Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen

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Basisdaten
Gründungsdatum: 17. Dezember 1987
Gründungsort: Köln
Mitglieder: 67 Mitgliedsgruppen (Stand: Januar 2012)
Vorsitzende: Julia Buschhorn
Schatzmeister: Simon Kell
Stellvertreter: Sascha Lucas (Organisation)
Philipp Braun (Pressesprecher)
Diana Liebenau (Programmatik)
International Officer: Benedikt Bente
Website: www.liberale-hochschulgruppen.de

Der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen (LHG) ist ein deutscher politischer Studierendenverband, der der Freien Demokratischen Partei (FDP) nahesteht. Er hat nach eigenen Angaben bundesweit 67 Mitgliedsgruppen und zählt damit neben RCDS und Juso-Hochschulgruppen zu den drei größten Studierendenverbänden in Deutschland.

Auf europäischer Ebene ist der LHG Mitglied von LYMEC und Mitbegründer des European Liberal Students Network (ELSN) innerhalb von LYMEC. Für ehemalige Mitglieder der LHG-Gruppen, die ihr Studium beendet haben, besteht die Möglichkeit der Mitarbeit im Verband Liberaler Akademiker.

Struktur[Bearbeiten]

Wie die meisten Studentenverbände sind auch die Liberalen Hochschulgruppen formalrechtlich unabhängig von der „Mutterpartei“ organisiert, auch ist die Mitgliedschaft im Verband nicht an eine Parteimitgliedschaft gekoppelt.

Der Bundesverband besteht aus Ortsgruppen, die in ihrer Arbeit weitgehend autonom von Beschlüssen auf Bundes- und Landesverbandsebene agieren.

Daneben gibt es derzeit Landesverbände in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin-Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Diese haben jedoch keine gesonderte Stellung im Bundesverband, sind aber an dessen Satzung gebunden. Ein „Landesverband“ muss sich nicht auf ein einzelnes Bundesland beschränken, sondern kann auch die Gruppen mehrerer Bundesländer umfassen.

Der Bundesverband hat vor allem drei Aufgaben: Erstens schult er die Mitglieder der örtlichen Gruppen für ihre politische Tätigkeit und koordiniert deren Arbeit. Zweitens treibt er die hochschul- und wissenschaftspolitische Programmatik aus studentischer Sicht voran. Drittens versteht er sich als Lobbygruppe für studentische Interessen gegenüber der Politik, hier vornehmlich der Mutterpartei.

Organe des Bundesverbands sind der Bundesvorstand, die Bundesmitgliederversammlung und das Bundesschiedsgericht. Die Bundesmitgliederversammlung als höchstes beschlussfassendes Gremium tagt halbjährlich. Der Bundesvorstand wird jährlich neugewählt, in der Regel im Wintersemester.

Geschichte[Bearbeiten]

Liberale Hochschulgruppen mit explizitem Parteibezug gibt es in Deutschland seit der Weimarer Republik. Damals gespalten in den linksliberalen Reichsbund Deutscher Demokratischer Studenten und die nationalliberalen Hochschulgruppen der Deutschen Volkspartei, spielten sie seinerzeit aber nur eine geringe Rolle. 1950 wurde (in den Westzonen) der Liberale Studentenbund Deutschlands (LSD) gegründet, der sich jedoch im Zuge der Studentenbewegung 1968/69 von der FDP trennte und bald darauf zerfiel. Als faktische Nachfolger entstanden wiederum zwei Verbände, der eher linksorientierte Liberale Hochschulverband (LHV, später Radikaldemokratische Studentengruppen) sowie der Sozialliberale Hochschulverband (SLH), der 1968 als Deutsche Studenten Union gegründet wurde.

Nach dem Bruch der sozialliberalen Koalition 1982 trennten sich LHV und die FDP offiziell. 1987 gründeten rund 40 Hochschulgruppen von SLH, Liberaler Studenteninitiative (SLI), JuLi-Hochschulgruppen sowie einige unabhängige Gruppen den Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen. Damit gab es erstmals seit der Trennung des LSD von der FDP im Jahre 1969 wieder einen gemeinsamen bundesweiten Dachverband für alle liberalen Studierenden.

Vorsitzende des LHG[Bearbeiten]

  • Inka Goos (jetzt Richter) (17. Dezember 1987 bis 15. Januar 1989)
  • Peter Kuhlmeier (15. Januar 1989 bis 12. November 1989)
  • Lukas Werner (12. November 1989 bis 20. Januar 1991)
  • Beate Engelhardt (20. Januar 1991 bis 19. Januar 1992)
  • Christian Etzrodt (19. Januar 1992 bis 24. Oktober 1992)
  • Bernd-Alfred Bartels (24. Oktober 1992 bis 23. Januar 1994)
  • Knut Wuhler (23. Januar 1994 bis 5. Februar 1995)
  • Carl Sonnenschein (5. Februar 1995 bis 4. Februar 1996)
  • Gunnar Pietsch (4. Februar 1996 bis 9. Februar 1997)
  • Britta Paulekat (9. Februar 1997 bis 1. Februar 1998)
  • Sandra von Münster (1. Februar 1998 bis 6. Februar 2000)
  • Raoul Michael Koether (6. Februar 2000 bis 20. April 2002)
  • Marcel Luthe (20. April 2002 bis 24. Mai 2003)
  • Martin Hörig (25. Mai 2003 bis 17. Dezember 2005)
  • Götz Galuba (17. Dezember 2005 bis 20. Januar 2007)
  • Daniel George (20. Januar 2007 bis 30. Januar 2009)
  • Johannes Knewitz (30. Januar 2009 bis 21. Januar 2011)
  • Kristina Kämpfer (21. Januar 2011 bis 27. Januar 2012)
  • Josephine Victoria Dietzsch (27. Januar 2012 bis 26. Januar 2014)
  • Julia Buschhorn (seit 26. Januar 2014)

Weblinks[Bearbeiten]