Dan-Issa

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Landgemeinde Dan-Issa
Landgemeinde Dan-Issa (Niger)
Landgemeinde Dan-Issa
Landgemeinde Dan-Issa
Koordinaten 13° 12′ N, 7° 15′ O13.2057.2577777777778Koordinaten: 13° 12′ N, 7° 15′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Maradi
Departement Madarounfa
Einwohner 94.841 (2012)

Dan-Issa (auch: Dan Issa) ist eine Landgemeinde im Departement Madarounfa in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Dan-Issa liegt in der Großlandschaft Sudan und grenzt im Süden an den Nachbarstaat Nigeria. Die Nachbargemeinden in Niger sind Madarounfa im Westen, Djiratawa im Nordwesten, Tchadoua im Nordosten und Aguié im Osten. Das Gemeindegebiet ist in 61 administrative Dörfer, 25 traditionelle Dörfer und 42 Weiler gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Dan-Issa (auch: Dan Issa).[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Im zu Dan-Issa gehörenden Dorf Dambo wurde 1914 einer der ersten Zollposten eingerichtet, an dem beim grenzüberschreitenden Handel zwischen dem damals französischen Niger und dem damals britischen Nigeria Abgaben zu entrichten waren. Die schlecht ausgebildeten und wenig kontrollierten Zöllner kamen aus den Reihen der tirailleurs sénégalais.[3]

Die Landgemeinde Dan-Issa ging als Verwaltungseinheit 2002 im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem östlichen Teil des Kantons Madarounfa hervor.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Dan-Issa 54.290 Einwohner.[4] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl 94.841.[5]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister Mahaman Rabé (RSD-Gaskiya) wurde am 3. Dezember 2012 durch ein Misstrauensvotum des Gemeinderats abgesetzt. Die Mandatsverteilung (15 Sitze) im Gemeinderat ist: RSD-Gaskiya 6, MODEN-FA Lumana Africa 3, PNDS-Tarayya 3, MNSD-Nassara 2 und CDS-Rahama 1 (Stand: 2012).[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in jener schmalen Zone entlang der Grenze zu Nigeria, die von Tounouga im Westen bis Malawa im Osten reicht, in der Bewässerungsfeldwirtschaft für Cash Crops betrieben wird.[7] Durch Dan-Issa verläuft die Nationalstraße 9, die den Ort mit der Regionalhauptstadt Maradi und der Grenze zu Nigeria verbindet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3.  Hassane Gandah Nabi: Commerçants et entrepreneurs du Niger (1922–2006). L’Harmattan, Paris 2013, ISBN 978-2-336-29136-9, S. 43.
  4. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 54.
  5. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 21. April 2014 (PDF-Datei, französisch).
  6. Souley Moutari: Gouvernance locale dans la région de Maradi. Le maire de la commune rurale de Dan Issa destitué. In: Tamtaminfo. 6. Dezember 2012, abgerufen am 21. April 2014 (französisch).
  7. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.