Chițcani (Dnister)

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Кицкань / Chițcani (rum.)

Кицканы (Kizkany) (russ.)

Кіцкань (Kizkan) (ukr.)
Staat: TransnistrienTransnistrien Transnistrien (de-facto)
MoldawienMoldawien Moldawien (de-jure)
Rajon: Slobodseja / Căușeni
Gegründet: 1367
Koordinaten: 46° 47′ N, 29° 37′ O46.78555555555629.6086111111114Koordinaten: 46° 47′ N, 29° 37′ O
Höhe: m. ü. M.
 
Einwohner: 9.500 (2010)
 
Zeitzone: Osteuropäische Zeit
Telefonvorwahl: (+373) 210
Chițcani (Dnister) (Transnistrien)
Chițcani (Dnister)
Chițcani (Dnister)

Chițcani (russisch Кицканы / Kizkany) ist eine Ortschaft in Transnistrien bzw. Moldawien. Die im Jahr 1367 gegründete Ortschaft ist eine der ältesten Siedlungen in der Region und liegt am Westufer des Dnister, gegenüber von Tiraspol. Bekannt ist Chițcani heute insbesondere für sein architektonisch bedeutendes, 1859 errichtetes Kloster. Kizkany/Chițcani ist zwischen Transnistrien und Moldawien umstritten, wird seit dem Transnistrien-Konflikt 1992 jedoch von Transnistrien kontrolliert. Nach moldawischer Sicht ist die Ortschaft Teil des Rajons Căușeni, nach transnistrischer Sicht gehört sie zum Rajon Slobodseja. Sie ist eine der wenigen, westlich des Dnister gelegenen Siedlungen, die von Transnistrien kontrolliert werden.

2004 waren 53 % der Bevölkerung Russen, 34 % Moldauer und 10 % Ukrainer. Daneben gab es kleinere Minderheiten an Bulgaren, Gagausen und Weißrussen.

Geschichte[Bearbeiten]

Kirche im Kloster Kizkany

Als Gründungsdatum wird heute das Jahr 1367 angegeben, es gibt jedoch Hinweise, dass die Ortschaft eventuell schon früher bestand. Eine starke Entwicklung durchlief die Siedlung, nachdem Bessarabien 1812 Teil des Russischen Reichs geworden war. 1859 wurde in der Siedlung das orthodoxe Kloster errichtet. Nach dem Ersten Weltkrieg fiel Bessarabien an Rumänien, 1940 an die Sowjetunion, wurde dann kurzzeitig wieder von Rumänien besetzt und 1945 endgültig an die Sowjetunion abgetreten. Chițcani war anschließend Teil der Moldauischen SSR. 1991 löste sich die Sowjetunion auf und die Moldauische SSR erklärte ihre Unabhängigkeit. Es kam jedoch zum Transnistrien-Konflikt, seit 1992 gehört Chițcani zum de facto unabhängigen Transnistrien und untersteht nicht der Kontrolle Moldawiens.

Weblinks[Bearbeiten]