Brøderbund

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Brøderbund
Broderbund Logo.jpg
Rechtsform Tochtergesellschaft von Houghton Mifflin Harcourt
Gründung 1980
Sitz Novato, Kalifornien, USA
Produkte Computer- und VideospieleVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.broderbund.com

Brøderbund (/ˈbruːdərbʌnd/)[1] ist ein US-amerikanisches Softwareunternehmen mit Sitz in Novato, Kalifornien, das Lernsoftware und Spiele herstellt.

Geschichte[Bearbeiten]

Es wurde 1980 von den Brüdern Doug und Gary Carlston gegründet und konnte mit dem Spiel Galactic Empire, das von Doug Carlston für den TRS-80 geschrieben wurde, gleich erfolgreich in den Markt einsteigen. Brøderbund wuchs und machte sich einen Namen mit Lernspielen und Spielprogrammen wie Choplifter, The Mask of the Sun, Lode Runner, Castles of Dr. Creep, The Ancient Art of War, Karateka, Wings of Fury, Stunts, Prince of Persia, The Last Express und Myst (welches lange Zeit das meistverkaufte Computerspiel war und erst von Die Sims abgelöst wurde). Auch ein Desktop-Publisher namens The Print Shop wurde ab 1984 veröffentlicht, die aktuelle Version ist von 2009.

1998 wurde Brøderbund von der Firma The Learning Company für ca. 420 Millionen US-Dollar übernommen, 1999 erwarb der Mattel-Konzern den Unternehmensverbund für den Betrag von 3,6 Milliarden US-Dollar. Mattel geriet nach dem Kauf finanziell ins Wanken, so dass Vorstandsmitglied Jill Barad (CEO) aufgrund des Drucks der erbosten Investoren und Teilhaber aus dem Unternehmen ausscheiden musste. Mattel stieß im September 2000 The Learning Company schließlich an die Gores Technology Group ab, mit dem Auftrag, The Learning Company zu verkaufen. 2001 verkaufte Gores die Unterhaltungssparte von The Learning Company an Ubisoft und die anderen Anteile - unter anderem den Namen Brøderbund - an die Firma Riverdeep.

Bis 2006 war Brøderbund der Markenname für Riverdeeps Grafikdesignsparte, für den Produktionsbereich und für den Vertrieb eigener Lernprogramme und Unterhaltungstitel - wie u. a. The Print Shop, Carmen Sandiego, Mavis Beacon - und den Vertrieb von Software anderer Hersteller. 2006 wurde Riverdeep von Houghton Mifflin Harcourt übernommen, seitdem ist Brøderbund eine Tochterfirma von MMH.[2]

2014 übergab Doug Carlston eine Sammlung von Brøderbund Geschäftsaufzeichnungen, Software und eine Spielsammlung an das "The Strong National Museum of Play", welche das Material dem ICHEG Museum zur Aufbewahrung weitergab.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Glenn Rifkin: Broderbund Casts Itself as a Studio. In: The New York Times. 11. September 1995, abgerufen am 22. April 2012 (englisch).
  2. Houghton Mifflin Riverdeep kauft US-Geschäft von Harcourt Education
  3. Dave Tach: Broderbund founder donates collection including Myst, Prince of Persia to Museum of Play (englisch) polygon.com. 4. März 2014. Abgerufen am 13. August 2014.