BAC Strikemaster

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BAC 167 Strikemaster
BAC 167 Strikemaster Mk88 Bundaberg Vabre-2.jpg
BAC 167 Strikemaster
Typ: Schulflugzeug
Entwurfsland: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Hersteller: British Aircraft Corporation
Produktionszeit: 1967 bis 1984
Stückzahl: 146

Die BAC 167 Strikemaster ist ein strahlgetriebenes Flugzeug, das zur Schulung und für Bodenangriffe vorgesehen ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte der BAC Strikemaster beginnt Anfang der 1950er Jahre, als die Royal Air Force (RAF) ein neues Schulflugzeug suchte, welches die älteren Typen aus der Kriegszeit ersetzen sollte.

Die Firma Percival Aircraft konstruierte einen robusten Tiefdecker mit festem Fahrwerk und, damals noch selten, nebeneinander liegenden Sitzen für Lehrer und Schüler. So wurde ein Problem der älteren Typen wie der T-6 Texan/Havard gelöst: Die schlechte Sicht des Fluglehrers nach vorn. Angetrieben wurde das Flugzeug durch einen 550 PS/410 kW Alvis Leonides 126 Sternmotor. Der Prototyp flog am 23. Februar 1950 zum ersten Mal und das Flugzeug wurde als Provost T.Mk. I von der RAF ab 1953, als Standardschulflugzeug in Dienst gestellt. Die Firma Percival wurde 1954 ein Teil der Hunting-Gruppe. Als die Produktion 1959 auslief, waren 491 Maschinen entstanden.

Nun war damals das Ausbildungssystem alles andere als logisch aufgebaut, denn der Flugschüler kam vom Propellerflugzeug sofort auf die Trainingsversion der de Havilland D.H.100 Vampire, einem ausgewachsenen aktuellen Kampfjet, wenn auch schon etwas in die Jahre gekommen. Bei Hunting reifte die Idee, ein Flugzeug zu bauen, welches die Leistungslücke zwischen Provost und Vampire schließt. Man nahm Flügel und Leitwerk der Provost und konstruierte den Rumpf so um, dass ein Strahltriebwerk (Armstrong Siddeley Viper) eingebaut werden konnte. Außerdem wurde ein einfahrbares Bugradfahrwerk eingebaut, das sehr kompakt sein konnte, da kein Propeller mehr große Bodenfreiheit verlangte,

In Dienst gestellt[Bearbeiten]

Die RAF bestellte im März 1953 zehn dieser Maschinen und das erste Flugzeug wurde am 16. Juni 1954 geflogen. Im Jahr 1955 wurde dieses Modell als Jet Provost T.Mk. I in Dienst gestellt. Dieses Muster erwarb sich bald einen guten Ruf wegen seiner Wirtschaftlichkeit und fast sprichwörtlichen Robustheit, welche den sowjetischen Konstruktionen in nichts nachstand. Im Laufe der Jahre wurden Flügelspitzentanks, stärkere Triebwerke, eine Druckkabine eingebaut und strukturelle Verstärkungen an den verschiedenen Versionen vorgenommen. Bei BAC, die Hunting-Gruppe war mittlerweile in diesem Konsortium aufgegangen, kam man auf den Einfall, die BAC 145, wie die Jet Provost nun bezeichnet wurde, zum Waffentrainer und für den Kriegsfall zum leichten Angriffsflugzeug auszubauen.

Ein Waffentraining war auch mit der Urversion stark eingeschränkt möglich. Das nun als BAC 167 bezeichnete Flugzeug hat zwei festeingebaute MGs und Unterflügelstationen für eine Gesamtlast von 1360 kg, wurde nun Strikemaster getauft und entspricht der RAF-Version Jet Provost T.Mk. V. Die Royal Air Force hat den Namen Strikemaster nie benutzt.

Export[Bearbeiten]

Dieser Typ wurde so für viele kleinere Luftwaffen die erste Wahl. Exportiert wurde das Flugzeug nach Ecuador, Kenia, Kuwait, Neuseeland, Oman, Singapur, Sudan und Saudi-Arabien. Die Flugzeuge von Oman haben nachweislich Kampfeinsätze geflogen und sich gut bewährt. Die RAF ersetzte die Jet Provost/Strikemaster Anfang der 1990er Jahre durch die BAe Hawk. Für Details zur Verwendung der Jet Provost/Strikemaster in der Royal New Zealand Air Force siehe Royal New Zealand Air Force.

Die Strikemaster ist immer noch im Einsatz und wird heute von der British Aerospace, worin BAC aufgegangen ist, betreut.

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Daten
Typ: zweisitziger leichter taktischer Jäger und Schulflugzeug
Länge: 10,27 m
Spannweite: 11,23 m
Höhe: 3,34 m
Leergewicht: 2.810 kg
Maximales Startgewicht: 5.216 kg
Triebwerk: Rolls-Royce Viper Mk 535 Strahltriebwerk mit 1547 kp Schub
Höchstgeschwindigkeit: 774 km/h
Dienstgipfelhöhe: 13.410 m
Einsatzradius: 233 km (mit voller Zuladung)

Quellen[Bearbeiten]

  • Daten sind dem Sammelwerk AERO entnommen, welches in den 1980ern bis 90ern erschien.

Weblinks[Bearbeiten]