IG Bauen-Agrar-Umwelt

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Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt
(IG BAU)
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Zweck: Gewerkschaft
Vorsitz: Robert Feiger
Gründungsdatum: 1996
Mitgliederzahl: 288.423 (Stand: 2013)
Sitz: Frankfurt am Main
Website: igbau.de
„Haus der Baugewerkschaft“ (Sitz des Bundesvorstands) in Frankfurt am Main
"Bundeshaus" (bis 1929 Hauptsitz des damaligen Deutschen Bauarbeiterverbandes). Heute Standort der Büros der IG BAU Region Nord und Bezirksverband Hamburg, sowie des Jugendkellers der Jungen IG BAU Hamburg.

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ist mit knapp 290.000 Mitgliedern (Stand: 2013)[1] die viertgrößte Einzelgewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. In Berlin und Brüssel unterhält sie politische Verbindungsbüros. Bundesvorsitzender der IG BAU ist seit 2013 Robert Feiger. Sein Vorgänger war ab November 1995 Klaus Wiesehügel.

Die IG BAU entstand am 1. Januar 1996 durch Fusion der IG Bau-Steine-Erden (IG BSE) und der Gewerkschaft Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft (GGLF), welche beide eine lange Tradition haben. Diese reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück.[2]

Zur Zeit ihrer Gründung (1996) gehörten ihr rund 720.000 Mitglieder an. Diese Zahl sank bis Dezember 2000 auf 540.000. Zu ihrem zehnjährigen Bestehen zählte die IG Bau noch 392.000 Mitglieder[3], Ende 2009 noch rund 325.000.[4]

Ihrer Satzung nach ist die IG BAU zuständig für folgende Wirtschafts- und Verwaltungszweige: Baugewerbe, Baustoffindustrie, Abfallentsorgung und Recycling, Land- und Forstwirtschaft, Gebäudereinigung und -management, sowie Umwelt- und Naturschutz. Sie vertritt damit Arbeitnehmer, die zum Beispiel als Bauarbeiter, Maler und Lackierer, Glaser, Dachdecker, Gerüstbauer, Gebäudereiniger, Gärtner, Garten- und Landschaftsbauer, Floristen, Forstbeschäftigte, Mitarbeiter in Zementwerken oder Landschaftsschutzverbänden tätig sind.

Die IG BAU ist eine Basisorganisation mit zahlreichen Orts-, Stadt- und Kreisverbänden, Fach- und Betriebsgruppen. Laut Satzung erfolgt die Willensbildung der Mitglieder in den Bezirksverbänden.[5] Außerdem sind die Bezirksverbände Ansprechpartner für die Mitglieder vor Ort und beantworten Fragen rund ums Arbeitsleben und die Mitgliedschaft. Die Junge BAU, IG BAU-Frauen, IG BAU-Senioren und IGay BAU vertreten die Interessen der jeweiligen Teilgruppen, organisieren eigene Aktionen und Veranstaltungen.

In Steinbach im Taunus betreibt die IG BAU ihre zentrale Bildungseinrichtung, das Bildungswerk Steinbach. Das Gemeinnützige Erholungswerk bietet Mitgliedern der IG BAU vergünstigten Urlaub. Die IG BAU hat mehrere Stiftungen gegründet – unter anderem die Stiftung Soziale Gesellschaft – Nachhaltige Entwicklung in Berlin. Zehnmal im Jahr erscheint das Mitgliedermagazin der IG BAU, "Der Grundstein/Der Säemann".

Die IG BAU ist Mitglied im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), in der Europäischen Föderation der Bau- und Holzarbeiter (EFBH), dem Europäischen Verband der Landwirtschafts-, Lebensmittel- und Tourismusgewerkschaften (EFFAT), der UNI-Europa, in der Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI), der Internationalen Gewerkschaft der Nahrungsmittelarbeiter sowie dem Europäischen Verein für Wanderarbeiterfragen, der auf Initiative der IG BAU gegründet wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: IG Bauen-Agrar-Umwelt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. DGB-Mitgliederzahlen 2013
  2. Wolfgang Renzsch, Handwerker und Lohnarbeiter in der frühen Arbeiterbewegung, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1980, S. 35-69: Kapitel "Soziale Lage und Organisationsbestrebung der Bauarbeiter"
  3. DGB-Mitgliederentwicklung 2005-2006; DGB einblick 2/2007
  4. Mitglieder der Gewerkschaften. Artikel in der Frankfurter Rundschau
  5. Satzung der IG BAU