Afrikaner Broederbond

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Die Führung des Broederbond, 1918.
Hinten (v. l. n. r.): Daniel H. C. du Plessis , J. Combrink, H. le R. Jooste.
Sitzend: L. J. Erasmus, Henning J. Klopper, Ds W. Nicol, J. E. Reeler

Der Afrikaner Broederbond (kurz AB oder Broederbond) war eine nationalistisch geprägte Organisation der afrikaanssprachigen (im Gegensatz zur englischsprachigen) europäischstämmigen Bevölkerung in Südafrika, die man üblicherweise als Buren bezeichnet. Die kulturell, ökonomisch und politisch tätige Vereinigung wurde als Jong Suid-Afrika im Mai 1918 gegründet und bereits 1919 in Afrikaner Broederbond umbenannt. Zwischen 1921 und 1993 verhielt sich diese Organisation in ihrem Selbstverständnis als Geheimbund.

Er wurde in der Folge des Zweiten Burenkriegs mit dem Ziel gegründet, die von Großbritannien geschlagene burische weiße Bevölkerung zu sammeln und an die Macht zu bringen. Mit dem Wahlsieg im Jahr 1948 der Burenpartei, die Nasionale Party, wurde dieses Ziel politisch erreicht.

Der Broederbond war stets in sehr engem Verhältnis mit der Nasionale Party (engl. National Party) und anderen politischen Organisationen der Buren. Er war damit ein ideologisches Zentrum für die rassistischen Verhältnisse (Apartheid) in Südafrika. Im Jahr 1993 veränderte man die Ziele und öffnete sich für die Mitgliedschaft von Frauen sowie nichtburischen Bevölkerungskreisen. Im Zuge dieser Transformation benannte sich der Afrikaner Broederbond um und trägt seither den Namen Afrikanerbond.

Vorsitzende[Bearbeiten]

Rezeption[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. biographische Notiz