Haselünne

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Haselünne
Haselünne
Deutschlandkarte, Position der Stadt Haselünne hervorgehoben
52.6741666666677.483611111111120Koordinaten: 52° 40′ N, 7° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Emsland
Höhe: 20 m ü. NHN
Fläche: 159,16 km²
Einwohner: 12.390 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49740
Vorwahlen: 05961, 05962 (Flechum)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: EL
Gemeindeschlüssel: 03 4 54 019
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
49740 Haselünne
Webpräsenz: www.haseluenne.de
Bürgermeister: Werner Schräer (CDU)
Lage der Stadt Haselünne im Landkreis Emsland
Niederlande Landkreis Cloppenburg Landkreis Grafschaft Bentheim Landkreis Leer Landkreis Osnabrück Andervenne Bawinkel Beesten Bockhorst Börger Breddenberg Dersum Dörpen Dohren (Emsland) Emsbüren Esterwegen Freren Fresenburg Geeste Groß Berßen Handrup Haren (Ems) Haselünne Heede (Emsland) Herzlake Hilkenbrook Hüven Klein Berßen Kluse (Emsland) Lähden Lahn (Hümmling) Langen (Emsland) Lathen Lehe (Emsland) Lengerich (Emsland) Lingen (Ems) Lorup Lünne Lünne Meppen Messingen Neubörger Neulehe Niederlangen Oberlangen Papenburg Rastdorf Renkenberge Rhede (Ems) Salzbergen Schapen Sögel Spahnharrenstätte Spelle Stavern Surwold Sustrum Thuine Twist (Emsland) Vrees Walchum Werlte Werpeloh Wettrup WippingenKarte
Über dieses Bild

Haselünne ist eine Stadt des Emslandes im Hasetal in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Haselünne liegt am Fluss Hase im zentralen Teil des Emslandes. Es liegt rund 13 Kilometer östlich von Meppen (Kreisstadt des Landkreises Emsland) und rund 20  Kilometer nordöstlich von Lingen entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Haselünne grenzt im Norden an die Samtgemeinde Sögel, im Osten an die Samtgemeinde Herzlake, im Süden an die Samtgemeinde Lengerich und die Gemeinde Geeste und im Westen an die Stadt Meppen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Neben der Kernstadt Haselünne umfasst die Stadt die Ortsteile Andrup, Bückelte, Dörgen, Eltern, Flechum, Hamm, Huden, Hülsen, Klosterholte, Lage, Lahre, Lehrte, Lohe, Lotten und Westerloh.

Klima[Bearbeiten]

Gemäßigtes Seeklima beeinflusst durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Haselünne 8,5–9,0 °C und es fallen ca. 700 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20–25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 °C übersteigt) gerechnet werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Anschauliche Darstellung der Haselünner Wirtschaftsgeschichte auf dem Historischen Korn- und Hansemarkt

Bodenfunde und Hünengräber weisen auf eine Besiedelung im heutigen Stadtgebiet von Haselünnes in der jüngeren Steinzeit hin. Der Wohnplatz Haselünne-Dörgen wurde 1935 von F. Wolf im Bereich einer Sandentnahmestelle entdeckt. Um 500 n. Chr. befand sich ein sächsischer Haupthof im Raum der heutigen Hofstätte. Im nahen Flusslauf wurde durch Einlegen von Rundhölzern eine Furt errichtet. Diese Rundhölzer hießen „lunni“ und sie gaben dem Ort den Namen „Lunni“, „Lunne“ und mit der Flussbezeichnung „Hassa“ = dunkles Wasser = Hase schließlich den Namen Haselünne.

834 hatte Kaiser Ludwig der Fromme, Nachfolger und Sohn Karls des Großen, dem Kloster Corvey Meppen mit allem Zubehör geschenkt. Hierzu zählte auch die Kirche mit dem Haupthof Lunni. Um das Jahr 1000 wird mehrfach der Herrenhof Lunni in den Corveyschen Abgaberegistern genannt. In derselben Zeit wird Haselünne urkundlich „oppidum“ genannt, das mit „Wigbold“ = befestigter Handelsplatz zu übersetzen ist. Mit der Bezeichnung „oppidum“ sollte die überörtliche Bedeutung des Ortes herausgestellt werden. Um 1130 fiel der Hof Lunni im Erbgang an die Grafen von Vechta-Ravensburg.

1252 kaufte der Bischof von Münster die Besitzungen der Ravensburger. Die Stadtrechte, die Haselünne schon vor 1250 erhalten hatte, wurden am 25. März 1272 vom Bischof von Münster urkundlich „erwähnt und erneuert“. Die Stadt gehörte zu dem Bund der Städte zwischen Rhein und Elbe, der 1268 gegründet wurde, um sich gegenseitig gegen Störenfriede des Handels zu schützen und zu verteidigen. Dieser Bund erweiterte sich später zur Hanse (1351 urkundliche Erwähnung). 550 Jahre gehörte Haselünne zum Niederstift des Fürstbistums Münster.

Am 25. Februar 1803 wurden die geistlichen Fürstentümer durch den Reichsdeputationshauptschluss aufgelöst. Haselünne gelangte unter die Herrschaft des Herzogs von Arenberg. 1826 ging die Landeshoheit auf das Königreich Hannover über. Nach dem Krieg zwischen Preußen und Österreich im Jahre 1866 ("Deutscher Krieg") fiel das Königreich Hannover (und damit auch Haselünne) an Preußen. Seit 1946 gehört die Stadt zum Land Niedersachsen.

Im Jahre 1977 ging auch Haselünne an den damals aus den Altkreisen Aschendorf-Hümmling, Meppen und Lingen gegründeten Landkreis Emsland.

Historische Daten[Bearbeiten]

  • 1025: Haselünne erhält das Marktrecht
  • 1252: Der Bischof von Münster kauft die Besitzungen der Ravensberger, Haselünne gehörte nun zum Niederstift Münster.
  • 1272: Der Bischof von Münster erneuert die Stadtrechte, die Haselünne schon vorher erhalten hatte.
  • 1733: Am 11. Juli werden 45 Gebäude durch einen Brand zerstört
  • 1751: Erneuter Stadtbrand, bei dem 51 Häuser eingeäschert werden
  • 1798: Am 18. Oktober bricht im Hause des Prokurators Anton Pattkamp an der Hasestraße ein Feuer aus, das auf die Achterstraße, die Steintorstraße und den Markt übergreift. Etwa 80 Häuser werden ein Raub der Flammen. Rathaus und Apotheke können gerettet werden.
  • 1803: Das Hochstift Münster wird auf Grund der Beschlüsse des Reichsdeputationshauptschlusses aufgelöst. Das Amt Meppen und damit auch Haselünne geht an den Herzog von Arenberg als Ersatz für den Verlust seiner linksrheinischen Gebiete.
  • 1810: Haselünne wird Teil des französischen Kaiserreichs.
  • 1815: Die Landeshoheit geht auf das Königreich Hannover über.
  • 1849: Bei dem großen Stadtbrand vom 10. August werden 101 Häuser vernichtet
  • 1866: Das Königreich Hannover, und damit Haselünne, wird preußisch.
  • 1894: Die Meppen-Haselünner Eisenbahn eröffnet die namensgebende Eisenbahnstrecke von Meppen nach Haselünne
  • 9. April 1945: westalliierte Truppen besetzen Haselünne.[2]
  • 1946: Die Stadt gehört zum neu gebildeten Land Niedersachsen.
  • 1977: Bei der niedersächsischen Kreisreform werden am 1. August die ehemaligen Landkreise Lingen, Meppen und Aschendorf-Hümmling zum Landkreis Emsland vereinigt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Stadtgebiet von Haselünne

Am 1. März 1974 wurden die folgenden Orte eingemeindet[3]:

  1. Andrup (397)
  2. Bückelte
  3. Dörgen (139)
  4. Eltern (764)
  5. Flechum (522)
  6. Hamm (80)
  7. Huden (130)
  8. Hülsen (148)
  9. Klosterholte
  10. Lage (183)
  11. Lahre
  12. Lehrte (573)
  13. Lohe (272)
  14. Lotten
  15. Westerloh (332)

Herkunft und Bedeutung der Namen[Bearbeiten]

  • Bückelte: Der Name des Ortes hieß in alter Zeit Boclithi, was buchenbestandener Abhang bedeutet; lithi findet sich sowohl als Bestimmungswort wie als Grundwort und bedeutet abhängendes Gelände.
  • Dörgen: ing, ingen bedeutet herkommend, abstammend von … ‚ scheint aber auch für Häusergruppen verwendet zu sein. Um 1000 Daringon oder Deringon. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass hier ein alter Personenname zugrunde liegt.

Religion[Bearbeiten]

Die Einwohner sind überwiegend römisch-katholisch (78,9 %), 11,7 % sind evangelisch-lutherisch, 1,01 % muslimisch, 0,37 % evangelisch-reformiert, 0,22 % jüdisch, 0,13 % gehören den Zeugen Jehovas an und 7,67 % gehören keiner oder einer anderen Religion an. Stand 1. März 2006

Politik[Bearbeiten]

Haselünne hat den Status einer Einheitsgemeinde.

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Rat der Stadt Haselünne besteht aus 30 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Stadt mit einer Einwohnerzahl zwischen 12.001 und 15.000 Einwohnern.[4] Die 30 Ratsfrauen und Ratsherren werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011.

Stimmberechtigt im Rat der Stadt ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Werner Schräer (CDU).

Dem Stadtrat gehören nach den letzten Kommunalwahlen in Niedersachsen 2011 vom 11. September 2011 zwei Parteien an:[5]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Stadt Haselünne zeigt ein Schild mit zwei roten waagerechten Balken auf goldenem Grund, der auf eine am Rande verschnörkelte Schildplatte aufgelegt ist, die von der Figur des Heiligen Paulus gehalten wird, dessen Rechte ein nach oben weisendes Schwert umfasst.[6]

Flagge[Bearbeiten]

Die Farben der Stadt Haselünne sind „Blau-weiß“.[6]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Riesenrad im Stil der Zeit um 1600 auf dem Historischen Korn- und Hansemarkt

Museen[Bearbeiten]

  • Heimatmuseum
  • Brennereimuseum

Bauwerke[Bearbeiten]

Blick über den Hasesee auf St. Vincentius

Die St.-Vincentius-Kirche ist eine dreischiffige spätgotische Hallenkirche und entstand vermutlich im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts.[7] Der unregelmäßige Grundriss mit den beiden ungleich breiten Seitenschiffen deutet darauf hin, dass ältere Bauteile einbezogen wurden. Mit dem 1509 datierten Chor war der Bau vollendet. Zu einem Vorgängerbau des 13. Jahrhunderts dürfte hingegen noch der Westturm gehören, den man 1471 erhöht und mit Bentheimer Sandstein verblendet hat. Seinen Spitzhelm erhielt er erst 1860. Das Mittelschiff wird von einem Sternrippengewölbe überspannt, das von schlanken Säulen getragen wird. Ältestes Ausstattungsstück ist der in das 13. Jahrhundert gehörende romanische Taufstein vom Bentheimer Typ, der von vier Löwen getragen wird. Zur weiteren Ausstattung gehören die Epitaphe der alten Burgmannsgeschlechter, Kronleuchter, barocke Gemälde, eine wertvolle Pieta, ein 5 m großes Triumphkreuz und eine Orgel aus der Werler Orgelbauwerkstätte Stockmann.

Von dem ab 1668 in der Neustadt errichteten Klarissenkloster blieb lediglich die 1685 geweihte Klosterkirche erhalten. Es handelt sich um eine Saalkirche mit polygonalem Chor, die ursprünglich von einem Dachreiter bekrönt wurde. 1906 wurde dieser von dem bestehenden Turm abgelöst. Von der barocken Innenausstattung blieben nur einige Stücke erhalten, die sich heute in St. Vincentius befinden. Zwischen 1960 und 1966 enthielt die Kirche eine Neuverglasung, die von dem aus Angelmodde stammenden Künstler Vinzenz Pieper geschaffen wurde. An der Stelle der Klostergebäude dehnt sich heute der umfangreiche Komplex Kreisgymnasiums St. Ursula aus. Am Nonnenwall sind noch Teile der Klostermauer zu sehen, die wohl auf den Fundamenten der ersten Stadtbefestigung errichtet wurde.

Das am Marktplatz gelegene Rathaus wurde 1850 von dem Architekten Josef Niehaus im Rundbogenstil erbaut. Der später veränderte Backsteinbau wurde 1989 in seiner ursprünglichen Form wieder hergestellt.

In der Stadt lassen sich insgesamt 22 Burgmannshöfe nachweisen, von denen jedoch nur ein geringer Teil vorhanden ist. Sie konzentrieren sich heute vor allem auf den Bereich der Ritterstraße. Besonders gut erhalten ist das dreigeschossige Steinwerk des Hofes von Langen/Westerholt (Ritterstraße 7), das zu den bedeutendsten mittelalterlichen Profanbauten des Emslandes zählt. Der aus Findlingen und Ziegeln erstellte Bau enthält im Erdgeschoss einen großen Saal mit Altarnische und spätgotischem Kamin vom Ende des 15. Jahrhunderts. Weiter östlich, in der Ritterstraße 9, liegt der Hof von Dwingelo, dessen Eigentümer seit 1446 zur Burgmannschaft gehörten. 1761 gelangte das Anwesen an die Familie von Huden. Am Außenbau ist eine 1758 bezeichnete Sonnenuhr angebracht. Die Fundamente des Hüntelhofes (Ritterstraße 5) sollen im Kern noch auf das 14. Jahrhundert zurückgehen. An der Stelle von Hasestraße 19 hat sich vermutlich der Hof des Johann von Schwenke befunden. Bis zur Fertigstellung des Klarissenklosters in der Neustadt diente das Haus zwischen 1652 und 1669 den Nonnen als Unterkunft.[8] Im 18. Jahrhundert gelangte das Gebäude in den Besitz des Kaufmanns und Bürgermeisters Anton Niehaus. Später wurde es als Küsterwohnung genutzt. Der stark veränderte Fachwerkbau, dessen Giebel über Volutenknaggen vorkragt, erhebt sich über einem älteren Steinkeller. Das Fachwerk im Giebeldreieck dürfte aus dem späten 17. oder dem 18. Jahrhundert stammen, der linke Anbau aus der Zeit um 1800. An der Steintorstraße liegen ferner zwei Wohnbauten, die ebenfalls auf den Fundamenten zweier, beim Stadtbrand von 1798 vernichteten Höfe entstanden. Beide sollen nach Plänen des arenbergischen Bauinspektors August Reinking errichtet worden sein. Das Haus des Weinhändlers Russel, Steintorstraße 7, ist ein eingeschossiger Backsteinbau mit hohem Mansarddach und Mittelrisalit. Das gut erhaltene Innere mit ovalem Festsaal wird heute gastronomisch genutzt. Ähnlich gestaltet ist das schräg gegenüber gelegene Haus Wiedehage (Steintorstraße 9), das noch über eine historische Treppenanlage verfügt.

Nach mehreren Stadtbränden (1733, 1751, 1798, 1849) und umfangreichen Sanierungsmaßnahmen sind in der Innenstadt nur noch wenige ältere Wohnbauten vorhanden. Ehemals dürften eingeschossige Fachwerk-Dielenhäuser mit über Knaggen vorkragenden Giebeln vorherrschend gewesen sein, wie sie heute in ähnlicher Form noch in Quakenbrück mehrfach anzutreffen sind. Einen recht guten Eindruck von dieser Bauweise vermittelt das Haus Nonnenwall 3, das als eines der wenigen noch über sein Dielentor verfügt. Nach der Torbalkeninschrift entstand es unmittelbar nach einem Stadtbrand: 1733 DURCH BRENNEN VERSUGT BALLIG NUN IST VERZERT VON SEINEM OHM WIEERBAUET IST BEGERT DEN 2. MARTYS EINER SOLL FÜR DEN ANDEREN BITTEN - - JOHAN MOORMAN AESTIMATOR UND GERICHTSVOGT DIES HAUS SETZEN LASSEN FÜR SEIN VETTER GERD BUCK - - PAX INTRANTIBUS IHS SALUS EXEUNTIBUS - SOLI DEO GLORIA. Erwähnenswert sind ferner das Gasthaus „Zum alten Bock“, Petersilienstraße 23 von 1698 und Nr. 27 von 1751 (stark erneuert). In späterer Zeit wurden die Fachwerkbauten vielfach mit Backsteinfronten versehen, so dass diese heute als Massivbauten erscheinen. Ein Blick in die Traufgassen verrät aber oft noch den älteren Fachwerk-Kern. Der Stadtbrand von 1849, der weite Teile der Innenstadt erfasste, hat das Bild Haselünnes einschneidend verändert. Im Zuge des anschließenden Wiederaufbaus, den der aus der Stadt stammende Architekt Josef Niehaus durchführte, wurde u. a. die Marktstraße erheblich umgestaltet. Der Zuschnitt der Grundstücke wurde hier ebenso verändert, wie die Straßenbreite. Niehaus brach mit der giebelständigen Tradition und errichtete in der nahen Hasestraße etliche traufständige Backsteinbauten. Hierzu gehört das Vehmeyersche Haus, Hasestraße 25, das er 1851 für einen Verwandten schuf. – Heute wird die Innenstadt an vielen Stellen von klinkerverblendeten, mehrgeschossigen Neubauten geprägt, die die eingeschossigen Wohnhäuser zunehmend verdrängen. Bei der historisch anmutenden Baugruppe Petersilienstraße 17-21 gegenüber von St. Vincentius handelt es sich ausnahmslos um Massivbauten, denen Pseudofachwerk vorgeblendet wurde. Sie entstanden erst seit den späten 1970er Jahren.

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Verschiedene Brunnen der Stadt werden seit 2006 von Haselünner Grundschülern in sogenannte Osterbrunnen verwandelt.[9]

  • Bückelter Kapelle

Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Der Haselünner SV von 1920 e.V., auch „kleiner“ HSV genannt, wurde 1920 gegründet und bietet die Sportarten Fußball, Handball, Schwimmsport, Volleyball, Turnen, Radsport, Tischtennis, Gymnastik, Leichtathletik und Kegeln. Die erste Fußballmannschaft des Haselünner SV spielt seit der Saison 2012/2013 in der Bezirksliga Weser-Ems 3, die Heimspiele finden im Hasestadion statt.[10]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Haselünner See in Flammen (zweijährlich )
  • Korn- und Hansemarkt (zweijährlich immer 2 Wochenende im September)
  • Kirmes im Oktober (jährlich)
  • Altstadtlauf (jährlich)
  • Haselünne blüht auf (Frühjahrsmarkt für Handel und Handwerk, zweijährlich)
  • Geschmückte Osterbrunnen (jährlich zwei Wochen um Ostern)
  • Osterfeuer (jährlich)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Brennerei Berentzen Haselünne – Werkseingang

Die wichtigsten Arbeitgeber in Haselünne sind in der Getränkeindustrie zu finden. So sind im Bereich der Spirituosen vor allem die Firmen Berentzen, Heydt und Rosche und im Bereich der Softdrinks die Firma VivarisGetränke (vormals Emsland Getränke) zu nennen. Ein weiterer wichtiger Arbeitgeber ist die Firma Conditess, ein industrieller Hersteller verschiedener Fertigbackwaren.

Verkehr[Bearbeiten]

Haselünne liegt am Kreuzungspunkt der Bundesstraßen B 213 und B 402. Die Bundesautobahn A 31 befindet sich hinter Meppen (20 km) in Richtung Emden sowie hinter Lingen (Ems) (30 km) in Richtung Oberhausen

An das Schienennetz ist Haselünne durch die Strecke MeppenEssen/Oldbg. der Emsländischen Eisenbahn angeschlossen, auf der jedoch nur noch Güter- und Museumsverkehr stattfindet. Busverbindung zum Bahnhof Meppen (Kalmer, alle 20 Minuten).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

In Haselünne geboren sind folgende Personen:

Persönlichkeiten, die in dieser Stadt gewirkt haben[Bearbeiten]

Auf andere Weise mit Haselünne verbunden sind folgende Personen:

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Berentzen: 700 Jahre Stadt Haselünne: 1272 - 1972. Haselünne 1972
  • I. B. Berentzen: Burgmannshöfe zu Haselünne. Haselünne 1983
  • Alexander Geppert und Ernst Simmer: Heimatbuch der Stadt Haselünne. Haselünne 1949
  • Kath. Pfarrgemeinde St. Vinzentius: St. Vinzentius zu Haselünne. Haselünne 1977
  • Landkreis Emsland (Hg.): Kulturführer des Landkreises Emsland: Baudenkmale. Meppen 1993, S. 145–157
  • Roswitha Poppe: Bau- und Kunstdenkmäler im Kreise Meppen. Meppen 1974

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haselünne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. [1]
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 257.
  4. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 3. September 2013
  5. http://www.haseluenne.de
  6. a b Hauptsatzung der Stadt Haselünne (PDF; 23 kB), abgerufen am 3. September 2013
  7. Zur Datierung siehe: Poppe, Bau- und Kunstdenkmäler im Kreise Meppen, Seite 14/15 und Dehio, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler Bremen/Niedersachsen, München/Berlin 1992, Seite 653
  8. Angaben nach dem Häuserverzeichnis der Stadt Haselünne
  9. Niedersächsischer Bildungsserver: Osterbrunnen. 2006
  10. Internetauftritt Haselünner SV von 1920 e.V., abgerufen am 3. September 2013