Chordom

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Histopathologie eines Chordoms mit strangartig angeordneten Tumorzellen vor einer mukoiden Matrix. Hämatoxylin-Eosin-Färbung. Vergrößerung 200x
Chordom am Steißbein im axialen Computertomographiebild.
Chordom am Steißbein im sagittalen Computertomographiebild.

Chordome sind langsam und destruktiv wachsende Geschwülste der Wirbelsäule, die in etwa 10 % der Fälle metastasieren.

Chordome werden zu den Knochentumoren gezählt, obwohl sie nicht aus Knochengewebe stammen, sondern aus Resten der Chorda dorsalis (Notochordoa) an den Enden der Wirbelsäule. Damit lassen sich auch ihre Hauptlokalisationen, nämlich Schädelbasis und Steißbein, erklären.

Chordome machen etwa 1 % aller Knochentumoren aus und treten in der Regel erst jenseits des 30. Lebensjahr auf. Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen.

Die Therapie besteht in der chirurgischen Entfernung, die nicht immer vollständig vorgenommen werden kann, sodass in der Regel eine Strahlentherapie angeschlossen wird, um die Rezidiv-Rate niedrig zu halten. Neuere Studien legen die Wirksamkeit einer adjuvanten Chemotherapie mit Imatinib und Lapatinib [1]nahe.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heuck, Wörtler, Vestring: Radiologie der Knochen- und Gelenkerkrankungen: Primäre und sekundäre Knochentumoren. Thieme Verlag, 1997, ISBN 3-13-107071-4

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Phase II study on lapatinib in advanced EGFR-positive chordoma, Annals of Oncology 00: 1–6, 2013, doi:10.1093/annonc/mdt117

Weblinks[Bearbeiten]