Universität Zagreb

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Universität Zagreb
Logo
Gründung 23. September 1669
Trägerschaft staatlich
Ort Zagreb, Kroatien
Rektor Aleksa Bjeliš
Studenten 55.034 (2003/2004)
Mitarbeiter 8.080 (2005)
Website www.unizg.hr
Hauptgebäude der Universität (heute juristische Fakultät)
Eingangsportal mit der Statue Povijest Hrvata (Geschichte der Kroaten) von Ivan Meštrović

Die Universität Zagreb (kroatisch Sveučilište u Zagrebu, lateinisch Universitas Studiorum Zagrabiensis) ist eine staatliche Universität in der kroatischen Hauptstadt Zagreb mit ca. 55.000 Studenten (Stand: 2003). Sie ist die größte und älteste Hochschule des Landes. Die Universität Zagreb ist auch mit einem Anteil von über 50 Prozent der landesweiten Hochschulforschung eine bedeutende Forschungsinstitution. Sie ist auch Mitglied im Netzwerk der Balkan-Universitäten.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Akademie[Bearbeiten]

Eine jesuitische Akademie, die Neoacademia Zagrabiensis, wurde am 23. September 1669 vom Kaiser Leopold I. in seiner Eigenschaft als König von Kroatien gegründet.[2]

Nach der Auflösung des Jesuitenordens durch Papst Clemens XIV. im Jahre 1773 erhielt die Akademie (samt ihrer umfangreichen Bibliothek) eine neue Struktur. 1776 erklärte Kaiserin Maria Theresia die Einrichtung zur Königlichen Akademie der Wissenschaften (lat. Regia Scientiarum Academia) mit den Fakultäten Philosophie, Theologie und Rechtswissenschaften.[2] Die vormals politikwissenschaftlichen Fächer wurden Teil der rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Universität[Bearbeiten]

Diese Akademie blieb im Wesentlichen bis 1874 in ihrer Struktur erhalten. Im Jahre 1861 schlug der römisch-katholische Bischof Josip Juraj Strossmayer dem kroatischen Parlament die Gründung einer Universität zu Zagreb vor, wozu Kaiser Franz Joseph I. noch im gleichen Jahr ein Dekret unterzeichnete und dieses schließlich am 5. Januar 1874 auch vom Parlament ratifiziert wurde. Die Eröffnungsfeier fand am 19. Oktober 1874 statt. Die Universität war die dritte im ungarischen Reichsteil der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie.[3] Seitdem haben an der Universität Zagreb über 200.000 Studenten ihr Diplom und über 8.000 Habilitanden ihren Doktortitel erworben.

Am 19. September 2008 wurde bekannt, dass an der Wirtschafts- und Verkehrsfakultät korrupte Professoren in großem Stil gegen Bezahlung gute Examensnoten vergaben und dass sich der Aufnahmetest illegal umgehen ließ. Die Polizei reagierte mit 100 Durchsuchungen und 21 Festnahmen. Zu den Festgenommenen gehörte auch die Vorsitzende des Antikorruptionsausschusses im kroatischen Parlament, Deša Mlikotin Tomić.[4]

Internationale Mitarbeit[Bearbeiten]

Die Universität Zagreb hat in ihren strategischen Dokumenten „Iskorak 2001“ und „International mission and policy“ den Willen nach einer internationalen Mitarbeit gezeigt. Der Senat der Universität Zagreb hat in Mai 2005 einen strategischen Plan angenommen der zeigt welche Ziele die Universität mit dieser internationalen Mitarbeit erreichen will. Im Mai 2007 hat der Senat eine Deklaration angenommen, die internationale Austauschprogramme anregt. Im Juni 2007 ist ein Plan erstellt in dem die genauen Aufgaben gezeigt sind.

Internationale Mitarbeit wird durch folgendes verwirklicht:

  1. Das Abkommen zwischen allen Fakultäten
  2. Die Internationalen akademischen Vereinigungen
  3. Die wissenschaftliche Projekte
  4. Die Arbeit der Studentenvereinigungen

E-Lernen[Bearbeiten]

Die Universität Zagreb fördert ein aktives e-Lernen, oder die Anwendung der Technologie während des Lernens. E-Lernen ist ein legaler und wünschenswerter Weg des Belehrens an der Universität Zagreb. E-Lernen ist ein Synonym für eine neue, moderne und eine hochwertige Ausbildung. Folgende Ziele sind zu erreichen:

  1. Die Qualität der Ausbildung an der Universität fördern
  2. Den Lehrern und Studenten bessere Rollen in der Ausbildung geben
  3. Den Studenten die Möglichkeit geben, die Technologie immer zu benutzen

Der Zweck dieser Strategie ist eine positive Umgebung für die Entwicklung und Anwendung des e-Lernens zu schaffen.

Fakultäten und Akademien der Universität Zagreb[Bearbeiten]

Fakultäten[Bearbeiten]

  • Fakultät für Agronomie
  • Fakultät für Architektur
  • Fakultät für Bergbau, Geologie
  • Fakultät für Chemie
  • Fakultät für Elektrotechnik
  • Fakultät für Forstwirtschaft
  • Fakultät für Geodäsie
  • Fakultät für Grafik
  • Fakultät für Informatik
  • Fakultät für Katholische Theologie
  • Fakultät für Kinesiologie
  • Fakultät für Lebensmitteltechnologie und Biotechnologie
  • Fakultät für Maschinenbau
  • Fakultät für Mathematik
  • Fakultät für Medizin
  • Fakultät für Metallurgie
  • Fakultät für Lehrerbildung
  • Fakultät für Pharmakologie und Biochemie
  • Philosophische Fakultät
  • Fakultät für Politikwissenschaft
  • Fakultät für Rechtswissenschaften
  • Fakultät für Schiffsbauwesen
  • Fakultät für Sonderpädagogik und Rehabilitation
  • Fakultät für Sportwissenschaft
  • Fakultät für Textiltechnologie
  • Fakultät für Tiermedizin
  • Fakultät für Verkehrswesen
  • Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
  • Fakultät für Zahnmedizin

Akademien[Bearbeiten]

  • Darstellende Kunst
  • Kunstakademie Zagreb
  • Musikakademie Zagreb

Persönlichkeiten (chronologisch)[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Konferenz der Balkan Universitäten Mai 2010 in Edirne
  2. a b Rüegg, Walter: "European Universities and Similar Institutions in Existence between 1812 and the End of 1944: A Chronological List", in: Rüegg, Walter (Hrsg.): A History of the University in Europe. Bd. 3: Universities in the Nineteenth and Early Twentieth Centuries (1800–1945), Cambridge University Press, 2004, ISBN 978-0-521-36107-1, S. 685
  3. Charle, Christophe: "Patterns", in: Rüegg, Walter (Hrsg.): A History of the University in Europe. Bd. 3: Universities in the Nineteenth and Early Twentieth Centuries (1800–1945), Cambridge University Press, 2004, ISBN 978-0-521-36107-1, S. 41
  4. http://www.tagesschau.de/ausland/zagreb100.html (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung

45.81067097515.970097780556Koordinaten: 45° 48′ 38,42″ N, 15° 58′ 12,35″ O