DR 137 058 … 079

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DR 137 058–067 und 075–079
„Einheitstriebwagen mit Eilzugwagengrundriss“
185 Friedrichstadt.jpg
Nummerierung: DR 137 058–067, 075–079
DB: VT 33.1
DR: 185.0 (188.1)
Anzahl: 15
Hersteller: Waggonfabrik Wismar, MAN, AEG, SSW, BBC
Baujahr(e): 1934–1935
Ausmusterung: 1977
Achsformel: 2'Bo'
Dienstmasse: 49,5 t
Radsatzfahrmasse: 12,5 t
Höchstgeschwindigkeit: 110 km/h
Installierte Leistung: 302 kW
Raddurchmesser: 900 mm
Motorentyp: Maybach GO5
Motorbauart: 1 × 12 Zylinder 4-Takt
Leistungsübertragung: elektrisch
Anzahl der Fahrmotoren: 2

Die Triebwagen 137 058 bis 067 und 137 075 bis 079 sind eine Triebwagenbaureihe, die ursprünglich mit 302 kW Leistung für die Deutsche Reichsbahn als Einheitstriebwagen mit Eilzugwagengrundriss gebaut wurden.

Geschichte[Bearbeiten]

Reichsbahn-Zeit[Bearbeiten]

Streckennetz der durch die Einheitstriebwagen gefahrenen Strecken

Neben den Schnelltriebwagen, den berühmten Fliegenden Zügen, bestimmten die 302 kW-Triebwagen mit Beiwagen in den dreißiger Jahren das Bild der modernen Reichsbahn. Dies verstärkte sich noch, als ganze Regionen wie das Ruhrgebiet und der Raum Dresden auf geschlossene Verkehre mit Triebwagenbetrieb umgestellt wurden.

Die hier dargestellten Fahrzeuge mit Eilzugwagengrundriss wurden speziell für den Ruhrschnellverkehr und den Verkehr im Raum Dresden in den Jahren 1934 und 1935 beschafft. Sie wurden in vier Losen, die sich geringfügig im Fahrzeuggrundriss, in der Leistungssteuerung und der elektrischen Ausrüstung unterschieden, gefertigt. Für sie wurde eine spezielle Steuerwagenbauart mit der Bauart 145 und eine große Anzahl von Beiwagen beschafft, was die Bildung von ganzen Triebwagenzügen ermöglichte.

Nach der Abnahme der Fahrzeuge wurden sie bei den RBD Dresden, Mainz und Saarbrücken im Personen- und Eilzugbetrieb eingesetzt, wo sich sehr gut bewährten. Beim Einsatz im Ruhrschnellverkehr mit starrem Fahrplan bewährten sie sich nicht voll. Mit Kriegsbeginn wurden die Fahrzeuge zunächst stillgelegt. Einige Triebwagen gingen als Notstromaggregat an die Marine. Den Krieg überstanden elf Fahrzeuge. Zehn gingen in den Bestand der Deutschen Reichsbahn, einer in den Bestand der Deutschen Bundesbahn über.

Nachkriegsära[Bearbeiten]

Der 137 066 wurde bei der Deutschen Bundesbahn als VT 33 106 in Betrieb genommen und tat dort Dienst bei den Bw Frankfurt/M 1, Hamburg-Altona und Bielefeld, bis er 1964 abgestellt wurde.

Bei der Deutschen Reichsbahn in der DDR wurden die restlichen Fahrzeuge, wie schon vor dem Krieg, im Bw Dresden-Pieschen beheimatet. Herausragend in ihrem Einsatz waren die Eilzüge nach Zittau und Karl-Marx-Stadt, die durch ganze Triebwagenzüge, bestehend aus zwei Triebwagen und drei Beiwagen gebildet wurden. Beim Aufstieg aus dem Elbtal wurde der Zug durch eine Schiebelokomotive unterstützt.

Fünf Fahrzeuge wurden 1970 zur Einführung des EDV-Nummersystems noch in die Baureihe 185.0 umgezeichnet. Zu dieser Zeit waren die Triebwagen 185 004 und 007 im Arbeitszugdienst eingesetzt, und dienten dem Pendelverkehr von Bad Schandau nach Děčín. Sie wurden bis 1977 ausgemustert. Einige Fahrzeuge wurden noch einige Zeit als Aufenthaltsräume weiterverwendet, der 185 004 wurde erst 1992 im Bw Dresden-Friedrichstadt zerlegt.

Ein Fahrzeug ist erhalten geblieben. Der VT 137 063 ist heute noch als Messtriebwagen in Berlin-Schöneweide mit der Bezeichnung 723 101-2 vorhanden. Er war 1958 zum Fahrleitungsmesstriebwagen VT 137 700 (ab 1970: 188 101) umgebaut worden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz R. Kurz: Die Triebwagen der Reichsbahn-Bauarten. EK-Verlag, Freiburg 1988, ISBN 3-88255-803-2

Weblinks[Bearbeiten]