Die Korrekturen

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Die Korrekturen (englisch The Corrections) ist der dritte Roman des US-amerikanischen Schriftstellers Jonathan Franzen. Er erschien im September 2001 und verhalf seinem Autor zum internationalen Durchbruch. Von Literaturkritikern wurde der Roman überwiegend positiv, teils begeistert[1][2] besprochen. Er brachte seinem Autor den National Book Award und den James Tait Black Memorial Prize und war in der Endauswahl für den Pulitzer-Preis und den PEN/Faulkner Award. Mit 2,85 Millionen verkauften Exemplaren (Stand 2010[3]) war das Buch auch ein Publikumserfolg. Die deutsche Erstausgabe erschien im Jahr 2002.

Inhalt[Bearbeiten]

Der Roman gliedert sich in sieben Kapitel (St. Jude – Der Versager – Je mehr er darüber nachdachte, desto wütender wurde er – Auf See – Der Generator – Ein letztes Weihnachten – Die Korrekturen). Er porträtiert die Familie Lambert, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der fiktiven Stadt St. Jude im Mittleren Westen der USA lebt. Die Rahmenhandlung wird getragen von Enid Lamberts Bemühungen, angesichts des rapiden körperlichen und geistigen Verfalls ihres Manns Alfred die drei erwachsenen Kinder Denise, Gary und Chip zum womöglich letzten gemeinsamen Weihnachtsfest im elterlichen Hause zu versammeln. Das Buch widmet jedem der drei Kinder einen eigenen Handlungsstrang: Der mittlere Sohn Chip verliert wegen einer Affäre mit einer Studentin seine Anstellung als Literaturprofessor. Nachdem es ihm nicht gelungen ist, seinen Lebensunterhalt als Drehbuchautor in New York zu bestreiten, lässt er sich auf kriminelle Geschäfte in Litauen ein. Gary ist erfolgreicher Banker, leidet jedoch unter Depressionen und seiner manipulativen Ehefrau, die mit den drei gemeinsamen Kindern Allianzen gegen ihn schmiedet. Denise, die jüngste, leitet die Küche eines Spitzenrestaurants in Philadelphia, verliert jedoch diese Stellung, als ihr Chef und seine Frau herausfinden, dass sie mit jedem von ihnen eine Affäre hatte. Am Weihnachtstag laufen die Handlungsstränge schließlich in St. Jude zusammen. Ein kurzer Epilog informiert den Leser dann über die Ereignisse bis zu Alfreds Tod.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. David Gates: American Gothic. Besprechung in der New York Times vom 9. September 2001
  2. Nicholas Lezard: The right stuff. Besprechung in The Guardian vom 28. September 2002
  3. Lev Grossman: Jonathan Franzen: Great American Novelist In: Time, 12. August 2010