Burg Grabštejn
| Hrad Grabštejn (Burg Grafenstein) | ||
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Burg Grabštejn |
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| Entstehungszeit: | Mitte 13. Jahrhundert | |
| Erhaltungszustand: | gut erhalten | |
| Ort: | Hrádek nad Nisou | |
| Geographische Lage | 50° 50′ 46,1″ N, 14° 52′ 34,3″ O50.84612514.876188888889309Koordinaten: 50° 50′ 46,1″ N, 14° 52′ 34,3″ O | |
| Höhe: | 309 m n.m. | |
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Hrad Grabštejn (deutsch Burg Grafenstein) und die gleichnamige Ortschaft Grabštejn befinden sich bei Hrádek nad Nisou im Liberecký kraj im Norden Tschechiens. Das Gemeindegebiet umfasst einen Flächenraum von 330 Hektar. In einer Urkunde des König Wladislaus von Böhmen vom 1. November 1514 ist ersichtlich, dass der Ort damals ein Städtchen war und den Namen "Greffenthal" führte. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort vermutlich 1645 zum größten Teil vernichtet und erreichte nicht mehr die alte Bedeutung.
Der älteste Teil der Burg mit dem Namen Ulsitz stammt aus dem 13. Jahrhundert. In den tiefgelegenen unterirdischen Räumen befindet sich ein Burgverlies, das gegenwärtig besichtigt werden kann. Als Erbauer werden die Herren aus dem Geschlecht der Burggrafen von Dohna vermutet, die auf der Burg bis 1562 herrschten. In der Zeit der Kriege der Hussiten und danach wurde die Burg viermal erobert, von den neuen Inhabern umgebaut und anschließend als Ausgangspunkt für weitere Kriegszüge in der Umgebung genutzt.
Der kaiserliche Rat Georg Mehl von Strehlitz (Jiří Mehl ze Střelic), verstorben 1589 in Prag, kaufte 1562 von den Brüdern Albrecht und Rudolf Burggrafen von Dohna (Donin) die Herrschaft Grafenstein im Bunzlauer Kreis in Böhmen um die Summe von 30.000 fl.rhein. und verkaufte diese später wieder um die gleiche Summe an N. Hofmann, Freiherr von Grünbühl und Strauchew (Prager Landtag vom Jahr 1576). (in: Die Wappen des böhmischen Adels. J. Siebmacher´s großes Wappenbuch, Band 30, Neustadt an der Aisch 1979, Mehl von Strelitz, Seite 240, Wappentafel 107)
Die Wohngebäude der Burg Grafenstein wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in ein Renaissanceschloss umgebaut, die Wehranlagen blieben erhalten. Im Dreißigjährigen Krieg, als Truppenverbände der Schweden die Burg eroberten, nutzten sie diese als Lazaret und Versorgungsbasis für weitere kriegerische Unternehmungen in der Umgebung.
1782 haben Angehörige des Geschlechts der Clam-Gallas, in Nordböhmen Besitzer der Grundherrschaften Friedland, Reichenberg, Grafenstein und Lämberg einen Teil des Schlosses Grafenstein umbauen lassen, die Inneneinrichtung erneuert und die Infrastruktur des Ortes Grafenstein verbessert. Weitere Restaurierungen erfolgten 1818 und nach dem Brand 1843. In der Schlosskirche St. Barbara ließ Christian Christoph Clam-Gallas das Altarbild "Maria im Grünen", vermutlich eine Kopie des Erstlingswerkes des Malers Joseph von Führich anbringen.
Nach dem Ersten Weltkrieg und der Aufrüstung der Wehrmacht des Deutschen Reiches nach 1933 lag die Burg Grabštejn im Verteidigungbereich Tschechoslowakischer Wall. Nach dem Zweiten Weltkrieg im Mai 1945 wurde die Burg konfisziert, Eigentum des Staates und begann zu verfallen. Einige Gebäude wurden von der Armee als Stützpunkt der Verteidigung, Kaserne und Hundezwinger genutzt.
Nach 1990 wurden die historischen Gebäude des Schlosses von der Armee freigegeben. Ihr Gesamtbild, auf einer hohen, bewaldeten Anhöhe eindrucksvoll gelegen, blieb bis heute erhalten. Zugänglich sind zahlreiche Sammlungen, alte Kellerräume mit Ausstellungen, der Kriegsturm mit einer Aussichtsplattform und die einzigartige Kapelle der Heiligen Barbara mit dem Altarbild "Maria im Grünen" von Joseph von Führich.
Literatur [Bearbeiten]
- Randolf Gränzer: Reichenberg - Stadt und Land, herausgegeben von vielen Heimatfreunden vom Heimatkreis e.V. in der Heimatstube Reichenberg, Augsburg 1974; Grafenstein als Schloss mit Herrschaftssitz Seite 502 bis 504.
Weblinks [Bearbeiten]
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