Alexandru Ioan Cuza

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den rumänischen Staatsgründer und Fürsten. Für weitere Bedeutungen siehe Alexandru Ioan Cuza (Begriffsklärung).
Alexandru Ioan Cuza
Fürst Alexander Johann Cuza, Lithographie von Josef Kriehuber (1861)

Alexandru Ioan Cuza (als Fürst Alexandru Ioan I. genannt; * 8. Märzjul./ 20. März 1820greg. in Huși, damals Moldau, heute Rumänien; † 15. Mai 1873 in Heidelberg) war Gründer und erster Fürst von Rumänien (1859–1866).

Leben[Bearbeiten]

Cuza vereinigte 1859 die Fürstentümer Walachei und Moldau und gründete damit das Fundament zum späteren Rumänien. Am 24. Dezember 1861 proklamierte er unter der Oberhoheit des Osmanischen Reiches den Staat România (Rumänien) mit der Hauptstadt Iași, das ein Jahr später – nachdem die beiden Länder auch formal vereinigt worden waren – von Bukarest abgelöst wurde.

Nach französischen Vorbild begannen er und sein Ministerpräsident Mihail Kogălniceanu, das Land zu modernisieren und den Bodenbesitz zu reorganisieren. Damit zog er den Unwillen einheimischer Kirchenfürsten und des Adels auf sich, aber auch Widerstand aus Russland und dem Osmanischen Reich. Seine Gegner wollten die Vereinigung der zwei Fürstentümer rückgängig machen. Die Lösung sollte in der Berufung eines europäischen Fürsten auf den Thron bestehen. Eine konspirative Gruppe von Militärs drang in den frühen Morgenstunden des 11. Februarjul./ 23. Februar 1866greg. in den Palast ein und zwang den Fürsten zur Abdankung. In den folgenden Tagen wurde er über die Grenze außer Landes geschafft.

Nun war Platz frei für den Nachfolger Karl von Hohenzollern-Sigmaringen, der am 26. März 1866 offiziell zum neuen Fürsten erhoben wurde.

Alexandru Ioan Cuza starb am 15. Mai 1873 im badischen Heidelberg im Exil.

Ehrungen[Bearbeiten]

Am 3. Juli 2011 fand die feierliche Enthüllung der Büste von Al. I. Cuza im Stadtgarten Heidelberg statt. Die Büste, das Werk des Bildhauers Constantin Ionescu, ist ein Geschenk des Kreises Prahova und des Museums für Archäologie und Geschichte Prahova an die Stadt Heidelberg.[1]

In einer kleinen Grünanlage in Bukarest, die einen Zugang zur Patriarchenkathedrale formt, steht ein bronzenes Standbild des Fürsten.[2] In der rumänischen Hauptstadt wurde auch ein Park nach dem Staatsgründer benannt.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alexandru Ioan Cuza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. cuzagesellschaft, Einweihung der Büste von Alexandru Ioan Cuza in Heidelberg, abgerufen am 11. September 2011
  2. Abbildung der Statue des Ion Cuza in Bukarest
  3. Park Ion Cuza Bukarest; Bild
Vorgänger Amt Nachfolger
Barbu Dimitrie Știrbei (Walachei)
I. A. Cantacuzino, Vasile Sturdza, Anastasie Panu (Moldau)
Fürst von Rumänien
1859–1866
Karl I.