Bodo Hell

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bodo Hell (* 15. März 1943 in Salzburg) ist ein österreichischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Hell studierte am Salzburger Mozarteum Orgel und in Wien an der Akademie für Musik und darstellende Kunst Film und Fernsehen, Philosophie, Germanistik und Geschichte, danach entschied er sich, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Bodo Hell lebt in Wien und seit über dreißig Jahren im Sommer am Dachstein, Steiermark, wo er 140 Rinder betreut.[1] Diese Zeit dient ihm nicht nur als Inspiration, sondern die harte Arbeit eines Senners lässt ihn die Bodenhaftung behalten. Er arbeitete unter anderem mit Friederike Mayröcker, die er als seine persönliche literarischen Leitfigur im Bereich der Prosa bewertet, Ernst Jandl, der für ihn ein richtungsweisender Lyriker ist, Liesl Ujvary, Bady Minck und mit Hil de Gard zusammen. Hell sieht sich selber als "faktenorientierter" Autor. Er recherchiert sorgfältig Fakten und bringt sie in einen Prosazusammenhang und versucht sie mit sehr differenzierten sprachlichen Methoden miteinander zu verweben. Hells Werke reichen seit den 70er Jahren von literarischen Publikationen bis zu experimenteller Prosa veröffentlicht als Bücher, Hörspiele, Text-Foto-Bände und Filme. Er verfasste Beiträge für Zeitungen wie "Die Presse" und "Falter" sowie für den ORF. 1997 übernahm er die Leitung eines Kurses im Rahmen der September-Akademie der "Schule für Dichtung".[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

Texte[Bearbeiten]

  • 1977: Dom Mischabel Hochjoch Drei Bergerzählungen. Nachw.: Friedrike Mayröcker. Linz: edition neue texte.
  • 1983: Stadtschrift 200 Fotos und Text: "Linie 13A". Linz: edition neue texte.
  • 1986: Larven Schemen Phantome Der Donner des Stillhaltens. Ill.: Friederike Mayröcker, Bodo Hell. Graz, Wien: Droschl.
  • 1987: 666. Erzählungen Fotos: Bodo Hell. Graz, Wien: Droschl.
  • 1989: Wie geht's? Erzählungen, Zeichnungen. Ill.: Hil de Gard. Graz, Wien: Droschl.
  • 1992: Die wirklichen Möglichkeiten Zwei Reden zum Erich Fried-Preis 1991. [Mit Ernst Jandl]. Graz, Wien: Droschl.
  • 1992: Gang durchs Dorf: Fingerzeig Fotografien zu "BIumenwerk". Friederike Mayröcker - Ländliches Journal / Deinzendorf. Hrsg.: Franz Krabberger. Weitra: Bibliothek der Provinz.
  • 1993: Frauenmantel Fotohistorischer Essay von Kurt Kaindl. Fotos: Karl Heinrich Waggerl. Text zur Fundgeschichte der Fotos: Elisabeth Kornhofer, Bildauswahl: Bodo Hell, Kurt Kaindl. Salzburg: Otto Müller,.
  • 1993: Gaußplatz 11 (Mit Lotte Ingrisch, Linde Waber). Wien: David-Presse.
  • 1993: In allen Strophen geläufig (Mit Martin Lachmair). Wien: o. V.
  • 1994: Mittendrin Erzählungen, Zeichnungen. Ill.: Hil de Gard. Graz, Wien: Droschl.
  • 1996: Herr im Schlaf Ein Griff ins emblematische Alltagstheater. Graz / Schwerin: Forum Stadtpark Theater / Mecklenburgisches Staatstheater.
  • 1999: Die Devise lautet Erzählung. Coverfoto: Didi Sattmann. Wien: Edition Splitter.
  • 2000: Augenklappe Text. Fotografie. (Fotografie: Otto Saxinger). Linz: Blattwerk.
  • 2003: Tracht: Pflicht Lese+Sprechtexte. Literaturverlag Droschl.
  • 2010: Nothelfer, Essay 60, Literaturverlag Droschl
  • 2011: Immergrün Sudarium/Calendarium, (mit Linda Wolfsgruber), Folio Verlag
  • 2013: Bodo Hell Omnibus, exemplarische Texte und Kommentare, Literaturverlag Droschl

Hörspiele[Bearbeiten]

  • 1974: Zwettl Gmünd Scheibbs (Mit Liesl Ujvary), ORF
  • 1978: Kopf an Kopf (Mit Liesl Ujvary), NDR
  • 1981: Akustisches Portrait (Mit Liesl Ujvary), SDR
  • 1980: Autorenmusik (Mit Liesl Ujvary, Regie: Günter Guben), SDR Stuttgart
  • 1989: Ziegenmelken (Regie: Bodo Hell) ORF

Filme[Bearbeiten]

  • 1981: Linie 13 A (Drehbuch: Bodo Hell)
  • 1990: 1 Häufchen Blume - 1 Häufchen Schuh (TV-Feature über Friederike Mayröcker, Regie: Carmen Tartarotti, Bodo Hell)
  • 1995: Im Bannkreis (Drehbuch: Bodo Hell)
  • 2001: Land ohne Eigenschaften (Dokumentation)
  • 2003: Im Anfang war der Blick (Drehbuch und Regie: Bady Minck)
  • 2013: Im Augenblick - Die Historie und das Offene (Dokumentation)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bodo Hell auf der Grafenbergalm auf meinbezirk.at, abgerufen am 27. Februar 2014.
  2. Bodo Hell auf dem Altenhof am Kamp auf altenhof.jimdo.com, abgerufen am 27. Februar 2014.
  3. Auszeichnungen auf literaturhaus.at, abgerufen am 27. Februar 2014.