Crayford Engineering

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Die englische Firma Crayford Engineering wurde 1962 von David McMullan und Jeffrey Smith gegründet. Das erste Projekt der kleinen Werkstatt in Westerham/Kent in Großbritannien war ein Mini-Cabrio-Umbau für 100 Pfund. Rund 800 Mini wurden „eröffnet“. Charakteristisch für die Crayford-Umbauten ist die Tatsache, dass im Allgemeinen keine Lackierarbeiten erforderlich waren. So blieben die Kosten niedrig. Später stieg der Preis zwar auf 150 Pfund, dafür waren nun aber die Seitenscheiben voll versenkbar.

Das Letzte von neun Cabrios auf Audi-100-Basis von Crayford

In den 1970er und 1980er Jahren trat die ausgegliederte Unternehmenssparte Crayford Auto Developments Ltd in Erscheinung, die sich auf den Umbau von Limousinen zu Cabriolets und Kombis (in England Estate genannt) spezialisierte. Zu den bekannteren Produkten, die Crayford anbot, zählten weitere Cabriolet-Varianten des Mini, des BMC 1100/1300, des VW Scirocco I (unter der Bezeichnung Crayford Tempest), des Audi 100, des Opel Commodore und Opel Rekord (Opal), des Opel Manta (Centaur), des Mercedes-Benz 280 CE (Baureihe W 123), des BMW 1602 und natürlich diverser Modelle aus dem Hause Ford, wie zum Beispiel Ford Capri (Caprice, gebaut von Karl Deutsch (Karosseriebau) in Köln für Crayford), Ford Cortina Mk1-5, Ford Corsair, Ford Fiesta (Fly).

Auch einige unbekannte Einzelanfertigungen wurden bei Crayford realisiert, wie zum Beispiel Mercedes-Benz 350 SEL Landaulet (Baureihe W 116), Mercedes-Benz 600 Landaulet (Baureihe W 100) oder Mercedes-Benz 450 SLC Estate (Condor, Baureihe C 107) und noch einige mehr.

Mercedes-Benz-Kombiumbau von Crayford

Zudem fertigte Crayford Kombi-Umbauten auf Basis des Triumph TR7 und verschiedener Mercedes-Modelle wie der Mercedes S-Klasse (Baureihe W 116) oder dem Mercedes-Benz /8 (Baureihe W 115), des Audi 100, des Rover P6 sowie die Umrüstung des Leyland Princess mit großer Heckklappe.

Mitte der achtziger Jahre gab Crayford sämtliche Umbau-Aktivitäten auf. Das Unternehmen existiert weiterhin und widmet sich dem Bau von ATVs (All Terrain Vehicles), Booten und Spezialfahrzeugen für besondere Zwecke (Rettungsdienste, Feuerwehr und dergleichen).

Literatur[Bearbeiten]

  • Harald Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8.