Carola Reinsberg

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Carola Reinsberg im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim im Sommer 2010

Carola Reinsberg (* 1949) ist eine deutsche Klassische Archäologin.

Carola Reinsberg studierte an der Universität Bonn und der Universität Freiburg Klassische Archäologie, Klassische Philologie und Alte Geschichte. In Bonn wurde sie 1977 mit einer Arbeit zum Thema Studien zur hellenistischen Toreutik. Die antiken Gipsabgüsse aus Memphis promoviert. Schon zuvor arbeitete sie als Hilfskraft auf der Samosgrabung des Deutschen Archäologischen Instituts. Nach der Promotion konnte sie mit Hilfe des Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts die Mittelmeerländer bereisen. Danach wurde Reinsberg Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsprojekt Antike Sarkophagreliefs der Deutschen Forschungsgemeinschaft, angesiedelt am Archäologischen Institut an der Universität Marburg. Anschließend wurde Reinsberg Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Archäologischen Institut der Universität Frankfurt. Dort erfolgte 1993 auch die Habilitation, Thema der Habilitationsschrift war Vita Romana. Vertretungsprofessuren führten sie an die Universität München und die Universität Mainz. 1994 erfolgte ein Ruf auf den Lehrstuhl für Klassische Archäologie an die Universität des Saarlandes in Saarbrücken, wo Reinsberg seit März 1995 lehrt. Zugleich ist sie auch Direktorin der dortigen kleinen Antikensammlung und der Abgusssammlung griechischer und römischer Skulpturen.

Forschungsschwerpunkte Reinsbergs sind die griechische und römische Plastik, die Sepulkralkunst, die Darstellungen bürgerlicher Lebenswelten, die Selbstdarstellung städtischer Eliten in Athen und Rom, die Bildnisse der antiken Herrscher und Herrscherinnen, Geschlechterstudien, Ikonographie, Stilgeschichte sowie die Antikenrezeption. Einer breiteren Öffentlichkeit ist Reinsberg vor allem durch ihr Buch Ehe, Hetärentum und Knabenliebe im antiken Griechenland bekannt. Mit Peter Robert Franke und Andreas Furtwängler gibt sie die Schriftenreihe Saarbrücker Studien zur Archäologie und Alten Geschichte heraus, mit Peter Funke, Hans-Joachim Gehrke und Gustav Adolf Lehmann die Schriftenreihe Quellen und Forschungen zur antiken Welt.

Schriften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]