Castleton (Vermont)

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Castleton
Castleton (Vermont)
Castleton
Castleton
Lage in Vermont
Basisdaten
Gründung: 22. September 1761
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County:

Rutland County

Koordinaten: 43° 37′ N, 73° 11′ W43.622874-73.189649195Koordinaten: 43° 37′ N, 73° 11′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 4717 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 46,7 Einwohner je km²
Fläche: 109,7 km² (ca. 42 mi²)
davon 101,1 km² (ca. 39 mi²) Land
Höhe: 195 m
Postleitzahl: 05735
Vorwahl: +1 802
FIPS:

50-11950

GNIS-ID: 1462065
Website: www.BSI-VT.com/CastletonVorlage:Infobox Ort in den Vereinigten Staaten/Wartung/FormatierteWebsite
Castleton station.jpg
Castleton Station von 1850 - seit 2010 wieder in Betrieb

Castleton[1] ist eine Gemeinde im Rutland County des Bundesstaates Vermont in den Vereinigten Staaten mit 4.717 Einwohnern (laut Volkszählung von 2010).[2] Das Gebiet liegt im Südwesten Vermonts an der Westflanke der Green Mountains, nahe der Grenze zum Bundesstaat New York. An der Westgrenze der Town liegt der Lake Bomoseen, der einen Anziehungspunkt für Erholungsuchende darstellt. Die Hauptsiedlung Castleton Village liegt auf einem Plateau über dem Südufer des Castleton River, der das Gebiet von Ost nach West durchfließt.

Castleton wurde am 22. September 1761 ausgerufen und an Siedler aus Massachusetts verkauft. Die Umgebung wurde ab 1766 besiedelt; ein erstes festes Haus wurde 1769 errichtet, die erste Überwinterung fand 1770 statt. Erst im März 1777 kam es zur konstituierenden Stadtversammlung, was die Town zu einem eigenständigen politischen Gebilde machte. Während der Briten- und Indianerkriege wurde zwischen 1778 und 1779 in der Nähe des heutigen Castleton Village Fort Warren errichtet und ständig mit Soldaten besetzt; die kriegerischen Handlungen verhinderten bis dahin eine systematische Besiedlung des Landstrichs.[3]

1787 kam es hier auf Beschluss der Generalversammlung der Republik Vermont zur Gründung der ersten Hochschule auf dem Boden Vermonts, die damals als Rutland County Grammar School bekannt war. Sie diente ursprünglich als allgemeine Hochschule für Lehrer und Verwaltungsbeamte; 1818 kam auch ein medizinischer Zweig hinzu.[4] Inzwischen dient sie, nach mehreren Umbenennungen und Abspaltungen von Fachbereichen, unter dem Namen Castleton State College als Hochschule für rund 2.000 Studenten. Damit stellt sie zugleich den wichtigsten Arbeitgeber in der Umgebung dar.

Am 1. Oktober 1850 eröffnete die Rutland and Whitehall Railroad auf der Bahnstrecke Whitehall–Rutland ihren Betrieb; Castleton bekam einen Bahnhof, der durch die Eröffnung der zusätzlichen Verbindung nach Eagle Bridge am 9. März 1852, wie Whitehall im benachbarten Bundesstaat New York gelegen, zu einem Keilbahnhof ausgebaut wurde. Der Personenverkehr wurde 1933 stillgelegt, der Güterverkehr blieb auf der Strecke nach Whitehall bestehen, wurde aber 1983 auf der Linie nach Eagle Bridge eingestellt. Nach einer Sanierung der verbliebenen Strecke verkehrt hier seit 1999 täglich der Ethan Allen Express zwischen Rutland und New York City, der seit dem 2. Januar 2010 die Station Castleton (anstelle der zuvor angefahrenen Station Fair Haven) bedient. Als Stationsgebäude dient dabei das 2009 renovierte Empfangsgebäude von 1850.

Als wichtigste Verkehrsverbindung führt die Vermont Route 4 von Ost nach West durch die Town. Der nächste Flughafen ist der Fair Haven Municipal Airport, 7 km südwestlich des Zentrums Casteltons, das nächstgelegene Krankenhaus liegt in Rutland City. Neben dem College finden sich in der Town nur noch Grundschulen im Ort, alle weiterführenden Schulen sind in Rutland City konzentriert. Zusätzlich gibt es sieben verschiedene Kirchengemeinden in den sechs Siedlungen Castletons, darunter zwei Freikirchen.

Umliegende Orte[Bearbeiten]

Alle Angaben als Luftlinien-Entfernungen.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Castleton im Geographic Names Information System des United States Geological Survey, abgerufen am 27. April 2012
  2. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder
  3.  Zadock Thompson: History of Vermont: natural, civil, and statistical, in three parts. 3. Band, George H. Salisbury, Burlington 1842, S. 46ff (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4.  A.J. Coolidge and G.B. Mansfield: A History and Deskription of New England, General and Local. 2. Band, Austin J. Coolidge, Boston 1859, S. 774f (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten]