Annelie Buntenbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Annelie Buntenbach auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2007 in Köln

Annelie Buntenbach (* 24. Februar 1955 in Solingen) ist eine deutsche Gewerkschafterin , Mitglied des DGB-Bundesvorstandes und ehemalige Politikerin der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Darüber hinaus ist sie in der globalisierungskritischen Bewegung, z. B. bei Attac, im Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit und in Initiativen gegen Rechtsextremismus aktiv.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Buntenbach studierte ab 1973 in Bielefeld Lehramt für Geschichte und Philosophie. Nach dem zweiten Staatsexamen wurde sie nicht in den staatlichen Schuldienst übernommen. 1984 gründete sie den Druckvorstufenbetrieb „Satzbau“ in Bielefeld.

Annelie Buntenbach ist verheiratet und wohnt in Bielefeld.

Politische Ämter[Bearbeiten]

Ihre Mitgliedschaft bei den Grünen besteht seit 1982. Dem Stadtrat von Bielefeld gehörte Annelie Buntenbach von 1984 bis 1989 an. Sie war vom 10. November 1994 bis zum 17. Oktober 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages, in den sie über die nordrhein-westfälische Landesliste von Bündnis 90/Die Grünen gewählt wurde. Seit November 2002 war sie Leiterin der Abteilung Sozialpolitik beim Bundesvorstand der IG Bauen-Agrar-Umwelt. Sie kandidierte als Mitglied der IG Bauen-Agrar-Umwelt auf Vorschlag der Gewerkschaftsführungen auf dem Bundeskongress des DGB Ende Mai 2006 für das Amt eines Mitglieds des geschäftsführenden Bundesvorstand und wurde gewählt.

Seit 2005 ist sie Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von Attac Deutschland. 2010 ist sie Gründungsmitglied des Institut Solidarische Moderne.[1] Seit Februar 2010 ist sie zudem Mitglied im Kuratorium des Instituts.

Am 23. Mai 2006 wurde sie auf dem DGB-Kongress im ersten Wahlgang zum Mitglied des geschäftsführenden DGB-Bundesvorstands gewählt.

Seit dem 1. Dezember 2006 ist Buntenbach zusammen mit Alexander Gunkel im Ehrenamt alternierende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Bund. Seit April 2007 ist sie Mitglied im Sozialbeirat der Bundesregierung.[2]

Sie gründete den Verein „Argumente und Kultur gegen rechts“ in Bielefeld. Seit 1984 ist sie Mitglied der „Antifa-West“ in Bielefeld und an der Herausgabe der von dieser herausgegebenen Zeitschrift „Schlag nach“ beteiligt. Sie gehört auch zum Herausgeberkreis der Zeitschrift antifaschistische nachrichten. Außerdem ist sie offizielle Mitunterstützerin der überwachungskritischen Datenschutzdemonstration Freiheit statt Angst.[3]

Buntenbach ist seit dem 1. Juli 2013 Vorsitzende des Verwaltungsrates der Bundesagentur für Arbeit. Sie löst damit Peter Clever ab. [4]

Am 12. Mai 2014 ist sie vom 20. Bundeskongress des DGBs für vier weitere Jahre in den geschäftsführenden DGB-Bundesvorstand gewählt worden. [5]

Politische Position[Bearbeiten]

1999 gehörte sie zu den Politikern, die auf dem Sonderparteitag der Grünen den Kosovo-Krieg ablehnten. Sie hielt zu diesem Thema eine Rede und warf den NATO-Staaten vor, nicht genug getan zu haben, um den Konflikt diplomatisch zu lösen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ISM - Gründungsmitglieder. Abgerufen am 10. August 2012.
  2. Liste der ehemaligen und aktuellen Mitglieder auf der Website des Sozialbeirates, abgerufen am 30. November 2013.
  3. Demonstration Freiheit statt Angst, Unterstützerliste
  4. Annelie Buntenbach neue Vorsitzende des Verwaltungsrates. Pressemitteilung. Online auf lifePR.de vom 1. Juli 2013, abgerufen am 3. Juli 2013.
  5. Wahlergebnisse 20. DGB Bundeskongress auf dgb.de, abgerufen am 14. Mai 2014