Dissonanzenquartett

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Das Dissonanzenquartett ist ein Streichquartett in C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart, KV 465.

Das Streichquartett, das Mozart am 14. Januar 1785 vollendete, erhielt seinen Namen von den ersten Takten des Einleitungs-Adagio mit den für die damalige Zeit ungewohnten schneidenden Querständen und klanglichen Reibungen (Dissonanzen). Den meisten Zeitgenossen fehlte für diese „moderne“ Musik noch das Verständnis. Wegen des Themas im zweiten Satz trägt das Quartett unter Kammermusikern auch den Beinamen "Caroline". Der dritte Satz besteht aus einem fröhlichen Menuett, gefolgt von einem Trio in c-moll. Der vierte Satz ist, wie der Anfangssatz, in der Sonatensatzform geschrieben, wobei das Thema zu Beginn des zweiten Teils in einer Mollvariante erscheint.

Das Dissonanzenquartett stellt das letzte der sechs zwischen 1782 und 1785 komponierten und Haydn gewidmeten Quartette dar (so genannte „Haydn-Quartette“, KV 387, 421, 428, 458, 464, 465). Es zählt zu den „steilsten Gipfeln europäischer Kammermusik überhaupt“ (J. Dohm).

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jairo Moreno: Subjectivity, Interpretation, and Irony in Gottfried Weber's Analysis of Mozart's "Dissonance" Quartet. In: Music Theory Spectrum. Bd. 25, Nr. 1, 2003, ISSN 0195-6167, S. 99–120 (Abstract).