Volkmar Braunbehrens

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Volkmar von Braunbehrens[1] (* 22. März 1941 in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Musikwissenschaftler und Publizist, der sich insbesondere als Mozart-Forscher einen Namen machte.

Leben[Bearbeiten]

Braunbehrens ging – wie sein Bruder Adrian – zum humanistischen Internat Schule Birklehof und machte dort Anfang der 1960er Jahre Abitur. Er studierte Literaturgeschichte, Musikwissenschaft und Kunstgeschichte in München, Heidelberg und Berlin, wo er in der 68er-Studentenbewegung aktiv war. 1972 wurde er an der FU Berlin promoviert. Er war Mitbegründer und bis 1981 Mitherausgeber der „Berliner Hefte - Zeitschrift für Kultur und Politik“ (Verlag: Berlin, Kantstraße, Erstausgabe 1976, mit u. a. Walter Aschmoneit, Horst Domdey, Antonia Grunenberg) und war langjähriger Leiter der Berliner Galerie am Savignyplatz. 1982 wurde er an der Universität Osnabrück habilitiert. Er lebt als freier Autor in seiner Geburtsstadt. Sein Zwillingsbruder ist Burkhart von Braunbehrens.

Braunbehrens war Vorstandsmitglied der Humanistischen Union.[2]

Er gehört zu den Teilhabern des deutschen Rüstungsunternehmens Krauss-Maffei Wegmann. Gegen ihn wurde deswegen im Zusammenhang mit einem geplanten Panzerverkauf an Saudi-Arabien im Juni 2012 eine Kampagne gestartet mit dem Ziel, die Anteilseigner an der Firma ins Rampenlicht zu rücken und u.a. auch Braunbehrens ins Gefängnis zu bringen.[3]

Schriften[Bearbeiten]

  • Nationalbildung und Nationalliteratur: Zur Rezeption der Literatur des 17. Jahrhunderts von Gottsched bis Gervinus. Spiess, Berlin 1974, ISBN 3-920889-23-1 (Dissertation, FU Berlin, 1972).
  • Goethes „Egmont“: Text, Geschichte, Interpretation. 1982 (Habilitationsschrift, Universität Osnabrück, 1982).
  • Mozart in Wien. Piper, München/Zürich 1986, ISBN 3-492-02995-7.
  • Salieri. Ein Musiker im Schatten Mozarts? Eine Biografie. Piper, München/Zürich 1989, ISBN 3-492-03194-3.
  • mit Karl-Heinz Jürgens: Mozart: Lebensbilder. Lübbe, Bergisch Gladbach 1990, ISBN 3-7857-0580-8.
  • Lorettoberg: Kriminalroman. Gmeiner, Meßkirch 2013, ISBN 978-3-8392-1417-6.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkmar von Braunbehrens bei The Peerage
  2. humanistische-union.de: Frühere Mitglieder des Bundesvorstands der Humanistischen Union
  3. „Pranger gegen Panzerfamilie?“, Peter Nowak, telepolis, 21. Juni 2012