Bob Ross (Maler)

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Robert Norman „Bob“ Ross (* 29. Oktober 1942 in Daytona Beach, Florida; † 4. Juli 1995 in New Smyrna Beach, Florida) war ein US-amerikanischer Maler und Fernsehmoderator.

Leben[Bearbeiten]

In der Hoffnung, die weite Welt zu sehen, verpflichtete sich Ross im Alter von 17 Jahren für zwei Jahrzehnte für den Dienst bei der Air Force, den er 1981 beendete.[1]

Bob Ross starb 1995 im Alter von 52 Jahren an einem malignen Lymphom (Lymphdrüsenkrebs). Sein persönliches Markenzeichen war seine große Minipli-Frisur.

Maltechnik[Bearbeiten]

Ausgehend von Do-it-yourself-Methoden, wie der von Bill Alexander, entwickelte Ross seine eigene Technik, eine besondere Nass-in-Nass-Malerei, mit der er unter Verwendung weniger Farben und Hilfsmittel Landschaftsbilder herstellte.

1981 ging Ross mit dieser neuen Technik auf Tournee durch die USA, ehe er sie ab 1983 auch in seiner eigenen Fernsehsendung The Joy of Painting präsentierte. Durch diese Sendung gelangte er zu weltweiter Bekanntheit, und verhalf der Nass-in-Nass-Methode zu mehr Verbreitung.[2] Seitdem werden über eine eigene Firma (Bob Ross Inc.) unter anderem Lehrbücher und -videos sowie Bob-Ross-Malsets verkauft. Wer diese Maltechnik für Landschaften offiziell unterrichten möchte, muss sich zum CRI (Certified Ross Instructor) ausbilden lassen. Daneben gibt es noch Zertifikate für Blumenmalerei (CRFI), Wildtiere (CRWI) und Porträts (CRPI). Letztere sind aber Weiterentwicklungen von Techniken anderer Personen. Die Technik der Blumenmalerei geht beispielsweise auf Annette Kowalski zurück, eine Wegbegleiterin von Bob Ross, die mittlerweile die Bob Ross Inc. führt.

The Joy of Painting[Bearbeiten]

The Joy of Painting ist ein von Bob Ross moderierter Fernseh-Malkurs in 403 Teilen (31 Staffeln à 13 Folgen mit je 27 Minuten Sendezeit). Die Sendungen wurden zwischen 1983 und 1994 produziert. Die Folgen, in denen Ross immer auf dieselbe Weise seine Maltechnik präsentiert, haben Namen wie New Day’s Dawn oder Quiet Mountain Lake. Dabei versucht er möglichst mit ruhiger und sanfter Stimme die Zuschauer zu motivieren, selbst zum Pinsel zu greifen und ihre ganz persönliche Welt, in der alles erlaubt und nichts verkehrt sein könne, zu malen. In der Kommentierung der Arbeitsvorgänge benutzt er wiederkehrende Satzbausteine, wie etwa „We don’t make mistakes here, just happy little accidents“, wenn der Pinsel ausrutscht, sowie "Beat the devil out of it" beim Trockenschütteln eines Pinsels, oder "Everyone needs a friend" wenn ein einsamer Baum einen zweiten hinzugemalt bekommt. Weitere oft verwendete Sätze sind "a happy little cloud that lives right here" oder "god having a good day making alaska" sowie "what the heck" und "the good old two inch brush". In all seinen Sendungen wurden von Bob Ross insgesamt 381 Bilder gemalt. Auf 91% der Bilder ist mindestens ein Baum zu sehen.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikiquote: Bob Ross – Zitate (Englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. bobross.nl
  2. Malerei-Kult: Anti-Fernsehen mit Bob Ross auf spiegel.de, abgerufen am 23. November 2013.
  3. Wölkchen zählen mit Bob Ross; in Süddeutsche Zeitung vom 15. April 2014