Bylandt

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Wappen der Bylandt

Bylandt ist der Name eines alten niederrheinischen Adelsgeschlechts.

Geschichte[Bearbeiten]

Zunächst führten die Vorfahren den Familiennamen Doys, erst später wurde der Besitzname Bylandt zur Geschlechtsbezeichnung. Erster nachweisbarer Ahne dieser Familie ist der im Jahre 1260 auftretende Wilhelmus dictus Doys. Er fiel 1288 in der Schlacht von Worringen. Urkundlich erwähnt wurde im Jahre 1275, dass seine Burg Scate, auch Bilant genannt, nördlich von Kleve am linken Rheinufer gelegen, ein Lehen der Grafen von Kleve sei. Sein Nachfolger Dietrich, Lehensträger der Güter Bylandt und Pannerden, nannte sich 1294 schon Deus de Bylandt. Von der nächsten Generation an, ab 1317, wird der Name Bylandt urkundlich durchgehend geführt.

Das Geschlecht erlangte im Laufe der Zeit großen Einfluss und bedeutenden Grundbesitz. Für lange Zeit wurde den Herren von Bylandt auch das Marschallsamt der Grafschaft Kleve übertragen.

Um 1500 bildeten sich drei Linien. Die erste Linie Bylandt-Well, die das Gut Well in Geldern besaß, ist früh wieder erloschen. Die zweite Linie Bylandt-Reydt erbte um 1500 die Herrschaft Rheydt bei Mönchengladbach, die sie bis 1608 bzw. 1636 behielt. Sie konnte ihren Grundbesitz stetig erweitern und sich auch in Österreich, Holland und in dem übrigen Deutschland mit dem Namen Grafen von Bylandt, Barone zu Rheydt ausbreiten. Mitglieder der dritten Linie Bylandt-Halt-Spaldorf konnten zunächst die Burgen Halt und Spaldorf im Norden des Landes Kleve erwerben. Später kamen unter anderem auch von 1637 bis 1794 die Herrschaft Rheydt sowie von 1651 bis 1779 das westfälische Rittergut Palsterkamp hinzu. Damit verbunden war auch das Amt des Erbjägermeisters der gefürsteten Abtei Herford.

Angehörige der zweiten Linie Bylandt-Reydt erhielten 1590 den Reichsfreiherrenstand und führten teilweise seit dem 17. Jahrhundert den 1865 bestätigten Grafentitel. Angehörige der dritten Linie Bylandt-Halt-Spaldorf wurden 1661 von Kurbrandenburg als Freiherren bestätigt und erlangten 1678 ein Reichsgrafendiplom.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen der Stadt Mönchengladbach

Das Stammwappen zeigt in Gold ein durchgehendes schwarzes Kreuz. Auf dem Helm ist ein schwarz-gestulpter, goldener Hut, darauf ein schwarzer Hahn mit rotem Kamm und Lappen. Die Helmdecke ist ebenfalls schwarz-golden.

Das Wappen ist heute Bestandteil des Stadtwappens der kreisfreien Stadt Mönchengladbach.

Namensträger[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vermählung mit Franziska (Fanny) am 29. Jänner 1883 in Brünn. — Siehe: Kleine Chronik. […] (Vermählung.), Wiener Zeitung, Wiener Abendpost, 26. Jänner 1883, S. 3, oben rechts [1]
  2. † Graf Arthur Bylandt-Rheidt. Neue Freie Presse, Abendblatt, 6. Juli 1915, S. 3, rechts oben[2]
  3. Lokales. Reichsgräfin Franziska Bylandt-Rheidt †. Badener Zeitung, 11. Dezember 1929, S. 3, Mitte rechts [3]
  4. Karin Steinebrunner: St. Blasien: Bilder der Heimatliebe, Badische Zeitung, 2. Juli 2012, abgerufen am 20. Juli 2012

Weblinks[Bearbeiten]