Anthony Franciosa

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Anthony Franciosa (* 25. Oktober 1928 in New York City, New York; † 19. Januar 2006 in Los Angeles, Kalifornien; eigentlich Anthony Papaleo) war ein US-amerikanischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Anthony Franciosa spielte als 18-Jähriger kurz bei einem Jugendtheater. Es folgten weitere Engagements an Off-Broadway-Theatern, woraufhin er ein Schauspielstipendium erhielt. Erwin Piscator vermittelte ihm sein erstes Engagement an einem Theater. Franciosa trat in zahlreichen Theaterstücken auf und erhielt wohlwollende Kritiken.

Elia Kazan gab ihm 1957 eine erste Rolle in dem Film Ein Gesicht in der Menge, George Cukor und Fred Zinnemann verschafften dem nun erfahrenen Theaterschauspieler weitere Engagements. Für seine Rolle in Giftiger Schnee, die er zuvor mit großem Erfolg auf der Bühne verkörpert hatte, erhielt Franciosa eine Oscar-Nominierung. Für Viele sind berufen (Career, 1959) erhielt er den Golden Globe Award als bester Darsteller. Eine weitere Nominierung für den Golden Globe erhielt Franciosa 1964 für den Western Rio Conchos.

Franciosas Karriere wurde durch sein cholerisches Temperament behindert. Mitte der 1970er-Jahre trat er fürs Fernsehen in der kurzlebigen Krimiserie als Geheimagent Matt Helm auf, eine Rolle, mit der sein Co-Star in Career, Dean Martin, zehn Jahre zuvor in mehreren Kinofilmen erfolgreich gewesen war. Franciosas letzter Film war 1996 City Hall, mit Al Pacino.

Anthony Franciosa war viermal verheiratet, von 1952 bis 1957 mit der Autorin Beatrice Bakalyar, von 1957 bis 1960 mit der Filmschauspielerin Shelley Winters und von 1961 bis 1967 mit der Immobilienmaklerin Judy Kanter, einer Freundin und Brautjungfer von Grace Kelly. Mit Judy Kanter hatte Franciosa eine Tochter, Nina. Seit 1970 war Franciosa mit dem früheren deutschen Fotomodell Rita Thiel verheiratet. Aus dieser Ehe stammen zwei Söhne, Christopher und Marco.

Anthony Franciosa erlitt am 16. Januar 2006 einen Schlaganfall, an dem er drei Tage später starb. Seine frühere Gattin Shelley Winters war am 14. Januar einem Herzinfarkt erlegen.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Fernsehen
  • 1968–1971: The Name of the Game Jeff Dillon
  • 1971: Killersatelliten (Fernsehfilm, Earth II)
  • 1972–1973: Search Nick Bianco
  • 1984–1985: Agentur Maxwell
Kino
  • 1957: Ein Gesicht in der Menge
  • 1957: Giftiger Schnee (A Hatful of Rain)
  • 1957: Kein Platz für feine Damen (This Could Be the Night)
  • 1957: Wild ist der Wind (Wild is the Wind)
  • 1958: Der lange, heiße Sommer (The Long, Hot Summer)
  • 1959: Viele sind berufen (Career)
  • 1959: Die nackte Maja (The Naked Maja)
  • 1959: Sensation auf Seite 1 (The Story on Page One)
  • 1961: Geh nackt in die Welt (Go Naked in the World)
  • 1962: Zeit der Anpassung (Period of Adjustment)
  • 1964: Rio Conchos
  • 1964: Drei Mädchen in Madrid (The Pleasure Seekers)
  • 1966: Willkommen, Mister B. (A Man Could Get Killed)
  • 1966: Überfall auf die Queen Mary (Assault on a Queen)
  • 1966: The Swinger
  • 1967: Feuerdrache (Fathom)
  • 1971: Dracula im Schloß des Schreckens (Nella stretta morsa del ragno)
  • 1972: Straße zum Jenseits (Across 110th Street)
  • 1973: Ghost in the Noonday Sun
  • 1975: Unter Wasser stirbt man nicht (The Drowning Pool)
  • 1979: Firepower
  • 1982: Der Mann ohne Gnade (Death Wish II)
  • 1982: Tenebrae (Tenebre)
  • 1990: Im Dschungel der Unterwelt (Backstreet Dreams)
  • 1996: City Hall

Weblinks[Bearbeiten]