Chamber Orchestra of Europe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Chamber Orchestra of Europe ist ein Sinfonieorchester. Es wurde 1981 gegründet und hat 50 Mitglieder aus 15 verschiedenen Ländern. Das Management des Orchesters hat seinen Sitz in London. Die Orchestermusiker selbst reisen jedoch zu Proben und Konzerten aus ihren Heimatländern an, da das Orchester keine Vollzeit-Institution ist, sondern auf Projektbasis arbeitet und über keinen permanenten Standort verfügt. Zu den Konzertsälen, in denen das Chamber Orchestra of Europe häufiger zu hören ist, gehören die Alte Oper in Frankfurt am Main, die Kölner Philharmonie und die Cité de la musique in Paris. Außerdem spielt das Orchester regelmäßig bei den Festspielen in Berlin und Salzburg, beim Musikfest Bremen und bei der styriarte in Graz. In der Zeit, in der das Chamber Orchestra of Europe nicht aktiv ist, spielen viele seiner Musiker in Kammermusik-Ensembles.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Orchester entstand 1981, als einige Musiker des European Community Youth Orchestra (ECYO) die für dieses Orchester vorgegebene Altersgrenze von 23 Jahren erreicht hatten. Da sie den Wunsch hatten, weiterhin gemeinsam zu musizieren, entstand der Plan zur Gründung eines neuen, professionellen Kammerorchesters.[1] Der damalige Musikdirektor des ECYO, Claudio Abbado, sagte seine Unterstützung für das Vorhaben zu und fungierte als künstlerischer Leiter des neugegründeten Orchesters. Die erste Europatournee des Orchesters unter Abbado verschaffte dem Chamber Orchestra of Europe Aufmerksamkeit, die durch Schallplattenpreise für Aufnahmen von Werken von Rossini und Schubert unter Abbado noch gesteigert wurde.

Neben Abbado pflegt das Orchester eine besonders enge Beziehung zum österreichischen Dirigenten Nikolaus Harnoncourt, der wie seine Ehefrau Alice auch Ehrenmitglied des Chamber Orchestra of Europe ist. Mit Harnoncourt hat das Orchester u.a. die neun Sinfonien von Ludwig van Beethoven eingespielt. Diese Aufnahme wurde mit zahlreichen internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.franksalomon.com/PDF/DB_SundayTimes.pdf