Davor Solter

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Davor Solter (* 22. März 1941 in Zagreb) ist ein kroatisch-US-amerikanischer Entwicklungsbiologe und ehemaliger Direktor des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie in Freiburg im Breisgau.

Leben[Bearbeiten]

Davor Solter erwarb 1965 einen M.D., 1968 einen Master und 1971 einen Ph.D. in Biologie an der Universität Zagreb, wo er auch erste Lehrverpflichtungen hatte. 1973 wechselte er an das Wistar Institute, ein unabhängiges biomedizinisches Forschungsinstitut in Philadelphia, Pennsylvania. 1981 erhielt er zusätzlich eine Professur an der University of Pennsylvania. 1991 wurde er Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und Direktor des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie in Freiburg im Breisgau, eine Position, die er bis 2006 innehatte.[1] Seit 2008 hat er im Rahmen einer Kooperation mit der Duke University (Duke-NUS Graduate Medical School Singapore) eine Professur an der Nationaluniversität Singapur (NUS) in Singapur.

Wirken[Bearbeiten]

Davor Solter konnte wesentliche Beiträge zur Entwicklungsbiologie der Säugetiere leisten. Dazu gehören die Differenzierung der Keimblätter, die Rolle von Molekülen auf der Zelloberfläche bei der Regulation früher Entwicklungsschritte, Biologie und Genetik von Teratokarzinomen, die Biologie embryonaler Stammzellen, genetisches Imprinting und Klonierung. Neuere Arbeiten befassen sich mit genetischen und epigenetischen Mechanismen, die die Entwicklung von Maus-Embryonen in der Prä-Implantationsphase regulieren, und mit der Umprogrammierung menschlicher embryonaler Stammzellen.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Frühere Direktoren bei immunbio.mpg.de; abgerufen am 23. Mai 2011
  2. Davor Solter bei der Academia Europaea (ae-info.org); abgerufen am 27. Mai 2011
  3. Book of Members 1780–2010 (PDF, 432 kB) der American Academy of Arts and Sciences (amacad.org); abgerufen am 27. Mai 2011
  4. March of Dimes Prize in Developmental Biology in: Pediatric Research: April 1998 - Volume 43 - Issue 4 - p 27; abgerufen am 23. Mai 2011
  5. Past Winners (1972–2010) bei brandeis.edu; abgerufen am 23. Mai 2011