Der lange Weg des Lukas B. (Fernsehserie)

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Seriendaten
Deutscher Titel Der lange Weg des Lukas B.
Originaltitel By Way of the Stars
Produktionsland Kanada, Deutschland
Originalsprache Englisch
Jahr 1992
Länge 240 Minuten
Episoden 4
Genre Kinderserie, Abenteuerserie
Produktion Kevin Sullivan
Musik John Welsman
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
26.12.1992 auf ZDF
Besetzung

Der lange Weg des Lukas B. ist eine Fernsehserie. Es handelt sich bei der Serie um eine Adaption des Jugendromans Der lange Weg des Lukas B. von Willi Fährmann, die 1992 im ZDF als Weihnachtsserie ausgestrahlt wurde.

Inhalt[Bearbeiten]

Die Bienmanns ist eine Zimmermann-Sage. Doch in der Umgebung ihres kleinen Dorfes in Ostpreußen gibt es zum Ende des 19. Jahrhunderts nicht mehr genug Arbeit, um sie und die Familien ihrer Mitarbeiter zu ernähren. So entscheidet sich Lukas' Großvater dazu, mit seiner Mannschaft für einige Jahre nach Amerika zu gehen, um dort das große Geld zu verdienen.

Als Lukas Otto von Lebrecht bei einem Mord beobachtet und sein Vater fälschlicherweise dieses Mordes beschuldigt wird, entscheidet sich Lukas, nach Amerika zu gehen.

Amerika scheint auch für den Dorflehrer, einen Revolutionär, die Rettung vor der preußischen Justiz zu sein. So begleitet er das Zimmermanns-Team. Als blinder Passagier gesellt sich noch Mathilde Bienmann hinzu, die in den Lehrer verliebt ist.

Bereits auf dem Schiff findet Lukas erste Spuren seines Vaters, eine unvollendete Galionsfigur. Die Zimmerleute reparieren nach einem Sturm alles, was auf dem Schiff zu Bruch gegangen ist, und Lukas schnitzt mit der Hilfe des Großvaters den Neptun für den Bug fertig. Im Gegenzug für Schnaps erhält er vom Segelmacher Geschichten über seinen Vater.

In Amerika reisen die Bienmanns quer durchs Land, bauen Kirchen, Wohnhäuser und Brücken. Zwei der Zimmerleute aus dem Dorf sterben dabei. Immer wieder kreuzen die Spuren seines Vaters Lukas' Weg.

Willi Fährmann setzt sich hier mit der Auswanderungszeit um die vorletzte Jahrhundertwende auseinander. Viele Menschen fanden in Europa nicht mehr genug Arbeit, um zu überleben, und so machten sie sich auf in das gelobte Land Amerika. Das Buch zeigt, wie unterschiedliche kulturelle Vorstellungen aufeinanderprallen, welche Chancen das im Aufbruch befindliche Land bot für den, der sie zu nutzen wusste.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1994 gab es für die Serie Gemini Award-Nominierungen für Allan King (Regie) und John Welsman (Musik).

Literatur[Bearbeiten]

  • Willi Fährmann: Die Bienmann-Saga. Süddeutscher Verlag, München

Weblinks[Bearbeiten]