Defiance (Ohio)

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Defiance
Defiance (Ohio)
Defiance
Defiance
Lage in Ohio
Basisdaten
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Ohio
County:

Defiance County

Koordinaten: 41° 17′ N, 84° 22′ W41.281944444444-84.362777777778206Koordinaten: 41° 17′ N, 84° 22′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 16.465 (Stand: 2000)
Bevölkerungsdichte: 603,1 Einwohner je km²
Fläche: 28,6 km² (ca. 11 mi²)
davon 27,3 km² (ca. 11 mi²) Land
Höhe: 206 m
Postleitzahl: 43512
Vorwahl: +1 419
FIPS:

39-21308

GNIS-ID: 1064519
Webpräsenz: www.cityofdefiance.com
Bürgermeister: Joseph Robert (Bob) Armstrong

Defiance ist eine Stadt im nordwestlichen Teil des US-Bundesstaates Ohio im Defiance County. Bei der Volkszählung 2000 hatte der County Seat von Defiance County 16.465 Einwohner.

Geographie und Verkehr[Bearbeiten]

Defiance liegt am Zusammenfluss des Auglaize und des Maumee River, ungefähr 55 Meilen südwestlich von Toledo und 45 Meilen östlich von Fort Wayne, Indiana. Durch den Ort verläuft der U.S. Highway 24, der Defiance mit den beiden Städten verbindet. Die Eisenbahnlinie wird von CSX Transportation unterhalten. Nahe der Stadt liegt der Defiance County Airport.

Geschichte[Bearbeiten]

In der Gegend am Rande des Great Black Swamp, des ehemaligen großen Sumpfgebietes in Nordwest-Ohio, bestand im 18. Jahrhundert eine große Indianersiedlung und ein französischer Handelsposten. Die Franzosen bezeichneten den Ort als AuGlaize oder Grand Glaize. Während der Indianerkriege ließ General „Mad“ Anthony Wayne hier im August 1794 ein Fort errichten, das er Fort Defiance nannte. Nach der Schlacht von Fallen Timbers (20. August 1794) wählte Wayne das Fort zur Ausgangsbasis für seine Operationen im umliegenden Gebiet. Obwohl der Vertrag von Greenville 1795 Defiance den Ureinwohnern zuschlug, duldeten die Indianer das Fort und eine Handelsstation. Die Befestigung war zu Beginn des Britisch-Amerikanischen Krieges 1812 eine Ruine. General William H. Harrison baute deshalb ein neues, größeres Fort in der Nähe am Auglaize und nannte es Fort Winchester. 1817 traten die lokalen Stämme das umliegende Land endgültig an die weißen Siedler ab.

Die Stadt Defiance an Stelle des ehemaligen Forts gründeten Benjamin Level und Horatio G. Philips 1822. Die Stadt wuchs zunächst langsam: Im Jahr 1854 lebten hier nur etwa 700 Menschen. Die Wende kam mit der Kultivierung des Sumpflandes und dem Anschluss der Stadt an das Schienennetz. 1880 waren bereits 5.907 Einwohner in Defiance ansässig, 1886 gab es hier vier Zeitungsverlage, 13 Kirchen und zwei Banken. [1]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Das öffentliche Schulsystem umfasst 3.200 Schulplätze bis zur High School. Zudem sind hier vier kirchliche Grundschulen und das Defiance College angesiedelt, das von der United Church of Christ betrieben wird und etwa 1000 Studienplätze bietet. Die medizinische Versorgung wird vom Defiance Hospital sichergestellt. Die örtlichen Religionsgemeinschaften unterhalten 21 protestantische und 2 katholische Kirchen. In der Stadt gibt es eine öffentliche Bibliothek, sieben Kinos und eine Theatergruppe, einen Golfplatz und mehrere öffentliche Schwimmbäder und Parks.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Anstelle des ehemaligen Fort Defiance befindet sich heute ein Park, der Aussicht auf den Zusammenfluss von Auglaize und Maumee bietet.
  • Drei Meilen westlich der Stadt liegt das Museumsdorf AuGlaize Village mit restaurierten Wohnhäusern und Werkstätten aus den Jahren 1860-1920.
  • Das National Register of Historic Places verzeichnet für Defiance 10 Einträge, darunter den Holgate Avenue Historic District mit Bürgerhäusern aus den Jahren 1825-1949.[2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrungen und Rezeption[Bearbeiten]

Nach der Stadt benannt sind:

Namensvarianten[Bearbeiten]

Die Ortschaft besitzt mehrere Bezeichnungsvarianten:

  • Au Glaize[3]
  • Ensawacosa[3]
  • Fort Defiance[3]
  • Fort Miamis[3]
  • Fort Winchester[3]
  • Grand Glaize[3]
  • Miami Fort[3]
  • Miamis Fort[3]
  • Tuendawie[3]
  • Twendiawie[3]
  • Winchester[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. defiancetourism.com; Henry Howe: Historical Collections of Ohio. E. Morgan, 1854, S. 144; ohiohistorycentral; Federal Writers' Project: Ohio: The Ohio Guide, S. 535
  2. nationalregisterofhistoricplaces.com
  3. a b c d e f g h i j k Doctor H.F. Raup Ohio Place Names Research File