Domersleben

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Domersleben
Koordinaten: 52° 4′ N, 11° 25′ O52.06666666666711.41666666666796Koordinaten: 52° 4′ 0″ N, 11° 25′ 0″ O
Höhe: 96 m ü. NN
Fläche: 15,65 km²
Einwohner: 1.144 (31. Dez. 2008)
Eingemeindung: 1. Jan. 2010
Postleitzahl: 39164
Vorwahl: 039209

Domersleben ist ein Ortsteil der Stadt Wanzleben-Börde im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Domersleben liegt am Bode-Nebenfluss Sarre, unmittelbar nördlich der Stadt Wanzleben und etwa 10 km westlich von Magdeburg. Das waldarme Gebiet rund um Domersleben in der nördlichen Magdeburger Börde wird landwirtschaftlich intensiv bewirtschaftet.

[Bearbeiten] Geschichte

Den schriftlichen Nachweis der Existenz erbringt eine Urkunde aus dem Jahr 1056.

  • Grundsteinlegung der Kirche: 18. April 1749, Bauende: 4. Oktober 1751. Sie war (bis zum Einbau der Heizung im 20. Jh.) u.a. Grablege des Oberamtmanns Johann Georg Cuno (1679-1742), seiner Ehefrau Marie Elisabeth, geb. Stecher (1696-1756) und einiger Kinder, eingerichtet von seinem Sohn, dem Oberamtmann Heinrich Johann (1720-1786) und seiner Ehefrau Maria Magdalena. Sie besaßen bis 1783 ein von Bismarcksches Rittergut (Friedensstraße 11).

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Domersleben, Bottmersdorf, Dreileben, Eggenstedt, Groß Rodensleben, Hohendodeleben, Klein Rodensleben sowie die Städte Wanzleben und Seehausen zur neuen Stadt Wanzleben-Börde zusammen.[1]

[Bearbeiten] Politik

Wappen von Domersleben

[Bearbeiten] Bürgermeister

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde Domersleben war Bernd Meyer.

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen wurde am 30. Juni 1997 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Blasonierung: „In Silber eine rote Kirche mit spitzbedachtem Turm und rechts daneben ein roter spitzbedachter Turm, beide mit schwarzen Rundbogenfensteröffnungen, im roten Schildfuß ein silberner Fisch.“

Domersleben beauftragte im Jahr 1997 den Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch mit der Erarbeitung einer heraldisch korrekten und genehmigungsfähigen Ortswappens. Dabei sollte der Bezug zu einem historischen Siegel hergestellt werden, das eine scheinbar doppeltürmige Kirche zeigte, und zum ehemaligen Domerslebener See hergestellt werden.

Bei der Darstellung von Gebäuden ist zu berücksichtigen, dass sie im Wappenbild keine architektonische Reproduktion verkörpern. Auch hier drückt sich mit dem Gebäude eine stark verallgemeinerte Sinnbildlichkeit oder auch reale aber verfremdete Gegebenheit aus. Als Beispiel mag die Zinnenmauer in vielen Stadtwappen gelten, die als Sinnbild der Wehrhaftigkeit gilt, auch wenn der Ort in der Wirklichkeit nie eine Stadtmauer hatte.

In der Vergangenheit führten die Siegel der Dörfer oft das Bild ihrer Kirche bzw. deren Schutzheiligen. Es ist klar, dass bei dem Umstand, dass fast jedes Dorf eine Kirche hatte, diese nicht zwangsläufig in einem Wappenbild aufgenommen werden kann; die Einmaligkeit und Besonderheit des Wappenbildes wäre damit nicht erreicht.

Im Falle des historischen Siegels der Gemeinde Domersleben ist das anders. Hier handelt es sich nicht um die Darstellung einer zweitürmigen Kirche oder eines Domes, sondern um die ursprüngliche Kirche, die dicht neben einem in gleicher Weise wie der Kirchturm gebauten Wach- bzw. Wehrturm stand.

Etwa um das 10. bis 11. Jahrhundert wurde in Domersleben die Kirche St. Peter und Paul errichtet. Sie stand unterhalb einer Erhöhung, dicht neben dem besagten Wachturm. Als sie 1749 neu erbaut wurde, baute man die Kirche dann unmittelbar an den Turm. Beide Gebäude wurden verputzt, so dass sie über Generationen als einheitliches Bauwerk angesehen wurden. Um so größer war das Erstaunen, als man in jüngster Vergangenheit den Putz an den Außenwänden abnahm. Deutlich sichtbar unterschieden sich nun beide Türme und es erklärte sich das Siegelbild. Nicht der Magdeburger Dom - wie vormals angenommen) war im alten Siegel gemeint, sondern die beiden zu jener Zeit dominierenden Gebäude - Kirche und Wehrturm, die nur einige Meter voneinander getrennt waren.

Es war Beschluss der Gemeinde Domersleben vom März 1997, die Symbolik von Turm und Kirche im neu zu schaffenden Wappenbild aufzunehmen. Weiterhin wurde beschlossen, den Fisch als Symbol zum 1791 entwässerten Domerslebener See zu tragen. Dieser große See diente der Gemeinde einst zum Fischfang.

Die Farben der ehemaligen Gemeinde sind Rot/Silber (Weiß).

[Bearbeiten] Flagge

Die Flagge der ehemaligen Gemeinde ist Rot - Weiß schräg gestreift mit aufgelegtem Wappen.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Verkehrsanbindung

In der nahen Stadt Wanzleben kreuzen sich die Bundesstraßen 180 (Magdeburg - Aschersleben) und 246a (Seehausen - Schönebeck). Eine direkte Straßenverbindung besteht nach Magdeburg. Der Autobahn-Anschluss Wanzleben (A 14) ist ca. 9 km von der Gemeinde entfernt. Der nahegelegene Bahnhof Wanzleben-Blumenberg liegt an der Bahnlinie Magdeburg - Halberstadt.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

Der Schriftsteller Martin Selber (eigentlich: Martin Merbt) lebte von 1945 bis an sein Lebensende in Domersleben und wurde vom Dorf zum Ehrenbürger ernannt. Eine Straße in Domersleben trägt seinen Namen. (* 27. Februar 1924 in Dresden; † 3. März 2006 in Domersleben)

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010

[Bearbeiten] Weblinks

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