Beatrice Isabel de Borbón y Battenberg

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Infanta Beatriz Isabel von Spanien
Infanta Beatriz Isabel von Spanien

Beatriz Isabel de Borbón y Battenberg, vollständiger Name Beatriz Isabel Federica Alfonsa Eugenia Christina Maria Teresa Bienvenida Ladisláa de Borbón y Battenberg (* 22. Juni 1909 im Palacio Real La Granja de San Ildefonso in Madrid; † 22. November 2002 in Rom) war Infantin von Spanien und Tante des spanischen Königs Juan Carlos I.

Leben[Bearbeiten]

Kindheit[Bearbeiten]

Beatriz Isabel war die älteste Tochter des spanischen Königs Alfons XIII. (1886–1941) und seiner Frau Victoria Eugénie von Battenberg (1887–1969), Tochter von Heinrich Moritz von Battenberg und Beatrice von Großbritannien und Irland. Ihre Großeltern väterlicherseits waren König Alfons XII. und seine zweite Frau Maria Christina von Österreich. Ihre Namen Beatriz erhielt sie zu Ehren der Großmutter mütterlicherseits und Isabel nach Prinzessin Isabella von Spanien.

Infanta Beatriz Isabel als kleines Mädchen
Infanta Beatriz Isabel als kleines Mädchen

Sie und ihre zwei Jahre jüngere Schwester Maria Christina wurden von einem englischen Kindermädchen erzogen. Beatriz Isabel lernte neben ihrer Muttersprache Spanisch, auch Englisch und Französisch. Außerdem erhielt sie Unterricht in Geschichte, Religion, Klavier spielen, Tanzen und Reiten. Ihre Eltern achteten sehr darauf, dass die Kinder viel in der Natur waren und Sport trieben. Beatriz Isabel spielte gerne Tennis und galt als herausragende Schwimmerin.

Zusammen mit ihrer Schwester reiste sie oft nach England, um ihre Familie, besonders Prinzessin Beatrice im Kensington Palace zu besuchen.

Erwachsenenalter und Leben im Exil[Bearbeiten]

Sie hatte eine Liaison mit ihrem Cousin (zweiten Grades) Alvaro d'Orleans-Bourbon (1910–1997), dem ältesten Sohn von Beatrice von Sachsen-Coburg und Gotha. Eine Ehe kam jedoch nicht zustande, da beide Überträger der Erbkrankheit, Hämophilie (Bluterkrankheit) waren. Die Trennung erfolgte 1931. Am 14. April 1931 wurde in Spanien die Republik ausgerufen und ihr Vater, König Alfons XIII., ging noch am selben Tag ohne formelle Abdankung ins Exil. Die königliche Familie ging zuerst nach Paris und kurz darauf nach Fontainebleau. Die Ehe ihrer Eltern galt als unglücklich. Ihr Vater hatte verschiedene Affären und auch mehrere außereheliche Kinder. Ab 1933 lebten die Eltern getrennt und Alfons zog mit seinen Töchtern, Beatriz Isabel und Maria Christina, nach Rom.

Familienwappen des spanischen Königshaus Borbón

Familiengründung[Bearbeiten]

Am 14. Januar 1935 heiratete Beatriz Isabel in Rom Don Alessandro Torlonia, 5. Principe di Civitella-Cesi (1911–1986), Sohn des Bankiers Fürst Marino Torlonia und seiner amerikanischen Frau Mary Elsie Moore. Nach der kirchlichen Zeremonie wurde das Brautpaar von Papst Pius XI. empfangen. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor:

  • Sandra Vittoria (* 1936) ∞ 1958 Graf Clemente Lequito di Assab (1925–1971)
  • Marco Alfonso (* 1937 - † 2014)
∞ 1960 Orsetta Caracciolo di Castegneto (1940–1968)
∞ 1968–1975 Philippa Catherine McDonald (* 1942)
∞ 1985 Blažena Anna Helena Svitáková (* 1940)
  • Marino Riccardo Franceso Maria Giuseppe (* 1939 - † 1995)
  • Olimpia Emanuela Enrichetta Maria (* 1943) ∞ 1965 Paul-Annik Weiller (* 1933)

Ihr Mann, Alessandro Torlonia, war ein Großonkel der US-amerikanischen Film- und Fernsehschauspielerin Brooke Shields.

Am 22. November 2002 verstarb Beatriz Isabel im hohen Alter von 93 Jahren im Palazzo Núñez-Torlonia in Rom. Sie war das letzte lebende Kind von König Alfons XIII. und Königin Victoria Eugénie.

Literatur[Bearbeiten]

  • Arnold McNaughton: The Book of Kings: A Royal Genealogy, London (1973)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Infanta Beatriz of Spain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien