Cesare Maestri

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Cesare Maestri

Cesare Maestri (* 2. Oktober 1929 in Trient) ist ein italienischer Kletterer und Alpinschriftsteller. In den 1950er Jahren gelangen ihm zahllose Erstbegehungen, insbesondere in der Brenta-Gruppe und in den Dolomiten. Er war seinerzeit einer der besten Kletterer weltweit und der erste, der eine Route im VI. Schwierigkeitsgrad abwärts kletterte (Via delle Guide - Crozzon di Brenta). Sein Beiname Ragno delle Dolomiti (Spinne der Dolomiten) stammt aus dieser Zeit.

Zum tragischen Wendepunkt seines Lebens wurde die Patagonien-Expedition 1959. Nach eigenen Angaben bezwang Maestri zusammen mit dem Tiroler Bergsteiger Toni Egger den Gipfel des Cerro Torre. Egger stürzte beim Abstieg tödlich ab, zusammen mit der Kamera, die das Beweisfoto für den Gipfelerfolg enthalten sollte. Die Behauptungen Maestris wurden bald angezweifelt – heute ist sich die Fachwelt weitgehend einig, dass der Cerro Torre damals nicht bestiegen wurde.

1970 erreichte Maestri unter Verwendung eines Kompressors, mit dem er hunderte von Haken in die Wand bohrte, den höchsten Punkt der Felswand (unterhalb des Gipfel-Eispilzes) – eine Besteigungsmethode, die von den Spitzenalpinisten heftig kritisiert wurde.

Cesare Maestri engagierte sich stets für einen sanften Tourismus. Er lebt heute in Madonna di Campiglio.

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