Direktbank

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Direktbanken sind Banken, die Bankgeschäfte ohne eigenes Filialnetz anbieten. Sie unterliegen den gleichen bankenaufsichtsrechtlichen Bestimmungen wie Filialbanken.

Organisatorisch wird eine Direktbank als die Summe aller systematischen Aktivitäten zum Absatz von Bankleistungen über direkte Kommunikationskanäle definiert. Vorbild für die dabei eingesetzten Verfahren war der Postscheckverkehr. Herkömmlich ist dies der Postweg, hinzu kam das Telefonbanking, in neuerer Zeit ist es das Internet. Durch den technischen Fortschritt verfügen inzwischen viele Kreditinstitute auch über spezialisierte Geschäftsbereiche, die Electronic Banking anbieten und wie eine Direktbank arbeiten.

Deutschland[Bearbeiten]

Im Jahre 2012 verzeichneten Direktbanken 15,8 Millionen Kunden [1].

Meist handelt es sich bei Direktbanken um Tochtergesellschaften von Finanzkonzernen. Die größten Direktbanken in Deutschland sind (alphabetisch sortiert):

Direktbanken für Börsengeschäfte sind u. a. Sparkassen Broker, Comdirect, Consorsbank und ING-DiBa.

Außerdem sind mit der Bankengruppe der PSD-Banken in den jeweiligen Regionen rechtlich eigenständige genossenschaftliche Direktbanken vertreten, die sich gemeinsam aber über das gesamte Bundesgebiet erstrecken. Mit insgesamt 60 Geschäftsstellen[2] vertritt sie einen Mittelweg zwischen einer Direktbank und einer Filialbank.

Österreich[Bearbeiten]

In Österreich existieren unter anderem (in alphabetischer Folge):

  • Autobank AG
  • bankdirekt.at (Tochter der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich)
  • Bankhaus Denzel
  • direktanlage.at (Tochter der DAB bank), mit dem Schwerpunkt Discount-Brokerage und 60.000 Kunden
  • easybank (Tochter der BAWAG P.S.K.) mit rund 390.000 Konten
  • generalibank.at (Bank der Generali Gruppe)
  • ING-DiBa Direktbank Austria (Niederlassung der ING-DiBa) mit rund 500.000 Kunden
  • VTB Direktbank, eine Tochtergesellschaft der russischen VTB
  • livebank.at (Tochter der Österreichischen Volksbanken AG)

Vertriebskanäle[Bearbeiten]

Zunächst kommen die Vertriebswege Briefpost, Telefon (Callcenter) und Telefax zum Einsatz. Zunehmend wichtige Vertriebskanäle sind das Internet und unabhängige Finanzvertriebe. Eine andere Form des Direktvertriebes verfolgte die Fortis Bank in Deutschland, die über keine Filialen verfügte, sondern deren Kundenberater im Firmenkundengeschäft wie ein normaler Außendienst agierte.

Im Internet zählen Direktbanken zu den bedeutendsten Werbetreibern. Um trotz fehlendem eigenem Filialnetz persönliche Beratungsdienstleistungen zum Absatz von Produkten anbieten zu können, arbeiten viele Direktbanken mit unabhängigen Finanzvertrieben zusammen. Diese verkaufen die Produkte der Direktbank gegen Provision.

Um eine Kontoeröffnung schnell und unabhängig vom Sitz der Bank durchführen zu können, wurde das PostIdent-Verfahren eingeführt, so dass der neue Kunde nicht persönlich in der Bank erscheinen muss.

Produkte[Bearbeiten]

Die Produktpalette von Direktbanken kann umfassend sein, oder sich auf einzelne Produktgruppen beschränken. In der Regel umfasst sie:

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Anzahl der Direktbank-Kunden in Deutschland in den Jahren 2000 bis 2015, 3. November 2014
  2. PSD Banken im Überblick