VW Scirocco

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Der VW Scirocco ist ein dreitüriges, 2+2-sitziges Sportcoupé von Volkswagen, das von Frühjahr 1974 bis Spätsommer 1992 in zwei Generationen (beide auf Plattform des VW Golf I) gebaut wurde. Die dritte Generation ist seit 2008 auf dem Markt.

Im Herbst 1988 wurde der VW Corrado vorgestellt, der den Scirocco der zweiten Generation schon 1986 hätte ablösen sollen. Tatsächlich wurde der Corrado mit der Typbezeichnung 53i von VW jedoch als Technologieträger und hochwertiges Sportcoupé am Markt positioniert und bis zum Produktionsende des Scirocco II im September 1992 parallel zu diesem, aber auch noch darüber hinaus produziert.

Nach langer Pause wurde im Sommer 2008 die dritte Generation des Scirocco eingeführt. Sie basiert technisch wie auch der VW Golf V und der Golf VI auf der VW-Quermotor-Plattform PQ35.[1]

Die VW-internen Bezeichnungen sind Typ 53 für den Scirocco I, Typ 53B für den Scirocco II und Typ 13 für den Scirocco III.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Während er mit der Entwicklung des VW Golf beauftragt war, kam dem Designer Giorgio Giugiaro die Idee, auf dessen Basis auch ein Sportcoupé entstehen zu lassen. Er trat mit der Firma Karmann in Kontakt und präsentierte dem Vorstand von Volkswagen erste Entwürfe des Coupés als Nachfolgemodell des VW Karmann-Ghia Typ 14. Aus wirtschaftlichen Gründen verweigerte der Vorstand eine finanzielle Beteiligung, sodass Karmann die gesamte Investition zum Bau des Fahrzeuges alleine tätigte. Giugiaro entwarf die Karosserie; Ähnlichkeiten zu dem zur gleichen Zeit ebenfalls von Giugiaro entworfenen Alfa Romeo Alfasud Sprint sind deshalb kein Zufall. Sämtliche Modelle des VW Scirocco I und II stellte Karmann in Osnabrück her.

Name

Im Einvernehmen mit dem Volkswagenvorstand erhielt das Fahrzeug die Modellbezeichnung Scirocco, unter der es später als VW Scirocco vorgestellt wurde. Der Name Scirocco bezeichnet eigentlich einen heißen Wüstenwind, der von der Sahara in Richtung Mittelmeer weht.

Die Baureihen im Überblick[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Claudia Böhler: Aufregend vernünftig. Der Volkswagen Scirocco 1974–1992. aus der Reihe: Modellgeschichten – Schriftenreihe der Historischen Kommunikation der Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg 2008, ISBN 978-3-935112-33-8, als pdf online (3,89 MB)
  • Fuths, Peitzmeier: Scirocco – Comeback einer Legende. Delius Klasing Verlag, 2008, ISBN 978-3-7688-2543-6
  • Walter Wolf: VW Scirocco. Autovision, Hamburg 1991, ISBN 3-980-2766-00
  • James Ruppert: VW Golf. With Scirocco, Corrado and Karmann Convertible Derivatives. Crowood, Marlborough/Wiltshire 1996, ISBN 1-85223-996-4
  • Lindsay Porter (Hrsg.): Volkswagen Golf, Polo, Scirocco, Corrado: Workshop Manual. Porter, ISBN 1-899238-40-9 (Lindsay Porter's Colour Manuals)
  • John Blunsden: VW Golf and Derivatives Including Convertible, Jetta, Scirocco & Corrado. A Collectors Guide. Motor Racing, Croydon 1992, ISBN 0-947981-63-2

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Volkswagen Scirocco – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.autoaid.de/testbericht/vw/vw-scirocco/