Burg Vianden

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Burg Vianden
Burg Vianden

Burg Vianden

Entstehungszeit: um 1000 bis 1100
Erhaltungszustand: Erhalten oder in wesentlichen Teilen erhalten
Ständische Stellung: Grafen
Ort: Vianden
Geographische Lage 49° 56′ 6″ N, 6° 12′ 10″ O49.9356.2027777777778Koordinaten: 49° 56′ 6″ N, 6° 12′ 10″ O
Burg Vianden (Luxemburg)
Burg Vianden

Die Burg Vianden ist eine mittelalterliche Befestigungsanlage in Vianden im gleichnamigen Kanton Vianden in Luxemburg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Ursprung der gesamten Anlage bildete eine römische Wachanlage ab dem ausgehenden 5. Jahrhundert. Eine größere Bedeutung sowie zahlreiche Erweiterungen erfuhr die imposante Stauferburg und mächtigste noch bestehende Wehranlage Luxemburgs im 11. Jahrhundert. Anlass war der Umzug der Herren von Vianden aus der Eifel an diesen Ort. Die Grafen von Vianden waren bis ins 15. Jahrhundert die mächtigsten Herren zwischen Rhein, Mosel und Maas.

Von 1417 bis zur Französischen Revolution war die Burg im Besitz des Hauses Oranien-Nassau. Die Burg wurde während der französischen Revolution konfisziert, jedoch 1815 an Großherzog Wilhelm I. von Luxemburg zurückgeben. Wenzeslas Coster, der damalige Bürgermeister der Stadt, erwarb die Burg 1820 bei einer Versteigerung (Gleichzeitig wurden auch die Burgen Burscheid und Esch-Sauer versteigert). Er setzte die verkäuflichen Materialien der Burg wie zum Beispiel Kupferverdachung, Bleiverglasung, Holztäfelung und Eisenbeschläge schnell ab, worauf die Burg zusehends verfiel. 1890 kam die Burg mit Großherzog Adolf in die Hände des älteren Hauses der Nassauer und blieb bis 1977, als sie verstaatlicht wurde, im Besitz der Großherzöge. Seither ist sie fast vollständig restauriert worden.

[Bearbeiten] Baubeschreibung

Die Burg besitzt eine innere Mauer mit Ecktürmen. Innerhalb dieser Kernburg befinden sich die Wohnräume, Festsäle und Wirtschaftsräume. Der äußere Mauerring ist deutlich niedriger und bietet durch drei auf einander folgende Tore Zugang zur Kernburg. Die Anlage ist insgesamt etwa 85 Meter lang und 30 Meter breit.

Die interessantesten Räume sind die Burgkapelle und der kleine Palas, die im 12. Jahrhundert und während der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut wurden. Der Jülicher Bau und der Nassauer Bau wurden erst im 17. Jahrhundert errichtet. Der Rittersaal der Burg fasst bis zu 500 Personen.

Panorama der Burg Vianden

[Bearbeiten] Trivia

Im Jahr 2000 war die Burg der Drehort für den Film Shadow of the Vampire.

[Bearbeiten] Literatur

  • Christopher Gravett: Atlas der Burgen. Die schönsten Burgen und Schlösser. Tosa, Wien 2001, ISBN 3-85492-470-4.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Burg Vianden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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