Hussitenkriege

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Hussitenschlacht in zeitgenössischer Chronik

Der Begriff Hussitenkriege bezeichnet eine Reihe von Auseinandersetzungen und Schlachten in den Jahren 1419 bis 1434 bzw. 1439, ausgehend vom Gebiet des Königreichs Böhmen.

Unter dem Begriff Hussiten werden mehrere reformatorische beziehungsweise revolutionäre Strömungen zusammengefasst, die sich ab 1415 nach der Verbrennung des Theologen und Reformators Jan Hus herausbildeten.

Vorgeschichte und Ursachen[Bearbeiten]

Der nationale und soziale Aspekt[Bearbeiten]

Für die Entstehung der ersten großen böhmischen Städte waren hauptsächlich die deutschen Siedler verantwortlich. Die Siedler bildeten somit das Oberhaupt, unter deren Führung die böhmische Bevölkerung lebte. Besonders Kuttenberg und Iglau, die zu den reichsten Städten Böhmens zählten, waren im deutschen Besitz. Zunächst akzeptierte man die deutsche Führung, weil man durchaus von ihr lernen konnte, und schloss sich ihr an. Sogar der böhmische Adel rezipierte die ritterliche Kultur aus dem deutschen Land. Dies alles änderte sich jedoch zur Wende des 14. Jahrhunderts. Der deutsche Zustrom erfuhr nun eine Stagnation und die Böhmen, die jahrelang von deutschen Einwanderern gelernt hatten, zeichneten allmählich ein hohes Selbstbewusstsein aus. Das Fundament dabei bildete die einheimische Sprache. Sie verband die Bevölkerung untereinander und grenzte sie von den deutschen Siedlern ab respektive machte sie von ihnen unabhängig. Es entwickelte sich allmählich eine böhmische Identität. Dies machte sich dadurch bemerkbar, dass die höfische Literatur, die vor allem aus dem deutschen Gebiet kam, in die einheimische Sprache übersetzt wurde. Auch religiöse Texte wurden vermehrt übertragen. Diese Übersetzungen wurden durch den böhmischen Klerus gemacht, der der Vorreiter des aufkeimenden Nationalbewusstseins war: „Wo immer es im 14. Jahrhundert in Böhmen soziale Spannungen gab, konnten diese leicht mit den Sprachunterschieden zwischen Menschen tschechischer und deutscher Zunge in Verbindung gebracht werden.“[1]

Die Vorherrschaft der deutschen Einwanderer geriet von nun an ins Wanken. Durch den Stillstand der Einwanderung im beginnenden 14. Jahrhundert wuchs der tschechische Teil der Bevölkerung in den Städten. Dieser war es auch, der seine Aggressionen gegen deutsche Einwanderer in gehobenen Positionen, wie beispielsweise in der Stadtverwaltung, richteten. Der Gegensatz zwischen tschechischer Unterschicht und deutscher Oberschicht wuchs. Dadurch verschärfte sich der Antagonismus weiterhin. Auf deutscher Seite entwickelte sich zunehmend Neid und Missgunst insbesondere auf den niederen tschechischen Adel, der durch wachsendes Bildungsniveau immer häufiger kirchliche Ämter besetzte. Auch sahen sich die deutschen Siedler um ihre Spitzenpositionen in der Stadt sowie Kirche bedroht.[2] Peter Hilsch hält fest, dass das nationale Bewusstsein der Einheimischen aus dem Übergewicht der Deutschen in geistlichen Ämtern resultierte – einer Konkurrenzsituation.[3] Auch der böhmische König Wenzel förderte das nationale Bestreben in Böhmen. 1408 setzte er erstmals einen Prager Rat ein, der mehrheitlich aus Einheimischen bestand.[4]

Der religiöse Aspekt und der Einfluss Wyclifs[Bearbeiten]

Neben dem nationalen Bestreben der Böhmen wurde die Reformbewegung vornehmlich durch den moralischen Verfall der Kirche und dem Wunsch nach grundlegenden Erneuerungen hervorgerufen. Die Kirche hatte im 14. Jahrhundert ihre frühere Glaubwürdigkeit verloren. Besonders die Simonie, die Anhäufung von Reichtum durch kirchliche Pfründen und der Unglaubwürdigkeit, insbesondere durch das abendländische Schisma 1378 und die Steigerung der Krise 1409 auf dem Pisaner Konzil, sorgten für Unmut.[5] „Die Kirchenspaltung hatte der Kirche Ansehen und Glaubwürdigkeit gekostet. Man denke nur an die gegenseitige Verfluchung der beiden Päpste oder die notwendige Finanzierung zweier teurer päpstlicher Höfe.“[5] Für Josef Válka ist die hussitische Bewegung aufgrund der kirchlichen Missstände, in erster Linie durch das päpstliche Schisma und den moralischen Verfall des Klerus, entstanden.[6]

Zu den Zeiten der Krise kursierten vermehrt die Schriften des englischen Philosophen John Wyclif an der Prager Universität. Zunächst beschäftigte man sich ausführlich mit seinen philosophischen Schriften, bevor man auch seine theologischen und kirchenpolitischen Abhandlungen betrachtete.[7] Mit seinen Texten griff er „im Namen der Bibel, die Autorität und Herrschaft der gesamten kirchlichen Hierarchie selbst“[8] an. Die Bibel stellte für Wyclif das Fundament seiner Ideologie dar, von welcher man ausnahmslos auszugehen und zu argumentieren habe.

So griff er die weltliche Herrschaft der Kirche an – somit ihre weltlichen Besitzungen und Reichtümer –, da diese laut Bibel nicht zu begründen sei. Darauf aufbauend ist es weltlichen Herren gestattet, sündigen Kirchen die Güter zu entziehen. Wyclif proklamierte u. a. auch, dass der Papst ein Verdammter sein könne, dem man nicht zu Gehorsam verpflichtet sei. Somit wäre es die Aufgabe jedes einzelnen Gläubigen, die Bibel selbst zu kennen. Auf Grundlage der Bibel lehnte er Sakramente wie die Taufe oder Beichte ab. Auch die jährliche Kommunion sei nicht in der Bibel begründet.[9] Ein Hauptkritikpunkt seiner Schriften war seine Ansicht von der Eucharistie. Er vertrat die Meinung, dass in der Eucharistiefeier die Transsubstantiation von Brot und Wein nicht stattfinden würde. Die Substanzen Brot und Wein verwandeln sich also nicht zum Leib und Blut Christi. Es ist vielmehr als ein symbolischer und hinzufügender Akt anzusehen. Eine der wenigen Ansichten, die Hus später nicht vertrat. Die Sakramente, die durch die Kirche gespendet werden, sah er als überflüssig an, wodurch er schlussfolgernd die Kirche an sich infrage stellte. Jedem Geistlichen, der sich in Todsünde befinde, sprach er den Gehorsam ab. Er kritisierte die Autorität des Papstes und den materiellen Wohlstand der Kirche, der gegen die kirchliche Ideologie des Lebens in Armut spreche. Er stellte die Autorität des Papstes grundsätzlich infrage. Die Päpste hätte sich ihre Stellung in der Kirche angemaßt, denn in der Bibel gäbe es keinen Beleg für das Papsttum. Er setzte ihn in seinen letzten Werken vermehrt mit dem Teufel respektive Antichristen gleich, der ein Vorreiter der Apokalypse sei.[10]

Um die Jahrhundertwende kam Johannes Hus mit diesen Schriften in Kontakt. Er las sie nicht nur, sondern kommentierte einzelne Stellen und erweiterte einige Thesen. Zum ersten Mal tauchten 1403 die sogenannten 45 Thesen Wyclifs auf. Ursprünglich waren es 24 Thesen, die auf der Londoner Erdbebensynode von 1382 zusammengestellt worden waren. Der Prager Magister Johannes Hübner fügte diesen 24 noch weitere 21 hinzu. Diese nun 45 Thesen fanden in den folgenden Jahren und noch auf dem Konstanzer Konzil (5. November 1414–22. April 1418) gegen die hussitische Reformbewegung und insbesondere gegen Johannes Hus Verwendung.[11]

Die Forschung ist sich heute darüber einig, dass „sich alle Strömungen, die damals in der böhmischen Reformbewegung erkennbar waren: Der Wyclifismus, die Betonung einer tschechischen Nationalreform und die erneute Dringlichkeit der Kritik an den sittlichen Mißständen“[12] sich in Johannes Hus vereinigten. Er wurde zur tragenden, aber auch zur tragischen Inkarnation des Hussitismus. Wyclifs Theorien wandelte Hus schon bald in die Praxis um.

Verlauf[Bearbeiten]

Fenstersturz und erste Gefechte (1419)[Bearbeiten]

Das Vorgehen Wenzels führte zu einem Aufstand. Dabei kam es am 30. Juli 1419 zum ersten Prager Fenstersturz, bei dem Hussiten das Rathaus stürmten und einige Ratsherrn aus dem Fenster warfen. König Wenzel soll laut zeitgenössischen Angaben, als ihn die Nachricht vom Fenstersturz erreichte, der Schlag getroffen haben. Am 16. August 1419, keine drei Wochen später, starb der böhmische König.[13]

Seinen Bruder Sigismund wollten die Hussiten nicht als König anerkennen, da er das seinerzeit Jan Hus versprochene sichere Geleit nicht eingehalten hatte; er galt geradezu als dessen Mörder. In den Tagen nach dem Tode Wenzels unterwarfen hussitische Volksmassen in Prag Kirchen und Klöster gewaltsam der Kelchkommunion oder zerstörten und verbrannten sie. Der Aufstand dauerte mehrere Wochen.

Im Dezember 1419 erlitt eine kaiserlich-katholische Einheit in der Nähe von Pilsen eine erste Niederlage gegen ein kleines hussitisches Kontingent.

Erster Kreuzzug (1420)[Bearbeiten]

Hussitische Wagenburg aus dem 15. Jahrhundert (zeitgenössische Darstellung)

Die Kreuzzugsbulle von Papst Martin V. vom März 1420 führte dazu, dass aus dem Aufstand ein regelrechter Krieg wurde. Wenige Tage nach Erlass der Bulle griffen katholische Truppen Ende März in Südböhmen in der Schlacht bei Sudoměř vergeblich eine hussitische Einheit unter Jan Žižka an. Die Niederlage begründete den militärischen Ruhm Žižkas und gab den Auftakt für die Entwicklung der Taktik der Wagenburg auf Seiten der Hussiten.

Katholische Truppen unter dem späteren Kaiser Sigismund zogen zwar im Juni 1420 auf der Prager Burg, dem Hradschin, ein. Der Versuch, ganz Prag zu erobern, wurde aber am 14. Juli in der Schlacht am Prager St. Veitsberg von Hussiten-Truppen unter Jan Žižka zurückgeschlagen. Im Herbst 1420 scheiterte die Eroberung der anderen Prager Burg, des Wyschehrad. Žižka führte ein straffes Regiment, das unter anderem zum Tod und zur Vertreibung vieler Deutscher aus Böhmen führte.

Zweiter und Dritter Kreuzzug (1421, 1422)[Bearbeiten]

Auch der zweite Kreuzzug im Jahre 1421 scheiterte kläglich. Der Sieg Friedrichs von Meißen über die Hussiten in der Schlacht bei Brüx im August blieb ohne nachhaltige Wirkung. Nur wenige Wochen später, am 2. Oktober, brach ein Kreuzheer die Belagerung des nahegelegenen Saaz ab und räumte das Land in wilder Flucht, nachdem das Gerücht aufgekommen war, dass sich ein hussitisches Heer nähere.

Der dritte Kreuzzug endete im Januar 1422 mit zwei weiteren Niederlagen der kaiserlich-katholischen Heere bei Kuttenberg und Deutschbrod.

Innere Konflikte (1423)[Bearbeiten]

Im Frühjahr 1423 brachen schwere Differenzen innerhalb der verschiedenen hussitischen Strömungen auf. In der Schlacht bei Horschitz im April 1423 setzten sich die radikalen Taboriten unter Jan Žižka gegen die Prager Utraquisten durch. Im Juni kam es in Konopischt zu einem zeitweiligen Ausgleich zwischen den verschiedenen Parteien. Nachdem im Oktober 1423 Friedensverhandlungen der Utraquisten in Prag mit Sigismund scheiterten, brach der innerhussitische Gegensatz wieder auf.

Schwere Kämpfe in Mähren, Tod Žižkas (1424)[Bearbeiten]

Im Juni 1424 behielt Žižka in der Schlacht bei Maleschau erneut die Oberhand gegen die Prager. Der Schwerpunkt der Kämpfe verlagerte sich nun nach Mähren. Während Herzog Albrecht im Juli von Süden her versuchte, das Land in die Hand zu bekommen, begann von Westen her ein verheerender hussitischer Angriff. Habsburgisch-katholisch gesinnte Städte wurden eingenommen und dem Erdboden gleichgemacht.

Nach dem Tode Žižkas am 11. Oktober 1424 während der Belagerung der Burg Pribislau übernahm Andreas Prokop die Führung der Hussiten. Auch unter Prokops Kommando blieben die Hussiten siegreich.

Vorstöße der Hussiten (ab 1425)[Bearbeiten]

Im Jahre 1425 stießen die Hussiten erstmals nach Schlesien vor, doch ansonsten beschränkten sich die Kämpfe, die von beiden Seiten mit großer Grausamkeit geführt wurden, bis Herbst 1425 noch weitgehend auf mährisch-böhmisches Gebiet. Im November 1425 drangen hussitische Heere erneut nach Niederösterreich vor, um Herzog Albrecht, der in Mähren mit wechselndem Erfolg operierte, abzulenken, um die Belastung des eigenen Landes zu verringern und um Beute zu machen. Zahlreiche Klöster und Städte wurden geplündert.

Vierter Kreuzzug, Hussitenzüge in die Nachbarländer (ab 1427)[Bearbeiten]

Der vierte Kreuzzug 1427 endete für die katholischen Truppen mit einer schweren Niederlage bei Tachau in Westböhmen (= Schlacht bei Mies am 4. August). Zur Aufstellung eines neuen Heeres beschloss der Reichstag zu Frankfurt unter dem römisch-deutschen König Sigismund am 2. Dezember 1427 eine Steuer, auch Hussitenpfennig genannt.

Schon ab 1428 gingen die Hussiten unter Andreas Prokop zum Angriff auf katholische Bastionen über. Der Kriegszug des Jahres 1428 verheerte Niederösterreich und Teile Schlesiens, 1429 folgte ein neuerlicher Vorstoß nach Niederösterreich und in die Lausitz. Am 25. Juli 1429 kommt es in Plauen zum Bündnis zwischen den Wettinern und den Hohenzollern gegen die Hussiten. Doch schon drei Monate später wurde Altendresden von den Hussiten niedergebrannt, wenige Monate später folgt ein Angriff der Hussiten die Mulde herab durch das Vogtland mit der Eroberung von Altenburg (12. - 16. Januar 1430), Plauen (24. Januar 1430), Oelsnitz/Vogtland (6. April 1430) und Auerbach.

Der Hussitenzug des Jahres 1430 betraf außerdem Schlesien, Brandenburg, Oberpfalz und Oberfranken, der des Jahres 1431 erneut Brandenburg sowie Teile Ungarns (westliche Slowakei).

Fünfter Kreuzzug (ab 1431)[Bearbeiten]

Auch ein Beschluss zur Bekämpfung der Hussiten auf dem Reichstag zu Nürnberg im Jahre 1431 konnte das Kriegsglück nicht wenden. Der fünfte Kreuzzug unter Kardinal Giuliano Cesarini endete am 14. August 1431 mit einer blamablen Niederlage bei Taus. Der Kaiser suchte dann nach einer Lösung auf Verhandlungsbasis.

Währenddessen folgten 1432/34 die weiträumigsten Operationen der Hussiten, die im Osten nach Oberschlesien und in die westliche Slowakei führten, in Richtung Norden in die Lausitz, nach Niederschlesien, über die Neumark in den Raum Danzig (Land des Deutschen Ordens) sowie nach Polen. Ein weiterer Vorstoß vom 18. März bis 5. Mai 1432 betraf erneut Brandenburg (u. a. Frankfurt (Oder), Bernau, Strausberg) und die westlichsten Teile Schlesiens.

Da den kaiserlichen und päpstlichen Truppen bis auf kleinere Gefechte der Sieg gegen die Hussiten verwehrt blieb, wurde zwischen 1431 und 1433 mit ihnen verhandelt. Zwar hatte Kurfürst Friedrich II. von Sachsen am 23. August 1432 schon einen Sonderfrieden mit den Hussiten auf zwei Jahre geschlossen, doch erst 1436 endeten die Kriegshandlungen überall.

Auf dem Basler Konzil wurden den Hussiten mit den Prager Kompaktaten einige Zugeständnisse gewährt. Auf das Konzil wurde seitens der Böhmen unter Prokop durch die Belagerung der katholischen und reichstreuen Stadt Pilsen ab Mitte 1433 Druck ausgeübt. Die „Obere Pfalz“, heute Oberpfalz, war dabei wie schon öfter von Raubzügen der Hussiten bedroht. Am 21. September 1433 wurde ein Teilkontingent des hussitischen Belagerungsheeres, das zum Fouragieren in die „Obere Pfalz“ eingedrungen war, von dem wesentlich kleineren Heer des Pfalzgrafen Johann von Pfalz-Neumarkt, der „Hussitengeißel“, bei Hiltersried vernichtend geschlagen.

Kompromiss mit den gemäßigten Hussiten, Niederlage der Radikalen (1433 bis 1436)[Bearbeiten]

Während des Konzils von Basel kehrte der gemäßigtere Hussitenflügel der Utraquisten bzw. Calixtiner („Kelchbrüder“) wieder in den Schoß der katholischen Kirche zurück und verbündete sich sogar mit den kaiserlichen Truppen gegen die radikaleren Taboriten. Diese wurden schließlich am 30. Mai 1434 in der Schlacht bei Lipan (tschechisch: Lipany) nach einem taktischen Fehler von Prokop vernichtend geschlagen. Nur eine kleine Abordnung unter Jan Roháč z Dubé rettete sich auf dessen Burg Sion bei Kuttenberg, bis auch diese 1437 erobert und Roháč in Prag hingerichtet wurde.

Als letztes Gefecht der Hussitenkriege gilt zumeist die Schlacht bei Brüx am 23. September 1434, wobei die inzwischen mit den Polen verbündeten Hussiten eine schwere Niederlage gegen Kaiser Sigismund, Friedrich II. und Heinrich von Schwarzburg erlitten.

Folgen[Bearbeiten]

Als politischer und wirtschaftlicher Sieger der Hussitenkriege gilt der niedere Adel der böhmischen Länder. Durch die Hussitenkriege verloren die böhmischen Länder ihre im 14. Jahrhundert wirtschaftlich und kulturell führende Stellung in Europa für mehrere Generationen.

Einzelne Schlachten und wichtige militärische Operationen[Bearbeiten]

Nachbildung eines Hussitenschildes. Original im Museum Prag

Teilweise werden auch folgende Schlachten noch den Hussitenkriegen zugerechnet:

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich von Bezold: König Sigmund und die Reichskriege gegen die Husiten. 2 Bände 1872-1877. Nachdruck G. Olms, Hildesheim 1978, ISBN 3-487-05967-3
  • Richard Jecht: Der Oberlausitzer Hussitenkrieg und das Land der Sechsstädte unter Kaiser Sigmund, 1. Teil. In: Neues Lausitzisches Magazin, Band 87, Görlitz 1911, S. 35 - 279
  • Richard Jecht: Der Oberlausitzer Hussitenkrieg und das Land der Sechsstädte unter Kaiser Sigmund, 2. Teil. In: Neues Lausitzisches Magazin, Band 90, Görlitz 1914, S. 31 - 151
  • Jiří Kejř: Die Hussitenrevolution. Aus dem Tschechischen von Dagmar Bilkova. Orbis Prag 1988 (ohne ISBN).
  • Lutz Mohr: Die Hussiten in der Oberlausitz unter besonderer Berücksichtigung ihrer Feldzüge in den Jahren von 1424 bis 1434. Sonderausgabe Nr. 2 der Reihe: Geschichte und Geschichten aus Neusalza-Spremberg, Greifswald u. Neusalza-Spremberg 2014.
  • František Šmahel: Die Hussitische Revolution. 3 Bände (= MGH-Schriften 43/I-III). Hannover 2002.
  • Uwe Tresp: Söldner aus Böhmen im Dienst deutscher Fürsten. Kriegsgeschäft und Heeresorganisation im 15. Jahrhundert. Paderborn 2004 (hier besonders S. 22ff.)
  • Jan Durdík: Hussitisches Heerwesen. Berlin 1961.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hussitenkriege – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Malcolm Lambert: Ketzerei im Mittelalter, Häresien von Bogumil bis Hus. München 1981, S. 399.
  2. Vgl. Lambert, Malcolm: Ketzerei im Mittelalter, Häresien von Bogumil bis Hus. München 1981, S. 399.
  3. Vgl. Hilsch Peter: Johannes Hus. Prediger Gottes und Ketzer. Regensburg 1999, S. 63.
  4. Vgl. Hilsch Peter: Johannes Hus. Prediger Gottes und Ketzer. Regensburg 1999, S. 101.
  5. a b Vgl. Peter Hilsch: Jan Hus. Ein Reformator als Bedrohung von Reich und Kirche? In: Franz Machilek (Hrg.): Die hussitische Revolution. Religiöse, politische und regionale Aspekte. Köln [u. a.] 2012, S. 30f.
  6. Vgl. Josef Válka: Sigismund und die Hussiten, oder: wie eine revolution [sic!] beenden? In: Karel Hruza, Alexandra Kaar (Hrg.): Kaiser Sigismund (1368–1437). Zur Herrschaftspraxis eines europäischen Monarchen. Wien [u. a.] 2012, S. 26.
  7. Vgl. Malcolm Lambert: Ketzerei im Mittelalter, Häresien von Bogumil bis Hus. München 1981, S. 408f.
  8. Peter Hilsch: Johannes Hus. Prediger Gottes und Ketzer. Regensburg 1999, S. 46.
  9. Vgl. Peter Hilsch: Johannes Hus. Prediger Gottes und Ketzer. Regensburg 1999, S. 47.
  10. Vgl.Peter Hilsch: Johannes Hus. Prediger Gottes und Ketzer. Regensburg 1999, S. 48.
  11. Vgl. Peter Hilsch: Johannes Hus. Prediger Gottes und Ketzer. Regensburg 1999, S. 53.
  12. Malcolm Lambert: Ketzerei im Mittelalter, Häresien von Bogumil bis Hus. München 1981, S. 410.
  13. Radio Prag: Das Jahr 1419 - 1. Prager Fenstersturz und Tod Wenzels IV.