Anton Franz Johann Russell

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Anton Franz Johann Russell (* 23. September 1824 in Haselünne; † 4. März 1878 in Oldenburg) war Jurist und Reichstagsabgeordneter.

Nachdem er 1844 am Gymnasium in Osnabrück die Reifeprüfung abgelegt hatte, studierte er von 1844 bis 1847 Rechtswissenschaft an den Universitäten in Heidelberg und Göttingen. 1847 trat Russell in den oldenburgischen Staatsdienst ein, er wurde 1850 Amtsauditor in Oldenburg. 1855 wurde er Amtsrichter in Damme und 1865 Justizrat. Mitglied des Oberappellationsgerichts wurde er 1877.[1]

Mitglied des oldenburgischen Landtags war er von 1860 bis 1876, Mitglied des Reichstags des Norddeutschen Bundes ab 1867. 1871 war er Mitglied der 30-köpfigen Kaiserdeputation des Parlaments zur Reichsgründung in Versailles.

Russell vertrat von 1871 bis 1874 den Wahlkreis Oldenburg 3 (Berne-Damme) für das Zentrum im Deutschen Reichstag.[2] Er war der Onkel von Emil Russell.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hubert Gelhaus: Das politisch-soziale Milieu in Südoldenburg von 1803 bis 1936. Bibliotheks- und Informationssystem der Universität, Oldenburg 2000, teilweise zugleich: Dissertation, Universität Oldenburg, 2000

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Haunfelder, Bernd / Pollmann, Klaus Erich (Bearb.): Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867-1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch. Düsseldorf: Droste Verlag, 1989, Foto S. 283, Kurzbiographie S. 459 (Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Band 2)
  2. Specht, Fritz / Schwabe, Paul: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Aufl. Berlin: Verlag Carl Heymann, 1904, S. 277f