen ihren Vater aussagt, wendet sich das Blatt endgültig und Lt. Manion wird freigesprochen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Schauspielerisch hervorragend besetztes Dialogdrama. Die brillante Regie macht aus dem Stoff ein klar strukturiertes Experiment, das mit nahezu wissenschaftlicher Präzision die ‚seelische Anatomie‘ aller Beteiligten seziert.“

Lexikon des internationalen Films

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Der Film war 1960 in sieben Kategorien für den Oscar nominiert, unter anderem als Bester Film. Bei den Laurel Awards 1960 konnte der Film drei Preise gewinnen. James Stewart und Arthur O’Connell wurden für ihre Rollen ausgezeichnet, der Film erhielt den Preis in der Kategorie Top Drama. Duke Ellington erhielt einen Grammy in der Kategorie Best Soundtrack Album.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]