Breitenlohe (Burghaslach)

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49.71277777777810.607777777778346Koordinaten: 49° 42′ 46″ N, 10° 36′ 28″ O

Breitenlohe
Höhe: 343–357 m
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 96152
Vorwahl: 09552
Das ehemalige Wasserschloss von Breitenlohe

Das ehemalige Wasserschloss von Breitenlohe

Die Kirche von Breitenlohe

Breitenlohe ist ein Ortsteil von Burghaslach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Bayern. Er befindet sich südlich des Kernorts Burghaslach an der Straße nach Vestenbergsgreuth am Oberlauf der Kleinen Weisach. Es bestehen Busverbindungen nach Höchstadt, Burghaslach, Vestenbergsgreuth und Scheinfeld.

Schloss[Bearbeiten]

Berühmt ist das Wasserschloss, welches im Kern aus dem 15. Jahrhundert stammt, im 16. Jahrhundert aber ausgebaut wurde. Es handelt sich um ein Wasserschloss mit quadratischem Grundriss und einem rechteckigen Innenhof. Es verfügt über vier dreigeschossige Flügel und runde Ecktürme. Östlich, dem Schloss vorgelagert, finden sich mit einem Stallgebäude und einer Scheune aus dem 18. Jahrhundert dem Schloss zugeordnete Wirtschaftsgebäude. Im südwestlichen Turm befand sich ein Gefängnis.

Im Jahre 1340 wird die Wasserburg zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt ist sie in Besitz von Albrecht von Hohenlohe. Noch im 14. Jahrhundert folgen die Edlen von Vestenberg, welche die Wasserburg zu einem Schloss umbauen, das aber in den Bauernkriegen um 1525 zerstört wird. Kunz Christoph von Vestenberg lässt ab etwa 1569 aus den Überresten das heutige Schloss erbauen. 1592 verkauft der verschuldete Sigismund von Vestenberg das Schloss samt Gut an Lorenz von Münster zu Lisberg. Unter den Münster wird das Schloss teilweise barockisiert. 1783 werden Schloss und Flur an die Grafen von Castell verkauft. 1942 kauft es der Wasserwerksunternehmer Georg Jaeckel, von dem es die heutigen Besitzer, Familie Friedrich, geerbt haben; sie haben es in mehreren Bauabschnitten restauriert.

Sonstige Bau- und Bodendenkmale[Bearbeiten]

Als Baudenkmal ist erwähnenswert die katholische Kuratiekirche Exaltatio S. Crucis. Sie ist eine Chorturmkirche, welche im Wesentlichen aus dem 15. Jahrhundert stammt; das zugehörige Langhaus datiert allerdings auf 1595 mit seiner Ausstattung. Daneben findet sich unterhalb des evangelischen Friedhofs ein Bildstock von 1715. Bei Breitenloch findet sich als archäologische Stätte noch eine mittelalterliche Wüstung. Sehenswert ist auch die Dorflinde östlich des Pfarrhauses.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort ist traditionell landwirtschaftlich geprägt. 1933 lebten hier 145 Einwohner. Am 1. Januar 1972 wurde Breitenlohe nach Burghaslach eingemeindet.[1]

Soziales Leben[Bearbeiten]

Der Ortsteil verfügt über eine eigene Freiwillige Feuerwehr.

Westansicht Schloss Breitenlohe mit Schlosspark

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Natascha Meuser: Schloss Breitenlohe: Architektur und Baugeschichte, DOM publishers, Berlin 2014, ISBN 978-3-86922-361-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 565.