Corinne Cléry

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Corinne Cléry (* 23. März 1950 in Paris als Corinne Piccoli)[1] ist eine französische Schauspielerin, die vor allem in den 1970er Jahren beim Publikum Bekanntheit erlangte. Sie spielte in über 60 Kino- und Fernsehenproduktionen mit, unter anderem in den Kinofilmen Die Geschichte der O, Bluff oder in der James Bond-Verfilmung Moonraker – Streng geheim. [2]

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Cléry, 1950 in Paris geboren, begann ihre schauspielerische Karriere unter dem Namen Corinne Piccoli im Alter von siebzehn Jahren. Sie modelte in Paris und Rom und unternahm einen zweiten, erfolgreichen Anlauf beim Film 1973 unter dem Namen Corinna Picolo in der Komödie Il sergente Rompiglioni.

Zwei Jahre später verkörperte sie die Titelrolle der „O“ [3] in dem sadomasochistischen Film Die Geschichte der O von Regisseur Just Jaeckin nach dem Roman von Dominique Aury. [4] Der Film war im europäischen Kino, vor allem im Mutterland Frankreich, sehr erfolgreich. [5] Durch diese Filmrolle gelang Corinne Cléry der internationale Durchbruch als Schauspielerin.

Neben Adriano Celentano und Anthony Quinn spielte sie daraufhin 1976 in der italienischen Gangsterkomödie Bluff von Sergio Corbucci die weibliche Hauptrolle. [6] In Pasquale Festa Campaniles Gangsterdrama Wenn du krepierst, lebe ich war sie 1977 die Partnerin von Franco Nero. [7]

In Lewis Gilberts James-Bond-Verfilmung Moonraker – Streng geheim [8] mit Roger Moore nach einem Roman von Ian Fleming bekam sie 1979 neben Lois Chiles den Part der Corinne Dufour. [9]

Ein Jahr später spielte sie in Giorgio Capitanis Komödie Ich hasse Blondinen an der Seite von Enrico Montesano, Jean Rochefort und Ivan Desny. [10] 1987 besetzte sie der italienische Regisseur Carlo Vanzina in der Literaturverfilmung Die Partie seines Lebens neben Faye Dunaway, Jennifer Beals und Matthew Modine. [11]

Seit den frühen 1980er Jahren nahm Corinne Cléry neben dem Kino auch Hauptrollen in internationalen Fernsehverfilmungen wie in Alfredo Angelis Drama Benedetta e company neben Catherine Spaak oder in Fernsehminiserien wie in Eine Frau (1988) von Regisseur Luigi Perelli wahr. In den 1990er Jahren war sie auch im italienischen Fernsehen in Gastrollen wie in der Serie Junge Liebe zu sehen.

1999 engagierte sie der österreichische Regisseur Xaver Schwarzenberger für seine Familienkomödie Stella di Mare - Hilfe, wir erben ein Schiff!. [12]

Nach dem Millennium sah man sie in verschiedenen italienischen Kriminalfilmen und Komödien von Regisseuren wie Damiano Damiani [13], Franco Salvia, Stefano Calvagna oder Rossella Izzo.

Seit Mitte der 1970er Jahre bildeten sie zahlreiche Zeitschriften, vor allem in erotischen Posen, als Covergirl ab.[14]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biographische Daten von Corinne Cléry in: L'âge d'or du cinéma érotique et pornographique: 1973-1976, von François Jouffa, Tony Crawley, Ramsay, 2003, Seite 134
  2. Corinne Cléry in: The New York Times
  3. Corinne Cléry in Story of O in: The Guardian
  4. Corinne Cléry in: Der erotische Film: Zur medialen Codierung von Ästhetik, Sexualität und Gewalt , von Oliver Jahraus, Stefan Neuhaus, Königshausen & Neumann, 2003, Seite 57
  5. Corinne Cléry in: Der Spiegel
  6. Corinne Cléry in: Stern Magazin, Gruner & Jahr, 1990, Seite 142
  7. Corinne Cléry in: Nightmare Movies: Horror on Screen Since the 1960s, von Kim Newman, Bloomsbury USA, 2011, Seite 80
  8. Corinne Cléry in: The Telegraph
  9. Corinne Cléry in: Shaken & Stirred: The Feminism of James Bond, von Robert A. Caplen, Xlibris, 2010, Seite 331
  10. Corinne Cléry in: Von Dorothy Dandridge bis Willy Fritsch: Das Film ABC, von Horst O. Hermanni, 2009, Seite 110
  11. Corinne Cléry in: Leonard Maltin's 2012, von Leonard Maltin, Penguin Group USA, Incorporated, 2011, Seite 515
  12. Corinne Cléry in: Austrian Films, von Wolfgang Glück, PVS Verlager, 1999, Seite 103
  13. Corinne Cléry in: Dizionario del cinema italiano: I Film, von Roberto Chiti, Enrico Lancia, Roberto Poppi, Gremese, 2001, Seite 28
  14. Biografie bei nanarland (französisch)