Barbapapa

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Seriendaten
Deutscher Titel Barbapapa
Um die Welt mit Barbapapa
Originaltitel Les barbapapa
Barbapapa Sekai o Mawaru
Produktionsland Frankreich, Japan
Originalsprache Französisch
Jahr 1974-1999
Länge 5 Minuten
Episoden 150 in 3 Staffeln
Genre Trickfilm
Produktion Askania Media Filmproduktion GmbH
Musik Henk van der Velde
Erstausstrahlung 5. November 1974[1] auf Das Erste

Barbapapa ist die Bezeichnung einer Reihe von Kinderbuch- und Zeichentrick-Figuren, die Ende der 1960er-Jahre in Paris von der französischen Architekturstudentin Annette Tison (1942–2010) und dem amerikanischen Biologielehrer Talus Taylor (1932–2015) entwickelt wurden.

Der Name leitet sich vom französischen Wort für Zuckerwatte (barbe à papa ‚Papas Bart‘) ab.

Inhalt und Figuren[Bearbeiten]

Die Barbapapas sind eine Familie von jeweils einfarbigen Fantasiefiguren. Im Normalzustand sind sie etwa birnenförmig, sie können jedoch ihre Form knetmassenähnlich verändern und so zum Beispiel als Schubkarre oder Brücke dienen und dadurch anderen helfen. Beim Formwandeln können sie sich auch in Tiere verwandeln. Sie sind sehr freundliche und fröhliche Wesen und kommen gut mit Menschen und Tieren aus. Der Verwandlungsspruch jedes Barbapapa ist im Original « Hup Hup Hup, Barbatruc » (in der deutschen Synchronisation „Ra-Ru-Rick, Barbatrick“). Der Spruch wurde teilweise auch in anderen Synchronfassungen abgewandelt. So heißt er in englischer Sprache Clickety Click—Barba Trick oder Italienisch «Resta di stucco, è un barbatrucco».[2]

Die Familie besteht aus den Eltern und sieben Kindern:

  • Barbapapa: rosa, Vater
  • Barbamama: schwarz, Mutter

Mädchen:

  • Barbabella: lila, schön
  • Barbaletta: orange, belesen (wird später auf der Website zu Barbasophie)
  • Barbalala: grün, musikalisch

Jungen:

  • Barbarix: blau, Wissenschaftler, kreativ (wird später auf der Website zu Barbahelle)
  • Barbawum: rot, sportlich, spielt Detektiv und besitzt den Hund Lolita (wird später auf der Website zu Barbabravo)
  • Barbabo: schwarz und behaart, Künstler
  • Barbakus: gelb, Tier- und Naturfreund (wird später auf der Website zu Barbazoo)

Entstehung[Bearbeiten]

Die Idee für Barbapapa entstand bei einer zufälligen Begebenheit am 19. Mai 1970 im Pariser Jardin du Luxembourg. Bei einem Parkspaziergang mit Annette Tison hörte Talus Taylor ein Kind seine Eltern nach etwas wie „Baa baa baa baa“ fragen. Kein Französisch verstehend, fragte er Tison, was die Worte bedeuten. Sie erklärte, dass das Kind « barbe à papa » ‚Zuckerwatte‘ haben möchte. Später begann das Paar in einem Restaurant auf der Tischdecke eine von Zuckerwatte inspirierte rosafarbene runde Figur zu zeichnen. Als Namen verwendeten sie „Barbapapa“.[3]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten]

Das erste Barbapapa-Buch wurde 1970 veröffentlicht. Die deutsche Erstausgabe erschien 1979 im Stalling Verlag Hamburg. Mittlerweile sind die Barbapapa-Bücher in über 30 Sprachen übersetzt worden. In einer deutschen Neuauflage erschienen im schweizerischen Atlantis-Verlag in Zürich folgende Bände:

Titel Neuauflage
Datum ISBN
Barbapapas Reise Februar 2006 ISBN 3-7152-0534-2
Barbapapa Februar 2007 ISBN 3-7152-0533-4
Barbapapa rettet die Tiere August 2007 ISBN 3-7152-0540-7
Die Barbapapa Schule August 2007 ISBN 3-7152-0541-5
Barbapapa im Winter August 2007 ISBN 3-7152-0542-3
Ein Haus für Barbapapa August 2007 ISBN 3-7152-0539-3
Barbapapa und der Baum Februar 2008 ISBN 3-7152-0548-2
Barbapapa auf dem Mars Februar 2008 ISBN 3-7152-0547-4
Die Barbapapas spielen Theater Februar 2008 ISBN 3-7152-0549-0
Ferien mit Barbapapa Februar 2008 ISBN 3-7152-0546-6
Die Barbapapas als Handwerker März 2009 ISBN 3-7152-0585-7

Zeichentrickserien[Bearbeiten]

Ausgehend von den Comics wurde 1973 eine französisch-japanische Zeichentrickserie mit 45 Folgen à fünf Minuten produziert. Die deutsche Erstausstrahlung der ersten Folge war am 5. November 1974. Sämtliche Charaktere wurden von dem Synchronsprecher und -regisseur Peter Kirchberger gesprochen. Diese erste Serie ist unter dem Titel Barbapapa Classics und Barbapapa Classics 2 auf DVD erschienen. In etlichen der Folgen werden gesellschaftskritische Themen wie Umweltverschmutzung, Flächenverbrauch, Verkehr, Walfang etc. behandelt.

1977 wurden weitere 55 Folgen à fünf Minuten produziert, die aber erst 2010 in einer deutschen Version auf zwei DVDs unter dem Titel Barbapapa Classics 3 und Barbapapa Classics 4 erschienen. Sprecher aller Figuren ist wieder Peter Kirchberger.

Zum 25-jährigen Jubiläum der Fernsehserie entstand im Jahr 1999 die neue Serie Barbapapa Sekai o Mawaru (バーバパパ世界をまわる, Bābapapa sekai o mawaru) mit 50 Folgen à fünf Minuten als rein japanische Anime-Serie von Studio Pierrot, wiederum nach Originalentwürfen und Drehbüchern von Tison und Taylor. Unter dem Titel Um die Welt mit Barbapapa erschien diese vollständig auf DVD. Im Unterschied zur Serie von 1974 werden die verschiedenen Charaktere jetzt von unterschiedlichen Sprechern gesprochen. Auch der Spruch „Ra-Ru-Rick Barbatrick“ fehlt vor den Verwandlungen.

Universum Film veröffentlichte am 14. September 2012 eine Barbapapa-Komplettbox, in der alle 150 Folgen in deutscher Sprache auf sechs DVDs enthalten sind.

Videospiele[Bearbeiten]

2001 veröffentlichte die Firma Sunsoft in Japan ein Barbapapa-Spiel für die Playstation.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Barbapapa Sendedaten Deutschland in der Internet Movie Database (englisch), abgerufen am 19. Mai 2015.
  2. 45 Jahre Barbapapa: Was heißt der Name? noz.de vom 18. Mai 2015.
  3. Olivier Delcroix: Les Barbapapa pleurent la mort de l'un de leurs créateurs. In: Le Figaro, 2. März 2015

Weblinks[Bearbeiten]