Blekko

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Blekko
Logo
www.blekko.com
Beschreibung Internet-Suchmaschine
Registrierung nicht erforderlich
Sprachen Englisch
Eigentümer Blekko Inc.
Erschienen 1. November 2010
Status online

Blekko (eigene Schreibweise blekko) ist eine Suchmaschine, die am 1. November 2010 den offiziellen Betrieb aufgenommen hat. Blekko wird vom US-Unternehmen Blekko Inc. betrieben.[1][2] Ins Leben gerufen wurde das Unternehmen im Jahr 2007 unter anderem von Rich Skrenta, dem Gründer des Open Directory Projects.[3][4]

Konzept[Bearbeiten]

Blekko unterscheidet sich von den meisten Suchmaschinen dadurch, dass bei der Erstellung der Ergebnisse die Anwender stark mit einbezogen werden.[5] Nutzer des Dienstes sollen die Datenbasis verbessern, indem sie die Suchergebnisse kategorisieren, kommentieren und Filter erstellen. Die Filterung der Suchergebnisse geschieht dabei mittels sogenannten Slashtags.[6] Slashtags werden an Suchanfragen angehängt, um Suchergebnisse auf Webseiten zu einem Thema wie beispielsweise Gesundheit, Geld oder Autos zu beschränken.[7]

Im Gegensatz zu anderen Suchmaschinen hat Blekko seinen Algorithmus, d.h. die Sortierung der Suchergebnisse, offengelegt.[8]

Apps[Bearbeiten]

Im Januar 2013 hat Blekko unter der Bezeichnung Izik eine Anwendung für Tablets vorgestellt, die mit dem Betriebssystem Apple iOS oder Android laufen. Im Vergleich zur Suchmaschine Blekko selbst, die sich primär den Anwender in die Suche einbezieht, differenziert sich Izik über die grafische Aufbereitung der Ergebnisse. Anstelle einer klassischen (vorwiegend textbasierten) Liste mit Webseiten generiert die Software für jede Anfrage eine Art Magazin, dessen Darstellung sich an Diensten wie Flipboard oder Google Currents orientiert. Die App unterstützt Gesten mit mehreren Fingern.[9]

Kritik[Bearbeiten]

Ein Kritikpunkt ist, dass der Schwerpunkt derzeit auf englischsprachigen Webseiten und Filtern liegt.[10] Außerdem sind im Verhältnis zu Google, Yahoo oder bing lediglich drei Milliarden Webseiten indexiert.[11] Seitens Blekko wird dies damit begründet, die Web-Suche aufräumen und den Spam herausfiltern zu wollen.[12] Zudem birgt die Einbeziehung der Nutzer die Gefahr der unpassenden Verknüpfung von Kommentaren und Kategorisierungen und damit der Manipulation der Suchergebnisse. Beispielsweise kann so George W. Bush mit der Kategorie miserable Failure verbunden werden – ähnlich wie es bei der Google-Bombe der Fall ist.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Amir Efrati: Start-Up Aims at Google. In: Wall Street Journal. 31. Oktober 2010, abgerufen am 8. Januar 2013.
  2. Michael Arrington: Shhh. Blekko Is Still In The Oven. Do Not Disturb. In: TechCrunch. Hrsg.: The Washington Post, 30. Mai 2009, abgerufen am 8. Januar 2013.
  3. Claire Cain Miller: A New Search Engine, Where Less Is More. In: The New York Times. 31. Oktober 2010, abgerufen am 8. Januar 2013.
  4. Stealth Search Engine Blekko Gets Money From Marc Andreessen, SoftTech. In: TechCrunch. Hrsg.: The Washington Post, 14. Mai 2008, abgerufen am 8. Januar 2013.
  5. a b Frank Patalong: Google-Herausforderer Blekko: Die Such-doch-mit-Maschine. In: Spiegel Online. 4. November 2010, abgerufen am 8. Januar 2013.
  6. Alternative search engine Blekko launches. In: Mashable. Hrsg.: CNN, 1. November 2010, abgerufen am 8. Januar 2013.
  7. Klaus Junginger: Q&A: Blekko execs explain their search engine strategy. In: Computerworld. 7. November 2010, abgerufen am 8. Januar 2013.
  8. Manfred Kloiber, Marcus Schuler: Mit Ideen gegen Google. In: DeutschlandRadio. 7. August 2010, abgerufen am 8. Januar 2013.
  9. Falk Hedemann: Google-Alternative: Izik will Tablets erobern. In: t3n Magazin. 7. Januar 2013, abgerufen am 8. Januar 2013.
  10. Thomas Jüngling: Nutzer entscheiden über Suchergebnisse. In: Die Welt. 7. November 2010, abgerufen am 8. Januar 2013.
  11. Suchmaschine trennt die Spreu vom Weizen. In: derStandard. 4. November 2010, abgerufen am 8. Januar 2013.
  12. Suchmaschine als Spamfilter. In: taz. 3. November 2010, abgerufen am 8. Januar 2013.