Atlantische Provinzen

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Lage der Atlantischen Provinzen Kanadas

Als atlantische Provinzen Kanadas (engl. Atlantic provinces oder Atlantic Canada, frz. provinces de l'Atlantique oder Canada atlantique) werden die vier östlichsten Gliedstaaten des Kanadischen Bundesstaates bezeichnet, die direkt und ausschließlich an den Atlantischen Ozean grenzen.

Von Nord nach Süd sind dies Neufundland und Labrador, Prince Edward Island, New Brunswick und Nova Scotia. Die drei letztgenannten werden auch als Seeprovinzen (engl. Maritime provinces, frz. provinces Maritimes) bezeichnet.

Im Jahr 2007 hatten die vier atlantischen Provinzen zusammen 2.332.535 Einwohner.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ausdruck wurde zum ersten Mal von Joey Smallwood verwendet, dem ersten Premierminister der Provinz Neufundland und Labrador. Nach dem Beitritt von Neufundland und Labrador zum kanadischen Bundesstaat 1949 sollte den Bürgern der Eindruck einer gewachsenen Verbundenheit mit den drei südlich benachbarten, bereits länger zu Kanada gehörenden Provinzen vermittelt werden (New Brunswick und Nova Scotia seit 1867, Prince Edward Island seit 1873).

Größte Städte[Bearbeiten]

Ergebnisse der Volkszählung 2006. Die Liste umfasst Städte mit über 25.000 Einwohnern.[2]

Stadt Provinz Einwohner
Halifax Nova Scotia 407.007
St. John’s Neufundland und Labrador 181.113
Moncton New Brunswick 126.424
Saint John New Brunswick 122.389
Cape Breton Regional Municipality Nova Scotia 102.250
Fredericton New Brunswick 085.688
Charlottetown Prince Edward Island 058.625
Truro Nova Scotia 045.077
New Glasgow Nova Scotia 036.288
Bathurst New Brunswick 031.424
Corner Brook Neufundland und Labrador 026.623
Kentville Nova Scotia 025.969

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistics Canada
  2. Volkszählung 2006