Coccinia

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Coccinia
Tindola (Coccinia grandis)

Tindola (Coccinia grandis)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Kürbisartige (Cucurbitales)
Familie: Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)
Gattung: Coccinia
Wissenschaftlicher Name
Coccinia
Wight & Arn.

Coccinia ist eine Pflanzengattung der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Die etwa 27 Arten sind in Afrika beheimatet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Coccinia-Arten wachsen als kletternde, ausdauernde, krautige Pflanzen. Die Laubblätter sind gestielt oder sitzend, einfach und meist von sehr variabler Gestalt. Die Ranken sind einfach oder annähernd zweiteilig.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Coccinia-Arten sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Vorblätter sind vorhanden.

Die männlichen Blüten stehen einzeln, in Gruppen oder in kurzen traubigen Blütenständen. Die Blütenröhre ist meist kurz, breit und glockenförmig. Die Kelchlappen sind meist klein, getrennt voneinander und zahnförmig. Die Krone ist verwachsen, fünflappig mit ganzrandigen Lappen. Die Farber der Kronblätter sind cremefarben-weiß bis dunkel orange-gelb, seltener mit einem rosafarbenen Einschlag. Die drei Staubblätter sind meist alle bithekisch, seltener hat eine nur eine Theka. Die Staubfäden setzen an der Blütenröhre an und sind meist verwachsen oder hängen zumindest zusammen. Die Antheren sind ebenso zu einem kugeligen Kopf verbunden, nur selten sind sie frei. Die Konnektive sind breit, die Theken sind S-förmig gebogen.

Die weiblichen Blüten stehen einzeln, selten in traubigen Blütenständen. Der Fruchtknoten ist unbehaart und enthält viele, horizontal stehende Samenanlagen. Die Narbe ist dreilappig.

Die Frucht ist kugelig bis ellipsoid oder zylindrisch mit dünner Wand, fleischig und zur Reife rot. Die Samen sind von eiförmigem Umriss und flach.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Coccinia ist mit Ausnahme der auch in Asien vorkommenden Tindola (Coccinia grandis) im tropischen und subtropischen Afrika beheimatet.

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Coccinia wird innerhalb der Kürbisgewächse in die Unterfamilie Cucurbitoideae, Tribus Benincaseae, Untertribus Benincasinae gestellt. Das Schwestertaxon ist die Gattung Diplocyclos.[1]

Die Gattung umfasst 27 Arten, die auch durch molekulare Daten gut unterstützt sind:[2]

Belege[Bearbeiten]

  • A. D. J. Meeuse: The Cucurbitaceae of Southern Africa. In: Bothalia Band 8, 1962, S. 95–106
  • M. Keraudren: Deux Cucurbitacées nouvelles du Gabon. In: Adansonia ser. 2, Band 8. Nr. 1, 1968, S. 39–44
  • C. Jeffrey: Coccinia. In: E. Launert (Hrsg.): Flora Zambesiaca, Band 4, London 1978, ISBN 0-85592-044-0, (online).
  • C. Jeffrey, M. Tadesse & J. Hedberg: Coccinia. In: Sue Edwards, Inga Hedberg (Hrsg.): Flora of Ethiopia and Eritrea Band 2, Nr. 2: Canellaceae to Euphorbiaceae, Addis Abeba/Uppsala, 1995, ISBN 91-971285-1-1.
  • C. C. H. Jongkind: A new species of Coccinia (Cucurbitaceae) from West Africa. in: Blumea Band 49, 2004, S. 83–85, DOI:10.3767/000651904X486205

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alexander Kocyan, Li-Bing Zhang, Hanno Schaefer, Susanne S. Renner: A multi-locus chloroplast phylogeny for the Cucurbitaceae and its implications for character evolution and classification. In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Band 44, August 2007, S. 553–577. doi:10.1016/j.ympev.2006.12.022, Volltext (PDF; 381 kB)
  2. Norbert Holstein, Susanne S. Renner: A dated phylogeny and collection records reveal repeated biome shifts in the African genus Coccinia (Cucurbitaceae). In: BMC Evolutionary Biology 11: 28, doi:10.1186/1471-2148-11-28.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Coccinia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien