Bjørgvin-Klasse

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NorwegenNorwegen (Dienst- und Kriegsflagge) Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich (Seekriegsflagge)
Baudaten
Auftragsvergabe: 1912
Kiellegung: 1912
Stapellauf: 1914
Indienststellung: Beschlagnahmung[1]
Technische Daten
Wasserverdrängung: 4.900 ts
Länge: 308 ft 5 in (94 m)
Breite: 55 ft 1 in (16,8 m)
Tiefgang: 17 ft 9 in (5,4 m)
Bewaffnung: 2 x 24 cm (9.45 inch) Geschütze
4 x 15 cm (5.90 inch) Geschütze
6 x 10 cm (3.94 inch) Geschütze
2 x 45 cm Unterwassertorpedorohre
Leistung: 4.000 PSi (2.982,8 Kw)
Geschwindigkeit: 15 kn (27,8 km/h)
Besatzung: 305

Die Bjørgvin-Klasse war eine Klasse von zwei Küstenpanzerschiffen, der Bjørgvin und der Nidaros, die die norwegischen Marine 1912 in Großbritannien bei Armstrong-Whitworth bestellte, um ihre alten Küstenpanzerschiffe Harald Haarfagre und Tordenskjold zu ersetzen.

HMS Glatton, ex Bjørgvin

Bau und Übernahme[Bearbeiten]

Die beiden Schiffe liefen 1914 von Stapel. Sie befanden sich bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs noch in der Endausrüstung. Auf Befehl Winston Churchills wurden sie beschlagnahmt bzw. zwangsgekauft und im Auftrag der Royal Navy fertiggestellt; sie waren zur Beschießung des vom deutschen Heer besetzten Belgien vorgesehen. Norwegen erhielt den bereits angezahlten Kaufpreis zurück. Nach ihrer Übernahme in die Royal Navy wurde die beiden Schiffe umbenannt in HMS Glatton (ex Bjørgvin) und HMS Gorgon (ex Nidaros). Damit wurde auch die Klasse in Glatton-Klasse umbenannt.

Einsatzgeschichte[Bearbeiten]

Nach langen Verzögerungen und Unterbrechungen beim Um- und Weiterbau war die Gorgon schließlich im Juni 1918 einsatzbereit. Zwischen Juli und Oktober 1918 beschoss sie mehrfach deutsche Küstenbatterien in Belgien, versah ansonsten Wachdienst im Ärmelkanal. Sie wurde am 31. August 1919 ausgemustert und in die Reserveflotte überstellt. Nach vergeblichen Versuchen, sie zu verkaufen, wurde sie 1922 abgerüstet, bis 1928 als Zielschiff verwendet und dann im August 1928 zum Verschrotten verkauft und abgebrochen.

Die Glatton wurde erst im September 1918 einsatzbereit, musste jedoch schon am 16. September nach einer Munitionsexplosion an Bord, die auf das nur 150 m entfernt im Hafen von Dover liegende Munitionsschiff Gransha überzuspringen drohte, auf Befehl von Vizeadmiral Roger Keyes durch Torpedobeschuss selbstversenkt werden.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Keine Indienststellung bei der norwegischen Marine, sondern zu Beginn des Ersten Weltkriegs durch die Royal Navy beschlagnahmt und 1918 als HMS Glatton und HMS Gorgon in Dienst gestellt.