be Berlin

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be Berlin (deutsch sei Berlin) ist die Hauptstadt-Kampagne der Stadt Berlin, die vom Berliner Senat am 11. März 2008 ins Leben gerufen wurde, um die unterschiedlichen Facetten Berlins regional, national und international bekannt zu machen.[1] Unter Führung der Senatskanzlei (Berlin) wurde die Imagekampagne vom Hauptstadt-Marketing der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH sowie diversen anderen Akteuren der Stadt entwickelt.[2] Sie ist im Hauptstadt-Marketing unter der Leitung von Christine Carboni eingebettet und wird von der Bereichsleiterin, Sarah Tietze-Kamya, und ihrem Team umgesetzt.

In unterschiedlichen Bereichen wie Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, moderne Industrie oder auch Sport und Soziales wurden gemeinsam mit wichtigen, strategischen Partnern Kampagnenprojekte entwickelt und umgesetzt.[3] Die ersten zwei Jahre sollen die Stadt 10 Millionen Euro gekostet haben.[4] Ergänzt werden soll diese Summe durch private Mittel. 2010 wurde außerdem die Kampagne Ich bin ein Berliner gestartet, welche den Industriestandort Berlin fördern soll.[5]

Ziel ist es, Berlin als besondere Stadt zum Leben und Arbeiten zu positionieren. Mit den verschiedenen Kampagnen wird dies möglich gemacht und eine emotionale Berlin-Verbundenheit erzeugt.[6] Zielgruppen der Kampagne sind BerlinerInnen, Berlin-BesucherInnen, internationale Investoren, Berliner Unternehmen, Wissenschaftseinrichtungen sowie Talente.[7]

Verlauf[Bearbeiten]

Das Motto „be crazy, be curious, be berlin“ während des Festival of Lights auf das Brandenburger Tor projiziert

Seit 2008 unterstützen diverse Kampagnenprojekte die Beliebtheit Berlins. Im ersten Jahr ihres Bestehens sprach die Kampagne vor allem Berlinerinnen und Berliner an. Zum Start wurden insgesamt 1.358.205 Postwurfsendungen an alle Berliner Haushalte versandt, um über die Kampagne zu informieren. 2009 wurde be Berlin international – mit dem Slogan the place to be. Hiermit wird die internationale Wahrnehmung Berlins gestärkt, ein wichtiges Ziel der Imagekampagne. Bisher war Sie in 50 verschiedenen Ländern präsent, um für Berlin zu werben.[8] Die unterschiedlichen Facetten Berlins wie Wirtschaft, Technologie, Kultur, moderne Industrie, Familie und Talente werden in der Kampagne systematisch herausgestellt und werben im Rahmen der Dachkampagne Stadt der Chancen für die Standortvorteile Berlins.

Ein weiteres strategisches Projekt ist die Industriekampagne, welche gemeinsam mit 13 wichtigen Industrieakteuren Berlins den Industriestandort Berlin fördert.[9]

2014 wird ein wichtiger Fokus auf das Thema „25 Jahre Mauerfall“ gelegt, die Kampagne wird dieses mit intensiven Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen begleiten.

Studien und Analysen[Bearbeiten]

Wie eine von der Hauptstadtkampagne Anfang 2011 in Auftrag gegebene Imagemessung von TNS Infratest bestätigt, wird die Spreemetropole heute als attraktive Stadt zum Leben und Arbeiten viel stärker wahrgenommen als noch 2007. Die Affinität zu Berlin, so die Marktforscher, sei außerdem international „in allen angefragten Märkten deutlich gestiegen“.

Berlin wird heute weltweit viel positiver gesehen als noch vor ein paar Jahren. Vor allem Inhalte, die die Hauptstadtkampagne be Berlin in den vergangenen Jahren transportiert hat, sind in der Wahrnehmung internationaler Entscheider stärker in den Vordergrund getreten – sei es Berlin als spannender Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, als zukunftsorientierte Industrieregion, als Kreativmetropole von Weltruf oder ganz einfach als the place to be.

Zahlreiche weitere Studien und Analysen bestätigen diesen positiven Trend. So auch der „European Cities Monitor 2012“ von Cushman & Wakefield. Im aktuellen Ranking des globalen Immobilien-Dienstleisters schaffte die Hauptstadt den Sprung auf Platz fünf der beliebtesten europäischen Wirtschaftsstandorte. Die Markt-Experten werteten den „überzeugenden Auftritt Berlins in Sachen Wirtschaftsförderung“ als einen der maßgeblichen Faktoren dafür, dass Berlin bei Führungskräften immer begehrter wird.

Kritik[Bearbeiten]

Beim Wettbewerb eingereichtes, nicht berücksichtigtes Logo

Die Kampagne wird nach einer Umfrage der Forsa im März 2008 von den Berlinern nicht angenommen, da sie mit dem Motto „be Berlin“ wenig verbinden.[10]

Klaus Wowereit wurde unter anderem aufgrund des Werbespruchs der Kampagne der Negativpreis Sprachpanscher des Jahres zuteil.

Gegen die Vergabe des Auftrages an die Fuenfwerken Design wurde Klage von verschiedenen Agenturen vor dem Berliner Landgericht eingereicht. Nach deren Angaben bestehen bei zumindest einem Juror Verbindungen zur ausgewählten Firma.[11][12]

Auch Plagiatsvorwürfe wurden gegen die Kampagne mehrfach geäußert, da einige Agenturen ähnliche Logos eingereicht hatten, die nicht berücksichtigt wurden, dem endgültigen Logo aber sehr ähnlich waren.[13][14]

Der Bund der Steuerzahler kritisierte in seinem Schwarzbuch 2008 die seiner Meinung nach unnötige Kampagne als Verschwendung von Steuergeldern.

Partner der Kampagne[Bearbeiten]

Partner der Industriekampagne[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Sodar (Hrsg.): be Berlin – Gesichter einer Hauptstadt. Berlin-Partner, Berlin 2008, ISBN 978-3-00-026092-6.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1] (abgerufen 26. Februar 2014)
  2. Wowereit startete Markenkampagne (abgerufen 26. Februar 2014)
  3. Berlin – eine Stadt mit Profil (abgerufen 26. Februar 2014)
  4. Bestätigung Werbe-Slogan (abgerufen 10. Dezember 2009)
  5. Sei Berlin: Ich bin ein Berliner. Abgerufen 21. März 2011
  6. Berlin – eine Stadt mit Profil (abgerufen 26. Februar 2014)
  7. Marketing Kampagnen (abgerufen 26. Februar 2014)
  8. http://www.sei.berlin.de/kampagne
  9. http://berlindustrie.de/
  10. Die Berliner mögen „be Berlin“ nicht. In: Berliner Zeitung, 2. April 2008
  11. Artikel zur Prüfung des Vergabeverfahrens
  12. Artikel zur Einreichung der Klage
  13. Vermuteter Ideenraub (abgerufen 10. Dezember 2009)
  14. Plagiatsvorwürfe des Slogans (abgerufen 10. Dezember 2009)