Dierick Bouts

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Marienkrönung, um 1450 (Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien)
Porträt eines Mannes, um 1460 (Metropolitan Museum of Art, New York)
Martyrium des Hl. Hippolyt, um 1470 (Museum der Erlöserkathedrale, Brügge)

Dierick Bouts (* 1410–1420 in Haarlem; † 6. Mai 1475 in Löwen), auch Dirk oder Dieric, früher irrtümlich Stuerbout genannt, war ein niederländischer Maler. Er ist der Vater von Dirk Bouts des Jüngeren und Aelbert Bouts, die ebenfalls Bekanntheit als Maler erreichten. Neben seinen kirchlichen Bildern wurde er für seine Porträtmalerei geschätzt und galt als einer der führenden Maler seiner Zeit.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Dieric Bouts Leben ist kaum dokumentiert. Viele Daten bis in die 1450 Jahre sind nur durch Stilvergleiche von Bildern und Malern zu bestimmen. Der starke Einfluss Rogier van der Weydens lässt es wahrscheinlich erscheinen, dass Bouts um 1440 ein Schüler von ihm war. In seinen Bildern sind auch die Vertrautheit mit den Werken von Jan van Eyck und Aelbert van Ouwater zu erkennen.

Um 1445 heiratete er die reiche Patriziertochter Catharina van der Brugghen aus Löwen. Aus dieser Ehe stammen vier Kinder. Die beiden Söhne Dierick Bouts der Jüngere und Aelbert Bouts wurden geachtete Maler.

Urkundlich ist er in Löwen erst ab 1457 nachweisbar. Er wurde 1465 zum Stadtmaler ernannt. Zu den bekanntesten und ausführlichsten Dokumenten gehört der Vertrag über die Anfertigung des Abendmahlsaltar für die Bruderschaft des Heiligen Sakraments.

Wie Urkunden belegen, war Bouts ein sehr wohlhabender Bürger. Im Jahre 1467 wird er als ein wichtiger Vertreter der Stadt bezeichnet. Nach dem Tod seiner Frau heiratete er kurz vor seinem Tod 1475 ein zweites Mal.

[Bearbeiten] Hauptwerke

[Bearbeiten] Wirkung

Stilvergleiche brachten Carl Georg Heise zu der Überzeugung, dass der aus Westfalen stammende Maler Hinrik Funhof in Bouts Werkstatt gelernt habe. Die von Funhof stammenden Tafeln des Hochaltars der St. Johanniskirche in Lüneburg (1482–1484) gehören zu den Hauptwerken niedersächsischer Malereien der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und zeigen den stilistischen Einfluss von Bouts über seinen angenommenen Schüler Funhof. Für die Zuordnung Funhofs als Mitarbeiter in Bouts Werkstatt führte Heise auch die erstmalige urkundliche Erwähnung Funhofs im Jahre 1475 an, dem Todesjahr von Bouts.

[Bearbeiten] Literatur

  • Oskar Eisenmann: Bouts, Dierick. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 3, Duncker & Humblot, Leipzig 1876, S. 216–218.
  • Catheline Périer-D'Ieteren: Dieric Bouts. The complete works. Mercatorfonds, Antwerpen 2005, ISBN 90-6153-611-1.
  • Flämische Meister: Jan van Eyck, Rogier van der Weyden, Hans Memling, Dirk de Vos. DuMont, Köln, ISBN 3-8321-7201-7. S. 143–156.
  • Malerei des Abendlandes. Eine Bildersammlung von der frühchristlichen bis zur zeitgenössischen Malerei. F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung, Berlin-Grunewald 1955.
  • Dörte Zbikowski: Zum Beispiel: Hinrik Funhof.. In: Die Kunst des Mittelalters in Hamburg. Aufsätze zur Kulturgeschichte. Stiftung Denkmalpflege. Hamburg o.J., ISBN 3-933374-49-9. S. 212–218.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Dieric Bouts – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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