Die Götter Griechenlandes

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Die Götter Griechenlandes ist ein Gedicht von Friedrich Schiller aus dem Jahr 1788; zuerst veröffentlicht wurde es in Wielands "Teutschem Merkur"; eine zweite – kürzere und inhaltlich "entschärfte" – Fassung veröffentlichte Schiller 1800.

Inhalt[Bearbeiten]

Das Gedicht beschreibt die Lebens- und Naturauffassung der als glückliches und harmonisches Zeitalter charakterisierten Antike und schildert im Gegenzug dazu das christliche Zeitalter als ein Stadium des Verlusts, der Freudlosigkeit, der Entfremdung und Entzweiung. Ursächlich hierfür ist für Schiller die Ablösung der Vielfalt der antiken Götterwelt, die Natur und menschliche Lebenswelt durchwirkt hatte, durch einen einzigen, vergleichsweise abstrakten und fernen christlichen Gott. Da die Götter menschlicher noch waren,/waren Menschen göttlicher (V 191f.). Nur in der Dichtung lebe das Ideal der antiken Welt weiter fort: Was unsterblich im Gesang soll leben,/muss im Leben untergehn (letzte Verse der 2. Fassung). Das Gedicht gilt als wichtiges Beispiel der Antikenbegeisterung in der deutschen Geistesgeschichte.

Form[Bearbeiten]

Das Gedichte besteht aus 25 Strophen à acht Versen mit fünf- bzw. vierhebigen (Schlußverse) Trochäen. Genau die Hälfte des Gedichts gilt der Schilderung der idyllischen Antike, die mitten in der 13. Strophe abbricht. Wohin tret ich? Diese traurige Stille/kündigt sie mir meinen Schöpfer an? (V. 101 f.)

Rezeption[Bearbeiten]

Schon kurz nach der Veröffentlichung wurde das Gedicht als Angriff auf das Christentum kritisiert, besonders vehement von Friedrich Leopold Graf zu Stolberg. Er löste damit eine Debatte über Kunst, Antike und Religion in der Dichtung aus, an der sich auch Georg Forster, Theodor Körner und August Wilhelm Schlegel beteiligen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]