Cortal Consors
| Cortal Consors S.A. | |
|---|---|
| Rechtsform | Société Anonyme |
| Sitz | Paris, Frankreich |
| Leitung | Olivier Le Grand |
| Mitarbeiter | 1.500 (2006)[1] |
| Umsatz | 335 Mio. EUR (2006)[1] |
| Branche | Banken |
| Website | www.cortalconsors.de |
Die Cortal Consors S.A. ist eine Direktbank und Tochter der französischen BNP Paribas. Die Direktbank ist in Deutschland, Frankreich und Spanien präsent und beschäftigt insgesamt rund 1.500 Mitarbeiter, die mehr als 1 Mio. Kunden betreuen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Das Unternehmen wurde 1994 von Karl Matthäus Schmidt unter dem Namen Consors (lateinisch: Teilhaber)[2] als Tochter der SchmidtBank gegründet. Nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft war Consors von 1999 bis 2002 an der Börse gelistet. Probleme der Muttergesellschaft führten 2002 zur Übernahme durch BNP Paribas. Für die im Streubesitz befindlichen Aktien wurde eine Entschädigung in Höhe von 11,75 Euro von der Hauptversammlung festgesetzt. Consors fusionierte im Jahr 2003 mit der eigenen französischen Direktbank-Tochter Cortal. Seitdem firmiert das Unternehmen unter dem neuen Namen Cortal Consors. Zahlreiche Minderheitenaktionäre bestritten, dass die Barabfindung im Jahre 2002 angemessen sei und klagten vor dem Landgericht Nürnberg. Im Juli 2009 erging das Urteil des Oberlandesgerichts München, wonach eine Nachbesserung von 0,86 Euro je Aktie nebst Zinsen seit 2002 zu zahlen sei[3]. Dies bedeutet eine nachträgliche Entschädigung für den Ausschluss von Minderheitsaktionären in Höhe von rund 1,09 Euro je Aktie.
[Bearbeiten] Unternehmensprofil
Das Geschäftsmodell erstreckt sich im Privatkundenbereich auf die Bereiche „Trader“, „Investoren“ und „Beratung“. Unabhängige Vermögensverwalter und Geschäftskunden werden vom B2B-Geschäftsbereich „Professional Partners“ betreut.
Das über Internet und Telefon verfügbare Angebot erstreckt sich vom Girokonto und Tagesgeld über alle wesentlichen Formen des Wertpapierhandels bis hin zu Versicherungen und einer Plattform für Baufinanzierungen. Wertpapiere können sowohl börslich als auch außerbörslich im In- und Ausland gehandelt werden. Mit der Handelssoftware „ActiveTrader Pro“ wendet sich das Unternehmen an professionelle Daytrader.
Über das Internet können sich Kunden zudem Analysen, Marktkommentare und Research-Berichte ansehen. Der Newsletter „Aktieninspektor“ liefert eine aktuelle Chance-Risiko-Bewertung für Aktien. Mit der Marke Cortal Consors Select erweiterte die Direktbank vor einigen Jahren ihr Dienstleistungsangebot um eine individuelle Vermögensberatung.
Die Zweigniederlassung Deutschland der Cortal Consors S.A. ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken e.V. Dieser sieht eine Sicherungsgrenze pro Kunde von derzeit 45 Millionen Euro (30 % des maßgeblichen haftenden Eigenkapitals) vor[4]. Er kommt dann zum Tragen, wenn die EU-weit gesetzlich garantierte Absicherung in Höhe von 100.000 € ausgeschöpft ist. Die Einlagen der Kunden sind somit durch zwei unabhängige Sicherungssysteme abgesichert.
[Bearbeiten] Cortal Consors in Deutschland
In Deutschland ist der Unternehmenshauptsitz in Nürnberg.