Berthold Maria Schenk Graf von Stauffenberg

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Dieser Artikel behandelt den Sohn von Claus Schenk Graf von Stauffenberg; dessen Bruder findet sich unter Berthold Schenk Graf von Stauffenberg.
Berthold Maria Schenk Graf von Stauffenberg (1993)

Berthold Maria Schenk Graf von Stauffenberg (* 3. Juli 1934 in Bamberg) ist Generalmajor a. D. der Bundeswehr und das älteste der insgesamt fünf Kinder von Claus Schenk Graf von Stauffenberg und Nina Freiin von Lerchenfeld.

Leben[Bearbeiten]

Als Zehnjähriger wurde Berthold Maria mitsamt seinen drei Geschwistern nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler in Sippenhaft genommen, von der schwangeren Mutter getrennt und ins Kinderheim Bad Sachsa verschleppt.

Nach dem Krieg legte er im Internat Salem das Abitur ab. Vor der Gründung der Bundeswehr absolvierte er ein Maschinenbaupraktikum, einen Handelskurs und drei Semester Jura.[1] Nach 38 Dienstjahren war er ältester Soldat der Bundeswehr und Befehlshaber des Territorialkommandos Süd, bevor er 1994 pensioniert wurde. Unter anderem war er von 1972 bis 1974 Kommandeur des Panzeraufklärungslehrbataillons 11 in Munster, welches in der Freiherr-von-Boeselager-Kaserne untergebracht war. Von 1982 bis 1986 war er zudem Kommandeur der Heimatschutzbrigade 55 in Böblingen.

Seit 1964 lebt er zusammen mit seiner Frau Mechthild Gräfin von Bentzel-Sturmfeder-Horneck (* 27. Januar 1938 in Bamberg), die er 1958 heiratete, in Oppenweiler nördlich von Stuttgart. Das Paar hat drei Söhne.

Im Juni 2007 verlangte er von Tom Cruise, auf die Rolle Claus Schenk Graf von Stauffenbergs in Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat zu verzichten. Ihm widerstrebte es, dass ein Scientologe seinen Vater spielte.[2]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Auf einmal ein Verräterkind, Wallstein-Verlag, Göttingen 2012 (Stuttgarter Stauffenberg-Gedächtnisvorlesung, 2011), ISBN 978-3-8353-1106-0.

Literatur[Bearbeiten]

  • Berthold Schenk Graf von Stauffenberg: Ein Kind als „Volksfeind“. In: Thomas Vogel (Hrsg.): Aufstand des Gewissens. Militärischer Widerstand gegen Hitler und das NS-Regime 1933–1945. 6. Auflage. Mittler, Hamburg u. a. 2001, ISBN 3-8132-0708-0, S. 287–295.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Berthold Schenk Graf von Stauffenberg am 23. Mai 2013 im Interview mit der Tagesspiegel-Redakteurin Ulrike Scheffer und der Fotografin Sabine Würich für das Buch "Operation Heimkehr". Bundeswehrsoldaten berichten über das Leben nach dem Auslandseinsatz. Geplanter Erscheinungstermin: Frühjahr 2014 im Ch. Links Verlag.
  2. Stauffenberg will Tom Cruise nicht als Darsteller seines Vaters Yahoo Nachrichten, 22. Juni 2007

Weblinks[Bearbeiten]