Attorney General
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Der Attorney General ist in Regierungssystemen, die sich an das Common Law anlehnen, der oberste Rechtsberater der Regierung. In einigen Fällen obliegt ihm auch die Kontrolle der Strafverfolgungsbehörden und die allgemeine Verantwortung für die innere Sicherheit. Das Amt entspricht zu Teilen den Verantwortungen eines Innen- oder eines Justizministers.
[Bearbeiten] Ursprüngliche Verwendung
Historisch wurde der Titel Attorney General im Common Law für alle Personen verwendet, die eine Vollmacht haben, eine Rechtsperson in allen Angelegenheiten, insbesondere aber zur Strafverfolgung, zu vertreten. Vor der Einstellung professioneller Staatsanwälte war es üblich, dass die Seite des Staats vor Gericht durch eine hierzu ermächtigte Privatperson, meist private Anwälte, eingenommen wurde. Die Ermächtigung erteilte eine für diesen Fall einberufene Grand Jury mit einer als bill of indictment bezeichneten Vollmacht. Die Strafverfolgung durch Privatpersonen mit Einzelvollmacht ist heute nicht mehr üblich, findet aber gelegentlich noch in der Gestalt eines special prosecutor oder independent counsel Verwendung.
[Bearbeiten] Vereinigte Staaten
Auf Bundesebene ist der Attorney General Mitglied des Kabinetts und steht dem Justizministerium vor. Er wird vom Präsidenten mit Zustimmung des Senats ernannt. Im Rahmen seiner Tätigkeit übt er die Kontrolle über die Strafverfolgungsbehörden des Bundes aus und vertritt die Vereinigten Staaten formell vor Gericht. Die tatsächliche Vertretung wird in Gerichtsverhandlungen aber in den meisten Fällen vom Solicitor General ausgeübt.
Das Amt des Attorney General existiert auch in den Bundesstaaten und beinhaltet ähnliche Verantwortungsbereiche wie das Pendant auf der Bundesebene. In den meisten Bundesstaaten wird der Attorney General vom Volk direkt gewählt.

